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Nachhaltigkeit

Unter dieser Rubrik möchte ich künftig Produkte vorstellen, die sich durch besondere Nachhaltigkeit auszeichnen.

Ressourcen schonen, die Natur entlasten, Chancengleichheit fördern, das alles kann die Menstruationstasse Ruby Cup

Ihr wollt endlich ernst machen mit dem nachhaltigen Lebensstiel? Kein Plastik mehr, keine Naturzerstörung? Dann gibt es hier neue Produkte, welche Ihr auf Eure Liste setzen könnt.

Tropical Freaks

Die Kaffee-TrinkerInnen entscheiden darüber, ob die 100.000 km² Kaffee-Anbaufläche ein naturnaher Lebensraum für Kolibris und viele andere Tiere ist -- oder Monokultur, die ohne Rücksicht auf die Umwelt billigen Kaffee produziert.

Kanwan

Elche in Deutschland

Text: Gudrun Kaspareit

Foto: Sven Bieckhofe

28.09.2020

Elch
(c) Sven Bieckhofe Elch

 

Die Wölfe sind zurück in Deutschland, nachdem sie seit 150 Jahren hier ausgerottet waren. Sie sind über Polen wieder eingewandert und polarisieren prompt.

Luchse wurden, z. B. Im Harz, mühevoll wieder angesiedelt, werden aber leider von vielen Jägern gewildert, die den Luchs als Konkurrenz betrachten.

Letztens ist ein Wisentbulle über die Oder geschwommen, um sich mal in Deutschland umzusehen.

Sofort wurde er erschossen, was die Polen sehr geärgert hat, denn dort galt er als friedfertig, fast zahm.

Auch ein Bär hat einmal die Grenze zu Deutschland überschritten, der berühmte Bruno. Sein Schicksal ist bekannt.

 

Nun also Elche. Auch sie kommen immer mal wieder über die polnische Grenze zu uns. Insbesondere im dünn besiedelten Brandenburg mit seinen Feuchtwiesen und Moorwäldern fühlen sie sich wohl. Sie sind gute Schwimmer und können gut mehrere Kilometer schwimmend zurücklegen. So gelangen sie locker über die Oder. Seit die Elche in Polen geschont werden und ihre Population dort auf mehr als 4000 Tiere angewachsen ist, kommen immer öfter einzelne Tiere zu uns nach Deutschland. Auch aus Tschechien sind schon Elche eingewandert und letztes Jahr wurde ein junger Elch auf Usedom gesichtet, der den Peenestrom durchschwommen hatte.

Erst im September wurde bei Berlin ein Elch auf der A10 angefahren. Autos sind die einzigen Feinde, die ein Elch hier zu fürchten hat. Bären gibt es in Deutschland , wie oben beschrieben, (noch) nicht.

Der Elch ist die größte Hirschart der Welt. Bullen können eine Schulterhöhe von 2,30m erreichen und bis zu 800 kg wiegen. Dazu bilden sie ein riesiges Schaufelgeweih aus. Elchkühe sind ca. um ein Fünftel kleiner. Mit ihren langen Beinen können Elche sicher über unebenen Grund laufen und sie können schnell, wie ein Pferd werden.

Experten gehen davon aus, dass Elche bald wieder dauerhaft bei uns heimisch sind. Tatsächlich gibt es in Brandenburg schon eine kleine Population von etwa 6 Tieren, die hier leben. Bei ihnen gab es sogar schon Nachwuchs.

Kommentare: 1
  • #1

    Ilka Luiken (Donnerstag, 15 Oktober 2020 10:07)

    Aktive Jäger engagieren ich dafür, dass solche Tiere möglichst nicht die industrielle Landwirtschaft "stören". Momentan lebt hier bei uns ein junger Damhirsch unter Kühen auf einer Weide. Man fragt sich, wo seine Mutter geblieben ist. Ich nehme an, tot. Vielleicht auch von den Mäh-Aktionen durch die monströsen Maschinen von der Mutter gerennt worde. Darauf komme ich, weil auch hinter meinem Grdstück auf den Grasflächen der Bauern ein Reh lebt, diesesn Sommer mit Kitz. Bis die Landmaschinen (wieder) kamen. Danach sah ich die Reh-Mutter nur noch allein. Was den kleinen Damhirschen betrifft: Von der lokalen Zeitung befragt, bereitet der Jäger die entzückten Menschen, die den Kleinen bei den Kühen gern beobachten, schon auf seinen Abschuss vor. Due Kühe müssten ja bald in den Stall, dann könne er desorientiert sein und die Autofahrer gefährden. Man dürfe dort zwar nur 50 km/h fahren, aber die meisten Autofahrer würden ja zu schnell fahren, und überhaupt, auch schon bei 50 km/h sei ein Tier mit einem betsimmten Gewicht eine Gefahr. Was für eine (perfide) Logik?! Man erschießt ein Tier, weil Autofahrer sich nicht an die Richtgeschwindigkeit halten? Ich denke, dass ist eine Ausrede, weil die Jägerschaft den Hrirschen abknallen will. Wenn er erstmal ein wenig mehr drauf hat, bekommt man dafür (gutes) Geld und isst selbst noch ein Stück davon. Und die Bauern sind den Störenfried los? - So ähnlich könnten die Jäger dann auch bezüglich der Elche argumentieren, wenn Menschen diese Tiere begrüßen und ihren Schutz wollen. Immer kommen sie damit, die wilden Tiere seien eine Gefahr. Das muss aufhören. Jägerschaft muss strengstens überwacht und - weil es anders wohl nicht geht - langsam, aber (hoffentlich durch viele engagierte Menschen) sicher abgeschafft werden. Mitsamt der naturverachtenden industriellen Landwirtschaft. Danke für eure Arbeit!!!