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Indonesien - eine Studienreise

Text und Fotos: Birgit Roth

http://www.fansfornature.org/

13.03.2016

Indonesien
(c) Birgit Roth

Seit Jahren hatten wir auf unserer virtuellen Reisewunschliste ganz oben stehen, an einer Projektreise von Fansfornature teilzunehmen.

Fansfornature ist ein kleiner Verein, der sich auf die Fahne geschrieben hat die Natur Borneos zu schützen.

2010 sahen wir im malaysischen Teil Borneos die Rodungen des Regenwaldes für den Palmölanbau und damit die einhergehende Ausrottung der Tierwelt. Nach dieser Reise wurden wir Mitglied bei ffn und es liegt uns sehr am Herzen, dass diese phantastische Natur für nachfolgende Generationen erhalten bleibt.

Diese Reise war eine gute Möglichkeit mal zu schauen, welche Projekte unterstützt werden, auch mit unseren Spendengeldern. Und wir haben noch viel mehr bekommen. Wir wurden überall herzlichst aufgenommen, wurden bekocht, umsorgt, und wo Touristen nicht so oft durchkommen auch neugierig beäugt und immerzu gegrüßt.

Es war eine Überraschungsreise. Wir kannten das Reisedatum, das Reiseziel und hatten unsere Flüge gebucht.

Die Reise war Himmel und Hölle zugleich, aber der Reihe nach.

Am 13.2.2016 sind wir in Frankfurt ins Flugzeug gestiegen, über Doha ging es nach Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens, die auf der Insel Java liegt. Indonesien ist ein riesiges Land verteilt auf unzählige Inseln. In Jakarta wurden wir von einem tropischen Gewitter empfangen. Mit dem Taxi ging's ins Hotel, am Eingang sind wir Helmut Huber, dem Gründer von ffn-Deutschland, in die Arme gelaufen und das Abenteuer konnte beginnen.

Am nächsten Morgen gings los nach Cikananga www.cikanangawildlifecenter.com. Das ist eine Auffang-Station für beschlagnahmte Tiere. Ein Fahrer holte uns am Hotel ab, es ist unvorstellbar in Indonesien selbst Auto zu fahren. Erst kämpften wir uns durch den Stau von Jakarta, dann ging es weiter durch kleinere Orte, durch Teeplantagen, die Straße wurde immer abenteuerlicher und nach 7 Stunden Fahrt, inklusive Mittagspause erreichten wir:

 

Cikananga

 

Cikananga
(c) Birgit Roth

 Zwei junge holländische Frauen leiten aufopferungsvoll diese Auffangstation. Sie sind rund um die Uhr beschäftigt, viel Arbeit, kaum Freizeit für sehr wenig Geld. Vergnügungen wie Disco, shoppen usw. gibt es nicht, sie leben zu 100% für die Tiere. Hilfe haben sie von Leuten aus dem Dorf bei der Tierpflege, das Essen wird im Dorf gekocht, auch für uns, was richtig lecker war. Wer mal einen sinnvollen Urlaub verbringen möchte, kann auch als Volunteer mithelfen.

In der Station leben 2 Orang Utans, Java-Leoparden, Malaienbären, verschiedene kleinere Affenarten, Vögel, Krokodile, Schildkröten, 2 Kängurus, wie auch immer die da hingekommen sind. Ein Babybär, der sehr gestresst war, denn eigentlich sollte er noch bei seiner Mutter sein. Zur Zeit wird ein Gibbon-Baby mit der Flasche aufgezogen. Das wollte eine Chinesin in ihrer Unterwäsche außer Landes schmuggeln. Das 2. Tier war schon tot. Sehr viele Slowloris wohnen in der Station, der Handel mit diesen Tieren scheint zu blühen. Sie werden auf Sumatra aus den Bäumen gepflückt, in kleine Käfige gestopft, was viele schon mal nicht überleben, weil sie sich nicht vertragen auf engem Raum. Dann werden sie mit Schiffen nach Java gebracht, verkauft oder beschlagnahmt.

So lange es Menschen gibt, die Wildtiere kaufen, wird es Menschen geben, die der Natur welche entnehmen. Je ärmer Menschen sind, desto größer die Bereitschaft mit illegalen Jobs die Familie durchzubringen.

Wilemijn, eine der holländischen Frauen, hat uns abends an unserem Ankunftstag die Slowloris gezeigt. Die Tierchen sind nachtaktiv und wir haben mit Rotlichtlampen ihre Aktionen beobachtet. Den Baby-Gibbon durften wir auch kurz sehen, so süß und so traurig ohne Mutter aufzuwachsen.

Am nächsten Morgen hat uns Wilemijn bei Tageslicht alle anderen Tiere der Station gezeigt. Die Brüllaffen waren nicht leise! Am Nachmittag durften wir beim wiegen, untersuchen und umsetzen der Slowloris zu-schauen. Ganz schön bissig die kleinen Gesellen.

Die Station finanziert sich ausschließlich über Spenden und das Volunteerprogramm. Das Geld reicht nie für alles. Im Camp wohnten noch 3 Hunde und 3 Katzen, die auch gestreichelt und gefüttert werden wollen. Wir haben 2 Nächte im Gästehaus gewohnt, haben die indonesische Dusche kennengelernt und haben uns sehr wohl gefühlt.

Am nächsten Tag ging's zurück. Unser Fahrer holte uns wieder ab und die Fahrt dauerte bis zum Abend. Im Stau von Jakarta wurden wir im Auto unterhalten mit DVDs von Queen, Peter Gabriel... Der Fahrer hatte einen für uns überraschenden Musikgeschmack.

Nach einer weiteren Nacht in Jakarta flogen wir nach Balikpapan auf Borneo. Abgeholt wurden wir von Hendra unserem Fahrer und Ishak, der sich auf Borneo um die Projekte kümmert, die von ffn unterstützt werden. Dr. Ishak Yassir hat in Holland Forstwirtschaft studiert, arbeitet für das indonesische Forstministerium und koordiniert für ffn die Projekte. In einem Land wie Indonesien braucht man dringend jemanden, der die Mentalität der Menschen kennt, mit Geld allein erreicht man nicht viel. Auch um uns hat er sich rührend gekümmert, so dass unsere Zeit auf Borneo äußerst angenehm war.

In Balikpapan konnte man die Auswirkungen der radikalen Regenwaldabholzung schon spüren. Die Stadt hat nicht mehr genügend Wasser. Der Grundwasserspeicher Regenwald ist weitestgehend ausgelöscht. So dass die Menschen in ihren Häusern an vielen Tagen kein Wasser zu Verfügung haben..

Und noch ein Problem konnten wir in Balikpapan sehr deutlich sehen. Am Strand lag unglaublich viel Müll rum, es wird vom Meer angespült und keiner räumt es weg.

Slowlori
(c) Birgit Roth Slowlori

 

Wehea

 

(c) Birgit Roth
(c) Birgit Roth

Nach einer Nacht im Hotel in Balikpapan ging es nach diversen Einkäufen mit einem Auto Richtung Norden. Wir waren 12 Stunden mit Pausen unterwegs. Wir sind nur durch Ölpalmenplantagen und Kohletagebau gefahren. Der Kohletagebau ist neben dem Palmölanbau ein weiteres Problem. Ist die Kohle abgebaut, verbleibt eine vergiftete, völlig zerstörte Landschaft. Die verheerenden Brände vom letzten Herbst waren noch deutlich zu erkennen.

Gegen 22 Uhr sind wir im Dayak-Dorf Wehea angekommen und waren Gäste im Haus des Dayakhäuptlings, einem sehr würdevollen Mann. Die Dayaks sind Ureinwohner Borneos. Wir informierten uns über die Situation des Waldes. Die Dayaks sind sehr besorgt. Unser Gastgeber nahm sogar die lange Reise nach Paris zur Klimakonferenz auf sich. Leider weiß ich nicht, ob und wie zufrieden er mit den Ergebnissen ist.

 38000 Hektar Primärregenwald sind geschützt und werden durch Ranger bewacht. Für alle anderen Waldgebiete sind schon Konzessionen zum abholzen vergeben. Ein winziger Rest Regenwald wird wahrscheinlich übrig bleiben, ob das reichen wird, um die darin lebenden Tiere vorm Aussterben zu bewahren, werden wir erleben. Auf jeden Fall wird der genetische Pool der Tiere sehr klein werden.

 

„We consider the forest as our life barn because it is where we get food, building materials and medicinal plants. It ist important to protect our forest.“

LE DJIE TAQ

Community cief of Wehea, East Kutai, East Kalimantan

 

 

Wir schliefen im Haus des Dayakhäuptlings. 6 Uhr morgens wurden wir durch das Krähen der Hähne geweckt und wir beobachteten wie das Dorf erwachte und das Tagwerk begann. Nach dem Mittagessen ging es mit einem Geländewagen los Richtung Wald. Erst fuhren wir ca. 1 Stunde lang wieder an Ölpalmenplantagen vorbei. An der Ölpalme selbst ist nichts schlechtes. Es ist eine wunderschöne Palme, die natürlicherweise ab und zu im Regenwald vorkommt. Schlimm ist die Radikalität mit der der gesamte Regenwald in Plantagen umgewandelt wird und allen Tieren die Lebensgrundlage genommen wird. Sicher, den Wald kann man wieder aufforsten. Es dauert einige hundert Jahre bis sich aus einem Sekundärregenwald wieder ein Primärregenwald entwickelt hat, aber die Tiere lassen sich nicht wieder aufforsten. Das dürfte endgültig sein.

Eine weitere Stunde fuhren wir an frisch abgebrannten und gerodeten Flächen vorbei bis wir endlich im Wald ankamen. Wir gehen davon aus, das Dorf Wehea lag mal direkt am oder im Wald. Wir wohnten 2 Nächte in einem Camp was Forschern und den Rangern, die auf den Wald aufpassen, als Unterkunft dient. Die Überraschung im Wald war Anna. Eine junge Deutsche, geb. in Bielefeld, wohnt in Hamburg mit Schwiegereltern in spe in Hannover. Dazu muss man wissen, wir wohnen auch in Hannover. Sie startete eine 6-monatige Reise durch Asien als Volunteer bei www.Profauna.com und ist mit den Rangern in den Wald gegangen. Das haben wir dann auch gemacht. Der Wald war wunderschön, die riesigen Bäume am beeindruckendsten. Nur leider haben wir nicht viele Tiere gesehen, sind es schon weniger geworden?

Nachts sind wir durch den Bach gelaufen und die Ranger haben uns Frösche, Spinnen und Tarantulas gezeigt. Bekocht wurden wir von der Tochter des Dayak-Häuptlings, die mit ihrer 3-jährigen Tochter mit uns in den Wald gekommen ist. Dieses 3-jährige Kind hatte kein Spielzeug, sie beschäftigte sich mit sich selbst oder half ihrer Mutter beim kochen. Selbst die Autofahrten vergingen ohne die geringste Unmutsäußerung. Ich habe noch nie ein so zufriedenes Kind erlebt, das hat mich sehr beeindruckt. Begeistert waren wir auch von den jungen Rangern, sie waren wie alle Indonesier die wir kennenlernten unglaublich freundlich. Es hat uns großen Spaß gemacht, mit ihnen Zeit zu verbringen.

Wir sind an einem Tag nach Balikpapan zurückgefahren und haben von da aus Tagesausflüge gemacht.

(c) Birgit Roth
(c) Birgit Roth

 

Sungai Hitam

 

Malayenbär
(c) Birgit Roth Malayenbär

Auf dem Weg nach Sungai Hitam machten wir bei km 23 einen Zwischenstopp. Dort befindet sich eine Auffangstation für Malaienbären und um 140 eingesammelte Straßenkatzen wird sich auch noch gekümmert. Ein schönes Zuhause für die Tiere, in einem tropisch bewachsenen Gehege, wo auch unzählige Vögel und Eichhörnchen eine Heimat haben. Es war eigentlich an dem Tag geschlossen. Dank Ishak konnten wir die Tiere dennoch ansehen.

 Weiter ging es nach Sungai Hitam. Ein kleines Gebiet nördlich von Balikpapan am Black River, wo ffn Land gekauft und Bäume gepflanzt hat, damit die von uns sehr geliebten, vom Aussterben bedrohten Nasenaffen eine Heimat haben. Und mit ihnen noch viele weitere Tierarten auch. Während einer Bootsfahrt auf dem Fluss sahen wir die Nasenaffen dann auch und konnten ihnen beim fressen und springen zuschauen. Dieses Projekt hat uns richtig Spaß gemacht. Geplant ist das geschützte Gebiet durch weiteren Landkauf zu erweitern, damit mehr Tiere gemütlich leben können.

Satriyo, der Manager von Sungai Hitam sagte mir, es ist wichtig die Natur zu schützen für die nächsten Generationen. Was für ein hoffnungsvoller Satz! Außerdem leben in diesem geschützten Gebiet noch unzählige andere Tiere, die er gern fotografiert und die Fotos zeigte er uns mit Stolz.

Nasenaffen
(c) Birgit Roth Nasenaffen

 

Samboje Lestari

 

Orang Utan
(c) Birgit Roth Orang Utan

Eine Orang Utan Auffangstation von BOS, ich hatte schon so viel davon gehört. BOS ist eine große Organisation, die sich um kranke und beschlagnahmte Orang Utans kümmert. Das Ziel ist sie auf ein Leben in der Wildnis vorzubereiten und sie wieder auszuwildern. Eine Autostunde von Balikpapan entfernt wurde auf einem total gerodeten Stück Land ein Sekundärregenwald aufgeforstet. Als Manager aufgebaut hat diese Station Ishak. Es gibt eine Waldschule, wo die Babys und ganz jungen Orang Utans betreut werden, wo ihnen klettern und Nestbau beigebracht wird. Am Ende werden sie von den Menschen entwöhnt, damit sie sich selbstständig Futter suchen und wenn alles gut läuft, geht’s zurück in den Wald. Es gibt 6 angelegte Inseln, auf denen haben wir Tiere gesehen. Nicht alle Tiere können ausgewildert werden. Manche überwinden ihr Trauma nicht, die bleiben dann in der Station. Orang Utans können an Depression leiden. Das große Männchen auf dem Bild unten, wurde aus einem Zirkus befreit. Auch die Tiere mit ansteckenden Krankheiten werden nicht wieder in den Wald entlassen. Es gibt Tiere in Käfigen, die haben wir nicht gesehen und die Waldschule durften wir auch nicht besuchen. Schade, aber doch verständlich.

Außerdem kümmert sich die Station noch um ca. 50 Malaienbären. Leider können diese auch nicht wieder in den Wald entlassen werden, sie sind zu sehr an Menschen gewöhnt.

Am Nachmittag hat uns unser Fahrer Hendra zu Ishak ins Büro gebracht, das ist gleich neben dem ersten Gelände, wo sich die Orang Utan Auffangstation erst befunden hat. Da sieht man noch die Käfige, wo die Tiere untergebracht waren.

Dann fuhren wir gemeinsam mit Satriyo zu einem Treetopwalk. Der befindet sich in einem kleinen Wald. Im Wald erklärte uns Satriyo mit Begeisterung jeden Baum. Dann ging es hoch hinaus auf Hängebrücken in ca. 25 m Höhe und wir haben von oben auf den Wald geschaut. So ein Perspektivenwechsel ist immer ein tolle Sache. 2 Giant Squirrel konnten wir beim fressen in den Baumwipfeln beobachten. Mit schönen Stunden im Wald neigte sich unser Reise dem Ende entgegen.

Noch nicht erwähnt hatte ich, dass wir in Jakarta noch kurz bei JAAN www.jakartaanimalaid.com waren. Auch das ist eine Tierorganisation, die von 3 engagierten jungen holländischen Frauen gegründet wurde, die mittlerweile sehr geachtet werden als Tierschützerinnen in Indonesien. Bei JAAN wurden wir von 55 bellenden Hunden begrüßt, die auf der Straße eingesammelt worden sind und wenn sie wieder gesund sind auch adoptiert werden können.

Damit kein falscher Eindruck entsteht, das war kein trauriger Urlaub. Unsere kleine Reisegruppe hatte sehr viel Spaß zusammen. Unser Versuch indonesische Wörter zu lernen endete meistens mit einem Lachanfall von Hendra und Ishak.

Auch wenn wir uns keine normalen Touristenattraktionen angeschaut haben, lernten wir Indonesien auf eine sehr schöne Art kennen. Wir haben nette, interessante und engagierte Menschen kennengelernt. Wir haben unglaublich viel gegessen. Das indonesische Essen ist so vielseitig und lecker, wir haben Früchte probiert, an die wir uns allein nicht ran getraut hätten. Wir vermissen es jetzt schon. Und Puppy, den kleinen Hund in Cikananga vermisse ich auch, hätte ich ihn doch mitgenommen.

Wir haben hoffnungsvolle Dinge gesehen, aber auch nicht so schöne Dinge.

In den letzten 40 Jahren haben wir über die Hälfte aller wilden Tiere verloren. Es sterben 1000 mal mehr Arten aus, als natürlicherweise vorgesehen ist. Das Leben ist ein Netz, jeder Faden ist wichig. Keiner kann heute sagen was passiert, wenn die Bienen ausgerottet sind. Es scheint mir selbstmörderischer Wahnsinn zu sein.

 

Wenn du glaubst, dass du zu klein bist etwas zu verändern....

Versuch' mal mit einer Mücke im Zimmer zu schlafen.

Dalai Lama

 

Also packen wir es an, es geht nicht nur um Indonesien, auch wir hier in Europa brauchen den Regenwald für die Erhaltung unseres Klimas.

Ich ziehe meinen Hut vor Menschen wie Helmut Huber, er gründete vor vielen Jahren nach einer Reise durch Borneo den Verein Fansfornature www.fansfornature.com/ffn-deutschland.html und kümmert sich seit dem in seiner Freizeit darum. Aber auch Ishak Yassir verwendet seine Freizeit für den Naturschutz, lasst es uns ihnen gleich tun.

Vielleicht sehen wir uns demnächst im Regenwald. Eins kann ich versprechen, es wird toll werden.

Die Gummistiefel nicht vergessen!

 

PS.: Liebe indonesische Moskitos, beim nächsten Mal erwischt ihr mich nicht!

Orang Utan
(c) Birgit Roth Orang Utan
Malayenbären
(c) Birgit Roth Malayenbären
Nasenaffe
(c) Birgit Roth Nasenaffe
Tarantel
(c) Birgit Roth Tarantel
Katze über dem Dschungel
(c) Birgit Roth Katze über dem Dschungel
Kommentare: 1
  • #1

    Eva Schmelzer (Samstag, 02 April 2016 10:35)

    Ein großartiger, eindrucksvoller, wunderschön bebilderter Bericht, für den ich Birgit Roth sehr danke. In all der Dramatik war es wohltuend zu lesen, wie aufopferungsvoll sich Menschen dafür einsetzen, dass der geschundenen Natur geholfen wird und dass es auch durchaus glückliche Momente auf dieser Reise gegeben hat. Aber solange keine grundlegenden Maßnahmen getroffen werden, diesen Frevel zu beenden, wird es eine Sisyphusarbeit bleiben. Ich hatte im Herbst 2014, als Joko Widodo neuer Staatspräsident Indonesiens wurde große Hoffnung, dass sich etwas ändert, da er studierter Forstwirt ist und vorher in der Position als Bürgermeister seiner Heimatstadt für einen dialogorientierten Politikstil, Programme gegen Korruption und den Umweltschutz bekannt war. Aber diese Hoffnung wurde enttäuscht. Aber nach dem Lesen dieses doch auch positiven Beitrags ist sie nicht ganz erloschen…