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Der Zauber der Karpaten

Text: Gudrun Kaspareit und Sven Bieckhofe

Fotos: Sven Bieckhofe

24.03.2017

Die Karpaten
(c) Sven Bieckhofe Die Karpaten

Auf den Worten Karpaten, Siebenbürgen , Kronstadt liegt ein besonderer Zauber, finde ich. Sehnsucht nach Wildnis und Ursprünglichkeit. Raue Berge, tiefe Wälder, Bären und Wölfe. Dörfer in denen die Zeit stehen geblieben ist. Und das Schloss Bran. Es diente als Kulisse für diverse Dracula Filme. Der echte Graf Vlad hat es allerdings nie betreten.

Sven hat sich diesen Traum erfüllt und ist im Winter nach Rumänien gefahren, nach Brasov, mit deutschem Namen Kronstadt. Er wollte Bären und Wölfe filmen, dafür ist die Gegend dort sehr gut geeignet. Beinahe täglich werden in den Randbezirken der Stadt Bären gesichtet, welche die dortigen Mülleimer nach Essbarem durchsuchen und sich sogar von Menschen füttern lassen.

In den Wäldern rund um Brasov leben noch wilde Bären und Wölfe.

Brasov liegt am Fuße des Berges Tampa in den Südkarpaten. Die Stadt entstand am Schnittpunkt alter Kaufmannsstraßen nach Kleinasien, zur Adria, Mitteleuropa und zum Balkan.

Schloss Bran liegt in der gleichnamigen Ortschaft in Siebenbürgen, rund 30 Kilometer von Kronstadt entfernt. Die Burg wird Touristen als Draculaschloss präsentiert, da es dessen Beschreibung in Bram Stokers Roman Dracula ähnelt. Das historische Vorbild der Romanfigur, der walachische Fürst Vlad III. Drăculea, ist aber nie in diesem Schloss gewesen.

Sven hat uns von seiner Reise beeindruckende Bilder mitgebracht und ich freue mich, sie Euch zeigen zu dürfen.

(c) Sven Bieckhofe Die Karpaten und Schloss Bran. Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken

 

 

Mein erster Braunbär in den Karpaten von Rumänien
In Rumänien leben rund 5000 Braunbären, mehr als anderswo in Europa. Insbesondere in den Südkarpaten
Die Wahrscheinlichkeit, auf einen Bären zu treffen, ist gering.
Denn Bären sind von Natur aus scheu.
Sie werden einem Menschen so früh wie möglich aus dem Weg gehen, da ihr ausgezeichneter Geruchs und Gehörsinn sie rechtzeitig warnt.
Der Bär zieht sich in der Regel zurück.
Leider sind die Gelegenheiten, sie in freier Wildbahn zu beobachten, sehr rar.
Oftmals sind es nur Sekunden die für ein gutes Foto reichen müssen.
So schnell wie sich der Bär hier gezeigt hatte, so schnell war er auch wieder verschwunden.
Trotzdem hatte es für ein Paar Fotos gereicht.

 

(Sven Bieckhofe)

 

(c) Sven Bieckhofe   Karpaten Bär

(c) Sven Bieckhofe   Karpaten Wolf

Wasseramsel
(c) Sven Bieckhofe Wasseramsel
Kommentare: 3
  • #3

    Volkmar Friedrich Fischer (Freitag, 14 April 2017 17:50)

    Ich war mal in den 80er Jahren in Rumänien. In den Erdölgebieten war ich geschockt, wie darnieder die ganze Natur lag. Alles war schwarz, Tiere wie Menschen. Dann aber der große Kontrast. Ich war genau in den Orten, die Sven Bieckhofe auch bereist hat. Da habe ich dann fast geheult über die herrliche Natur in den Karpaten. Tannen so groß, dicht und schön... und nachts urige Geräusche - vermutlich von Bären. Das war alles unbeschreiblich und unvergesslich. Die schönen Bilder haben mich wieder daran erninnert.

  • #2

    erika (Montag, 03 April 2017 08:48)

    Solche einzigartigen Photos eines ausgewachsenen Karpaten Baeren zu erreichen, muss ein unvergessliches Erlebnis bleiben, selbst fuer Sven Bieckhofe. Zeit darf dann keinerlei Rolle spielen. So wie er es beschrieb, war der Baer nur fuer Sekunden sichtbar und verschwand. Welche Groesse und Kraft wird deutlich, selbst in einem solchen Moment.
    Auch die grossartigen Aufnahmen der Karpaten Woelfe beweisen, welch unberuehrtes Paradies noch vorhanden ist. Moegen die Karpaten so erhalten bleiben, durch das Weltenerbe geschuetzt. Die Wasseramsel bezeugte, dass weitereVielfalt dort verborgen lebt. Herzlichen Dank an Sven, es ist eine Ehre fuer Gudrun, diese Photos zeigen zu koennen. Fuer ihre Einfuehrung in die Karpaten auch grossen Dank.

  • #1

    Eva Schmelzer (Samstag, 01 April 2017 16:45)

    Der Bericht ist überwältigend, vor allem wirkt er durch die Bilder, die ich mir auf einem sehr großen PC-Bildschirm aufgerufen habe und so in voller Schönheit auf mich wirken lassen konnte. Ich muss gestehen, dass ich aufgrund der vielen unschönen Berichterstattungen über Rumänien mittlerweile sehr negativ beeinflusst war. Dieser Artikel hat das wieder ausgleichen können. Ich hoffe sehr, dass trotz der Mitgliedschaft in der EU – was meist zu intensiveren Landnutzungen und einem Wachsen der Infrastrukturen führt, was wiederum eine Zerstückelung der Landschaft und einen generellen Qualitätsverlust aus ökologischer Sicht zur Folge hat – sich diese Region ihre Schönheiten bewahren kann und Wildtiere, vom Bären bis zur Wasseramsel eine ungestörte, intakte Heimat behalten.