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Nachhaltigkeit

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Kanwan

Der Merlin

Text und Scherenschnitte: Erika Bulow-Osborn

11.12.2019

Von Raj Boora from Edmonton, Canada - Fiber II, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4160910
Von Raj Boora from Edmonton, Canada - Fiber II, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4160910

 

Falco columbarius, Merlin, Merlin.

 

Dieser kleine Falke ist nur etwa so groß wie eine Misteldrossel. Früher wurde er auch als Taubenfalke bezeichnet, wie seine lateinische Bezeichnung aussagt. Im Unterschied zum Turmfalken wirkt er kräftiger in seinem Körperbau. Der Schwanz ist kürzer und runder. Seine Flügel sind etwas spitzer und kleiner. Er wiegt 190 Gramm. Ein Merlin jagt ständig, indem er einen aufgescheuchten Vogel verfolgt.Gelegentlich jagt er auch im Team. Er scheucht einen Vogel auf und treibt diese Beute auf seine Partnerin zu.

 

Der Name Merlin ist im Niedersächsischen 'merlyn' oder 'smerlin', franzoesisch 'esmerillon' und Alt-Hochdeutsch 'smerle', ein sehr kleiner Falke. Nicht groß, aber gefürchtet, denn er kann ohne Schwierigkeiten selbst einen Fressfeind, den Wanderfalken vertreiben. Raubvögel wissen das aus Erfahrung und vemeiden solche Angriffe.

 

Merlins leben monogam.

 

Gern werden verlassene Nester genommen. Das Weibchen brütet und hudert die Jungen, die nach 30 Tagen flügge werden. Die Jungen sind aber noch einen Monat länger auf Ihre Eltern angewiesen. Junge Weibchen sind nach einem Jahr geschlechtsreif, Männchen erst nach zwei Jahren. Es soll einen Vogel gegeben haben, der 13 Lebensjahre erreichte.

 

Man fand Fossilien eines Merlins, Teile des torso metatardus und humerus, welche auf 4,3Millionen bis 4,8 Millionen Jahre zurückgehen, als Europa und Nordamerika noch eine geschlossene Landmasse darstellten. Der Merlin damals war kleiner und hatte sehr starke Füße.

 

 

 

Die Agilität des Merlins ist so gut, dass er sich selbst aus aufgestellten ornithologischen Netzen, zur Beringung von Singvögeln, noch Beute holt.

 

Merlins brüten in Wales, Nord England und Schottland. Ich las in einem Buch von Eric Hosking über ein Merlin Weibchen, das seine Eier im Heidekraut versteckt hatte. Ein Ei war davon gerollt und ließ sich aus dem hohen Heidekraut nicht zurückrollen. Erst versuchte die Henne, das Ei mit ihren Krallen zurückzuholen, ohne Erfolg. Um die anderen Eier nicht kalt werden zu lassen, brütete sie weiter, behielt aber das Ei stets im Auge und versuchte immer wieder es heran-zu-schieben. Endlich gelang es ihr mit ihrem Schnabel. Nun waren alle vier Eier beisammen und trotz dieser kurzen Unterbrechung konnten sich alle Küken gesund am gleichen Tag aus dem Ei picken. Sie wurden gleich nach dem Trocken mit einer ersten Mahlzeit versorgt. Die Henne wedelte ein Stückchen Fleisch vor den Küken und gab einen leisen Laut von sich, der wohl hiess: 'Essen ist bereit', worauf alle ihre Schnäbel öffneten und das Mahl genossen. Sie entwickelten sich schnell und gut bei der reichhaltiger Speisung. Die Jungen haben graues Gefieder, erst noch dünn, bald aber richtig flauschig.

 

Merlins lieben Weiden und Birkengebüsche. Mit etwas Glück sind sie im Herbst und Winter an den Küsten als Durchzieher zu sehen. Ihre bevorzugte Nahrung sind Sperlinge und Sand Regenpfeifer. Ich verdanke Wikipedia wichtige Einzelheiten.

 

Scherenschnitt Merlin
(c) Erika Bulow Osborn Scherenschnitt Merlin
Kommentare: 1
  • #1

    Engelmann (Montag, 16 Dezember 2019 12:22)

    Danke, liebe Erika, dass du diesen Edelstein der Greifvögel auf den Plan gerufen hast. Da er bei uns nur selten zu sehen ist, habe ich mich mit seinem Leben noch nicht befasst. Deine detaillierte Beschreibung ist Anlass für mich, genauer hinzuschauen, um zu sehen, was die Fachliteratur noch an Geheimnissen dazu birgt.
    Vielen Dank für den Anstoß. Danke auch für das Flugbild in Scherenschnitt.