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Massentiehaltung

Text: Gudrun Kaspareit

Fotos: Wikipedia

10.03.2019

Kastenstände bei Schweinen
Von Maqi - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7947348

Die größte Pest unserer Zeit ist der extreme Fleischkonsum. Die Menschen glauben sie haben das unbedingte Recht mindestens dreimal am Tag Fleisch zu essen. Morgens Aufschnitt, Mittag ein Schnitzel, abends Steak oder Braten und zwischendurch eben noch eine Wurst. Fleisch ist billiger als Gemüse und wird unfassbar qualvoll für das Tier produziert.

Ob jemandem sein „Fleischgenuss“ wichtiger ist, als das Leben eines Lebewesens muss das ethische Empfinden jedes Einzelnen selber entscheiden.

 

ABER daneben ist die Massentierhaltung auch extrem umweltschädlich.

 

Nutztiere sind für 18% der Treibhausgase verantwortlich. Das sind 40% mehr, als alle Autos, Lkws, Flugzeuge, Züge und Schiffe weltweit zusammen! Nutztiere sind für 37% der von Menschen verursachten Methangasemission verantwortlich, welches 23-mal mehr für die globale Erwärmung sorgt, als CO2. Nutztiere sind Ursache von 65% der vom Menschen freigesetzten Stickoxidmenge, die 296 (!) mal mehr für die globale Erwärmung sorgt, als CO2. (Quelle: PEW Commission)

Dazu kommen die Unmengen an Gülle, die der Boden nicht mehr aufnehmen kann, wodurch es zu vermehrtem Nitrat im Grundwasser kommt. Nitrat, bzw. Nitrosamine sind krebserregend.

Eine Studie der Oxford Universität besagt, dass wir nachhaltiger leben könnten, wenn wir weitestgehend auf Fleisch verzichten würden. 83% der weltweiten Ackerflächen, die derzeit für Nutztiere und den Anbau ihres Futters gebraucht werden, könnte man für die Hungernden, die Natur und für Obst und Gemüseanbau verwenden.

Regenwald wird für den Sojaanbau abgeholzt. Jedoch werden 80% des Sojas für die Tierfutterproduktion benötigt. Würden alle Menschen darauf verzichten Fleisch zu essen, würden wir sofort den Welthunger beenden und wir könnten der Natur eine Fläche zurückgeben, die so groß ist wie die USA, China, Australien und die EU zusammen.

 

Viele schimpfen zurecht auf den Avocado Anbau, weil er viel Wasser verbraucht, nämlich 1000 Liter pro 1 kg Avokados. Jedoch die Produktion von Fleisch verbraucht wesentlich mehr Wasser. 15000 Liter für ein Kilo Rindfleisch. Auch die Energiebilanz ist bei Fleisch erheblich schlechter. Um 1Kilo Rindfleisch zu erzeugen, braucht man 20 Kilo Getreide. Von einem Kilo Fleisch werden 2 Menschen satt, von 20 Kilo Getreide werden 20 Menschen satt.

Wir können die Welt also durch Fleischkonsum buchstäblich aufessen oder durch Fleischverzicht retten.

Von Larry Rana - USDA, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3824012
Von Larry Rana - USDA, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3824012
Von Bundesarchiv, Bild 183-73359-0001 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5357927
Von Bundesarchiv, Bild 183-73359-0001 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5357927

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