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Nachhaltigkeit

Unter dieser Rubrik möchte ich künftig Produkte vorstellen, die sich durch besondere Nachhaltigkeit auszeichnen.

Ressourcen schonen, die Natur entlasten, Chancengleichheit fördern, das alles kann die Menstruationstasse Ruby Cup

Ihr wollt endlich ernst machen mit dem nachhaltigen Lebensstiel? Kein Plastik mehr, keine Naturzerstörung? Dann gibt es hier neue Produkte, welche Ihr auf Eure Liste setzen könnt.

Tropical Freaks

Die Kaffee-TrinkerInnen entscheiden darüber, ob die 100.000 km² Kaffee-Anbaufläche ein naturnaher Lebensraum für Kolibris und viele andere Tiere ist -- oder Monokultur, die ohne Rücksicht auf die Umwelt billigen Kaffee produziert.

Kanwan

Mabel

Text und Scherenschnitte: Erika Bulow Osborne

03.01.2018

(c) Erika Bulow Osborne Scherenschnitt
(c) Erika Bulow Osborne Scherenschnitt

Unsere Mabel war 9 Jahre im Christchurch Park

Mabel, unsere Waldkäuzin wurde zum ersten mal im Christchurch Park in Ipswich am 22. September 20008 von Richard Stuart entdeckt, um 8 Uhr morgens. Er ist ein Schmetterlingsexperte und Naturliebhaber. Sie saß gute 10 Meter hoch in einem Loch in einer Eiche. Immer saß sie gut sichtbar und war so freundlich, dass man meinte, sie müsste einen Namen bekommen. Schulkinder machten Vorschläge , aber es war die 3 jährige Anouk, welche den Namen "Mabel" vorschlug. Als Preis bekam Anouk eine Winnie- the- Pooh Wärmflasche. Dies war 2009 und von da an war Mabel der Star.Viele tausend Fotos wurden geknipst, in Nationalen Zeitungen und in Örtlichen Magazinen. Über die nächsten Jahre kamen durch sie allerhand junge Eulen zur Welt. Sie hatte einen Lebens-Partner.

Eine männliche Jungeule landete unter der Eiche. Er wurde dem Park Manager gebracht und dieser beauftragte die Eulenauffangsstation, zu prüfen, ob er gesund sei. Dann wurde er mit einer langen Leiter hoch oben in die Eiche gesetzt,flog jedoch sofort weg. Jungeulen scheinen nur ein Federball zu sein, können aber schon nach wenigen Wochen Bäume klettern und ihre Krallen und den Schnabel benutzen. Kurze Flugstrecken schaffen sie auch schon mal fliegend.

Mabel brütete jedes Jahr danach.

Am Wochenende des 24. Februars 2012 war keine gewöhnliche Mabel im Loch, es war ihr Partner , der sie besuchte, denn kurz danach sass Mabel wieder im Loch.

Paul Sherman knipste Mabel oft. Er hörte auch mehrfach das 'Hooting' eines männlichen Kauzes. Sein Weibchen antwortete mit 'ke-wick'.

In Gefangenschaft können Waldkäuze 20 Jahre alt werden, aber in der Wildnis die voller Gefahren ist, ist es eine viel kürzere Lebenszeit.

Wenn Mabel zu verschwinden schien, kümmerte sie sich nur um ihre Jungen.

Innerhalb von 24 Stunden werden zwei Gewölle produziert.

In Mai 2012 fand man solcher Gewölle. Durch die Knochen wusste man, dass sie verschiedene Mäuse und auch junge Ratten fraß, selbst ausgewachsene Ratten.

Käuze nehmen gerne ein Bad in Pfützen, aber erhalten genug Flüssigkeiten durch ihre Beutetiere.

Paul sah und knipste Mabel, ein Junges und ihren Partner. Am nächsten Tag sah Paul 5 Jungeulen und drei schon erwachsene Jungen. Es gab mehr als genug Nahrung im Park. Ihre Jungen mussten später neue Territorien für sich finden.

Waldkäuze haben die beste Sicht, sie drehen ihren Hals um 250 Grad . Sie werden oft geärgert von anderen Vögeln, da Käuze auch Nesträuber sind.

Von Februar 2017 an gab es keine Sichtungen mehr. Die Freunde des Christchurch Parks gaben dem Tree Surgeon David Good einen Auftrag, Mabel in Eichenholz neu erstehen zu lassen. Ihre Chainsaw-Statue steht unter dem berühmten Eichenbaum. Ich machte zwei Scherenschnitte: von den spielenden Hunden, welche sich die Buchstaben ihres Namens ausleihen, um statt eines Balles damit zu spielen. Sie kehren zurück, fünf Hunde tragen je einen Buchstaben zurück zu Mabels Statue, einer schenkt Mabel ein Herz. sowie die Holz-Statue Mabels selbst. Die Hunde lieben ihre Mabel als Statue sehr als einen besonderen Baum, den sie oft benutzen.    

Kommentare: 3
  • #3

    Marion Hartmann (Sonntag, 08 April 2018 22:44)

    Das ist wirklich ein wunderbarer Beitrag über Mabel. Eine sehr berühmt gewordene Waldkäuzin über die Grenzen Englands hinaus.
    Und was für ein tolles Denkmal hat sie bekommen!
    Wunderbar der Schnitt mit Statue und spielenden Hunden.
    Ich bedanke mich mit diesem Gedicht von Friedrich von Hagedorn:

    Der Uhu, der Kauz und zwo Eulen,
    Beklagten erbärmlich ihr Leid:
    Wir singen; doch heißt es, wir heulen.
    So grausam belügt uns der Neid!

    Wir hören der Nachtigall Proben,
    Und weichen an Stimme nicht ihr:
    Wir selber, wir müssen uns loben,
    Es lobt uns ja keiner, als wir!

    (Friedrich von Hagedorn,
    1708-1754)

  • #2

    Volkmar Friedrich Fischer (Samstag, 03 Februar 2018 11:08)

    Sehr interessant und berührend.

  • #1

    Eva Schmelzer (Donnerstag, 01 Februar 2018 16:27)

    Ach ja, die liebe Mabel... Sie ist ja schon zu einer liebenswerten Berühmtheit geworden im Kreis derer, die Erika aus Ipswich kennen. Und alle anderen lernen Mabel nun hier in dem umfangreichen Beitrag kennen. Mabel ist nicht mehr da im wunderschönen Christchurch Park, aber vielleicht kann man irgendwann einmal wieder das heulende “Huh-huhuhu-Huuh” oder das trillernde “Wuwuwuwu” eines Männchens hören und die Antwort “Kewick” eines Weibchens, und dann ist es entweder Mabels Geist oder aber eines ihrer Nachkommen. Und wenn dann alles ganz gut läuft, hört man hoffentlich auch die “Zichzickzick” junger Käutzchen im Nest, die um Futter rufen. Das Leben geht immer weiter...
    Bedanken möchte ich mich noch für den Scherenschnitt von Mabels Baum mit der Statue, den Tieren und Pflanzen des Parks und Mabels besonderen Freunden, den Hunden.