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Norwegens grandiose Natur - ein Reisebericht

Text und Fotos: Sven Bieckhofe und Nicole Leiwat

03.10.2019

Sven und Nicole
Sven und Nicole

Land der Fjorde,  Norwegen

Unsere 5.420 Kilometer lange Reise durch die Wildnis entlang der Südküste Norwegens beginnt am 27.04.2019.

Diese Reise musste ich dieses Mal nicht allein antreten, ich wurde von Nicole begleitet.

Der Startschuss unserer Reise fiel in Dülmen (Die Stadt der Wildpferde) und der erste Stopp führte uns in nach Dänemark in die Stadt Hirtshals.

Von Hitrshals setzten wir mit der Fähre nach Norwegen zur Stadt Kristiansand über.

Kaum in Norwegen angekommen, begeisterte uns eine atemberaubende Landschaft mit hohen Bergen, kristallklaren und glänzenden Seen und eine riesige Anzahl von Wasserfällen, die uns auf der ganze Reise begleitet haben.

Wasserfall
(c) Sven Bieckhofe Månafossen

Kaum in Norwegen angekommen, begeisterte uns eine atemberaubende Landschaft mit hohen Bergen, kristallklaren und glänzenden Seen und eine riesige Anzahl von Wasserfällen, die uns auf der ganze Reise begleitet haben.

Die "BRUFJELL HÖHLEN" in der Stadt Brufjell war das auserkorene Ziel unsere erste Wanderung. Die gesamte Wanderstrecke war mit Schildern und bemalten Steinen ausgeschildert, so konnten wir sicherstellen, dass wir stets in die richtige Richtung gingen. Die Wanderung führte uns an dem Strand Sandviga vorbei, der uns zum Träumen verleitetete und wir kurz verweilten. Nach kurzer Rast führte uns unser Weg weiter, an die Spitze der Klippen, von wo wir mit einem atemberaubenden Panoramablick belohnt wurden.

Felsenpanorame
(c) Sven Bieckhofe Sandviga panorama

Ab jetzt wurde die Wanderung schwierig, da man eine Steilklippe mit Steigeisen und eingelassene Eisengriffe herunter klettern musste und die Felsen nass und rutschig waren.

Da es Nicoles erste Wanderung überhaupt war, und sie noch mit einem gezerrten Knöchel zu kämpfen hatte, entschieden wir uns, dass sie wartete und ich die letzte Strecke zu Höhle allein machte.

Höhle mit Meeresblick in Norwegen
(c) Sven Bieckhofe

Anschließend begaben wir uns wieder gemeinsam auf den Rückweg zum Auto, einen zum Camper umgebauten Berlingo L2, in dem wir fast jede Nacht bei Temperaturen zwischen  plus 20 Grad und minus 6 Grad übernachtet hatten.

Unser nächstes Ziel war der bekannte Kjeragbolten, ein ca. 5 m³ großer Monolith, der in einer Felsspalte 1000 m über dem Lysefjord eingeklemmt ist.

Aufgrund der schlechten Wetterlage und des Tauwetters im April, war die offizielle Straße zum Wanderparkplatz noch gesperrt. Also suchten wir eine andere Lösung, um zu dem Wanderparkplatz zu gelangen und fanden eine kleine Nebenstraße durch en Skigebiet, die später auf die gesperrte Straße zum Wanderparkplatz führen sollte. Wir erreichen die gesperrte Straße und wurden von den gewaltigen Schneemassen überrascht. Die Räumungsarbeiten auf der Straße hatten begonnen und man sah teilweise an beiden Seiten 2,5 Meter hoher Schneeberge. Leider war die Straße jedoch nicht bis zum Ende geräumt – das war wohl auch der Grund für die Sperrung - denn die ganze Straße war vereist und voller Schnee.

Nun mussten wir enttäuscht umkehren und konnten diese besondere Wanderung leider nicht antreten. Doch auf dem Rückweg hatten wir unsere erste tierische Begegnung, wir sahen einen Schneehasen

Straße mit Schneebergen
(c) Sven Bieckhofe
Schneehase
(c) Sven Bieckhofe Schneehase

Weiter ging es zum Månafossen der größte Wasserfall Rogalands und der neuntgrößte Norwegens mit einer freien Fallhöhe von 92 Metern

Am selben Tag fuhren wir weiter zum Preikestolen auf unseren Weg dahin kamen wir an klaren Seen und vielen Wasserfällen vorbei. Die Landschaft Norwegens ist sehr beeindruckend.

Am späten Nachmittag erreichten wir den Wanderparkplatz des Preikestolen. Wir entschlossen uns die ca. 4 stündige Wanderung von insgesamt 8 km zum Preikestolen trotz fortgeschrittener Stunde noch zu starten. Auf der Tour überwindet man einen Höhenunterschied von rund 500 Metern. Oben am Preikestolen angekommen, wurde man wieder mit ein Panoramablick belohnt

Noewegischer Fjord
(c) Sven Bieckhofe Preikestolen

Am nächsten Tag fuhren wir nach Odda. Unser Ziel war die Trolltunga (Trollzunge). Die Trolltunga ist eine der atemberaubendsten und spektakulärsten Felsformationen Norwegens. Bei der Wanderung zur Trolltunga muss man insgesamt 28 km und einen Höhenunterschied von ca. 1200 Meter zurücklegen. Wir hatten für diese Wanderung 2 Tage veranschlagt inklusive einer Übernachtung an der Trolltunga. Also packten wir unsere Wanderrucksäcke, wetterfeste und warme Kleidung, Schlafsäcke und eine Isomatte und ausreichend Essen und Wasser die Wanderausrüstung und schlussendlich auch noch ein Zelt. Mit einem Gewicht im Rucksack von ca. 20kg machten wir uns auf den beschwerlichen Weg hoch zur Trolltunga, die ersten Kilometer der Wanderweg waren sehr steil und man musste über Steine klettern. Danach schlängelte sich der Weg an kleinen Wasserfällen und Flüssen entlang. Direkt im Anschluss folgte die Schneegrenze und von da an begleiteten uns Schnee und Eis. Oben im Schnee sahen wir mehrere Schneehühner. 2 km vor der Trolltunga beschlossen wir in einer Wanderhütte zu campieren, da es langsam anfing zu dämmern.  So blieb uns das Aufbauen des Zeltes erspart und bei minus 6 Grad war es in der Hütte auch windstill und angenehm. Kurz vor Sonnenaufgang setzten wir unsere Wanderung fort und erreichten nach kurzer Zeit endlich das Ziel die Trolltunga. Die beste Aussicht als Belohnung  für die 14km Wanderung. Nun ging es die 14km wieder zurück.

 

Aufstieg im Schnee
(c) Sven Bieckhofe
Panoramablick Fjord Norwegen
(c) Sven Bieckhofe Trolltunga
Aussicht Trolltunga
(c) Sven Bieckhofe Trolltunga

Wir fuhren weiter in Richtung Norden. Im Jostedalsbreen National Park hatten wir wieder eine tierische Begegnung Rentiere kreuzten unseren Weg. In Norwegen gibt es ca. 100.000 sowohl wilde Rentiere als auch Haus-Rentiere, die trotzdem frei weiden. Wir sind auf Haus-Rentiere gestoßen, und so konnten wir uns den eigentlich scheuen Tieren, nähern und sie sogar streicheln. Und ein Selfie  war auch noch drin; trotzdem sollte man die 120 cm schulterhohen Tiere mit einer Länge von ca. 210 cm und ein Gewicht bis zu 300 kg nicht unterschätzen. Eins der Tiere hatte mich besprungen und zu Boden gedrückt

 

Selfi mit Rentier
(c) Sven Bieckhofe Selfi mit Rentier
Rentiere
(c) Sven Bieckhofe Rentiere
(c) Sven Bieckhofe
(c) Sven Bieckhofe

Zum Schluss unseres Road Trips durch Norwegen haben wir dann endlich auch Elche gesehen (Siehe Fotos). Der Elch (Alces alces) ist die größte heute vorkommende Art der Hirsche. Mit einer Größe von bis zu 2,5 m hohe und ein Gewicht bis 700 kg. Um unsere Neugier auch in diesem Fall zu befriedigen und um bessere Fotos zu erhalten versuchten wir uns den Elchen zu nähern, mit mäßigem Erfolg. Die Elche ließen uns nur 50 m an sich heran und verschwanden danach im Wald. Wir versuchten den Elchen im Wald zu folgen und machten dort eine erstaunliche Entdeckung! Auf den Boden fanden wir einige Elch-Knochen (Sieh Foto) mit Bissspuren. Vermutlich erweise stammen diese Bissspuren von Riss, denn wir befanden uns im Wolfsgebiet.  Mit diesem tollen Fund endete unsere Tour aber wir haben beschlossen Norwegen noch mal zu bereisen.

 

Elch
(c) Sven Bieckhofe Elch
Schneehuhn
(c) Sven Bieckhofe Schneehuhn
Schneehuhn
(c) Sven Bieckhofe Schneehuhn männl.
Schneehuhn weibl.
(c) Sven Bieckhofe Schneehuhn weibl.
Kommentare: 1
  • #1

    Marion Hartmann (Freitag, 25 Oktober 2019 10:36)

    Schneehuhn, Schneehase, Elch und die erhabene Landschaft Norwegens, das alles zu sehen und zu filmen, nicht ohne Mühe.
    Ich bedanke mich für diesen wunderbaren Bericht und die herrlichen Aufnahmen. Möge dies und alles noch Erhaltene an Natur in viele Herzen fließen, um Kraft und Mut zu finden, sich einzusetzen für alles Leben auf Erden.