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Walfang

Wal
Urs Flükiger_pixelio.de

Die internationale Walfang Kommission (IWC) regelt die Walfangquote. 1968 wurde durch ein sogenanntes Moratorium die Fangquote komplett auf Null gesetzt. Allerdings gibt es Ausnahmen. Indigene Völker dürfen zum Eigenbedarf Wale jagen. Staaten können Sondergenehmigungen erteilen für den Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken und Staaten, die Einspruch gegen das Moratorium einlegen, müssen sich nicht daran halten.

 

So kommt es, dass trotz des Moratoriums, in einigen Staaten Walfang betrieben wird.

 

In Norwegen findet der Walfang in der Bevölkerung breite Unterstützung. Das Land hat sich gegen das Moratorium ausgesprochen und fühlt sich deshalb auch nicht an die Vorgaben gebunden. Dort werden mehrere hundert Zwergwale jährlich gejagt.

 

Japan jagt Wale zu wissenschaftlichen Zwecken, was aber allgemein als Vorwand angesehen wird. Neben Zwergwalen jagt Japan auch die im Bestand stark gefährdeten Finnwale, sowie Buckelwale. Und das obwohl die Nachfrage nach Walfleisch rückläufig ist. In den Kühlhäusern lagert das Walfleisch ungenutzt. Im Jahre 2000 waren es noch 1,5 tausend Tonnen, 2010 schon mehr als 5,0 tausend Tonnen.

 

Auf den Färöer Inseln findet Walfang aus Tradition für den Eigenbedarf statt. Die Färinger sind stolz auf ihre Tradition und denken, trotz heftiger, internationaler Proteste gar nicht daran, den Grindwalfang aufzugeben.

 

Trotz heftiger Proteste von Naturschützern und der Tourismusbranche begann Island 2003 mit dem Walfang „zu wissenschaftlichen Zwecken“. 2006 hat Island sogar den kommerziellen Walfang wieder aufgenommen. So kam es, dass es erlaubt ist, vor Islands Küsten Zwergwale und 9 (!) Finnwale zu töten.

 

Südkorea hatte angekündigt, den Walfang wieder aufnehmen zu wollen. (Begründung: Wale fräßen zu viele Fische) Doch die weltweiten heftigen Proteste von Naturschützern UND Politikern, veranlassten den Außenminister Koreas das Programm zu stoppen. Allerdings landen bis zu hundert Wale jährlich als Beifang in den Fischernetzen, was durchaus gewollt ist.

 

Grönland will mehr Wale fangen. Die Dänen fordern für die Ureinwohner eine Lockerung der bestehenden Fangquote. Allerdings wurde der Antrag der Dänen in einer Abstimmung abgelehnt. Walschützer beklagen seit langem, dass Touristen in grönländischen Restaurants Walfleisch angeboten wird.

 

Heutzutage wird der Walfang industriell betrieben. Der Wal wird mit modernem Radar und Echolot aufgespürt. Er wird getötet und auf hoher See komplett zerlegt und verarbeitet.

 

Bei dem jährlichen Treffen der Mitgliedstaaten des IWC ging es darum, eine Schutzzone im Südatlantik einzurichten. Aber der Antrag ist leider gescheitert. Es hätte einer 75%igen Zustimmung bedurft, doch ein Drittel der Mitgliedstaaten stimmte dagegen. Japan soll die Stimmen etlicher armer Länder gekauft haben. Schon lange wird Japan in dieser Hinsicht Bestechung vorgeworfen.

 

Der deutsche IWC Kommissar setzt auf Gesundheitsaufklärung. Walfleisch ist aufgrund seiner hohen Toxizität vor allem für Schwangere, Kinder und kranke Menschen sehr schädlich. Der Wal steht am oberen Ende der Nahrungskette und reichert daher alle Umweltgifte aus dem Meer in seinem Gewebe an. Unter anderem Methylquecksilber, Kadmium, Blei, DDT Rückstände und PCBs.

Sogar die WHO beschäftigt sich mit diesem Problem. Dennoch möchte Grönland mehr Wale fangen.

 

Jedem ist die schlimme Tsunami Katasrofe in Japan und der anschließende atomare super Gau in Fukushima gegenwärtig. Die vielen obdachlos gewordenen Menschen taten uns leid. Gerne und nach Kräften haben wir gespendet.

Allerdings ist dann bekannt geworden, dass Japan einen Teil der Spendengelder dazu verwendet hat, seine Walfangflotte aufzurüsten. Das lief unter dem Deckmantel <Wiederaufbau der Fischereiflotte> Kann eine Nation noch tiefer sinken? Gelder, die für die leidende Bevölkerung gedacht waren, zu missbrauchen, um den weltweit geächteten Walfang zu unterstützen?

 

Es ist nicht zu verstehen, warum Japan so stur am Walfang festhält. Der Handel mit Walfleisch ist stark rückläufig, der Staat steht regelmäßig wegen seiner grausamen Praktik des Wal.- und Delfinfangs am Pranger. Das Fleisch ist gesundheitsgefährdend und die japanische Regierung muss den Walfang jährlich mit zweistelligen Millionenbeträgen subventionieren.

 

Die weltweiten Proteste, die IWC, selbst die Ächtung im eigenen Land haben nichts bewirkt, nur einer lehrte die Japaner das Fürchten. Kapitän Paul Watson und seine Organisation Sea Sheperd.

Sie suchen die offene Konfrontation mit den Waljägern und sind damit erfolgreich!

2011 haben sie sich mit den Walfängern ein Rennen geliefert und den Walfang unmöglich gemacht. Die Japaner mussten mitten in der Fangsaison abbrechen. Die Aktivisten von Sea Sheperd haben ihnen eine schwere Schlappe beigebracht.

 

Australien und Neuseeland wollen gemeinsam gegen Japan klagen, weil sie unter dem Deckmantel des wissenschaftlichen Walfangs kommerziell mit Walfleisch handeln und somit das Moratorium unterlaufen.

Außerdem soll versucht werden, den Walfang in der Antarktis endgültig zu beenden.

2013 wird das Urteil des internationalen Gerichtshofs erwartet.

 

Toter Delfin
Wikipedia By Erik Christensen, Porkeri (Website - Contact) (Kontakt: User Erik) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

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Walfang auf den Färöer Inseln
Wikipedia By Erik Christensen (Photograph created by Erik Christensen) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Es geht auch anders

Auf Toshima Island erhalten Delfine Bürgerstatus

 

Während in der kleinen japanischen Bucht Taiji am 1. September wieder die blutige Jagd auf Delfine beginnt, gibt es hervorragende Neuigkeiten aus Toshima Island, einer kleinen Insel nicht weit weg von Tokyo: hier wurden Delfine zu Mitbürgern ernannt und genießen vollen Schutz in den Gewässern rund um die Insel. Zu den Einwohnern von Toshima Island zählen folglich neuerdings auch 16 Delfine.

 

Die Menschen von Toshima Island möchten der Welt zeigen, dass nicht alle Japaner grausame Delfinjäger sind, sondern sich für den Schutz der intelligenten Meeressäuger einsetzen. Das so genannte “Toshima Dolphin Project” soll alle Japaner zur Nachahmung inspirieren und ihnen klar machen, wie wichtig es ist, dass Delfine frei und unverletzt leben dürfen, sodass hoffentlich eines schönes Tages auch die Delfine in Taiji nicht mehr abgeschlachtet oder an Delfinarien in aller Welt verkauft werden.

 

Bitte fordere auch Du den japanischen Botschafter in Deutschland auf, sich gegen die Massenschlachtungen von Delfinen in Taiji einzusetzen und kaufe niemals ein Ticket für eine Delfinshow!

 

http://www.veganblog.de/2012/08/23/auf-toshima-island-erhalten-delfine-burgerstatus/

Beluga
Gabi Eder_pixelio.de

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