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Zum Zustand der Meere

Marie Bachmayr

NeoAvantgarde
Neue Schönhauser Str. 9 
D-10178 Berlin
25.06.2019

 

Umweltschutz ist Meeresschutz

 

80 Prozent der Fischbestände weltweit sind be- oder überfischt, drei Viertel des Mülls im Meer besteht aus Plastik: Das sind nur zwei Zahlenbeispiele, die eindrucksvoll zeigen, dass die Meere bedroht sind. Genau aus diesem Grund erläutert der Autor Ulrich Karlowski, Diplom-Biologe und freier Wissenschaftsjournalist, in seinem kostenlosen E-Book https://www.sonneundstrand.de/meeresschutz/ , wie jeder einen Beitrag zum Meeresschutz leisten kann.

 

Schäden durch radikale Befischung

 

Für die industrielle Fischerei stellt die steigende Nachfrage nach Fisch ein Milliardengeschäft dar. Aufgrund der radikalen Befischung gehört sogar der Hering inzwischen zu den bedrohten Tierarten. Nicht viel anders sieht es für Kabeljau, Seezunge und Butt aus, die stark gefährdet sind. Schuld daran sind radikale Fangmethoden in der industriellen Fischerei, aber auch illegales Fischen. Das E-Book enthält Tipps zum Kauf von Fischen. Wer auf eine nachhaltige Ernährung achtet, sollte möglichst gar keine Fische essen. Im Interview mit Pia Klemp, einer Meeresschutz-Aktivistin, werden Probleme durch radikale Fangmethoden und industrielle Fischerei näher erläutert.

 

Plastikmüll als ernsthafte Gefährdung

 

Eine ernsthafte Bedrohung für die Meere und deren Bewohner ist Plastikmüll, der als Müllteppich an der Meeresoberfläche treibt oder auf dem Meeresboden lagert und sich in Mikroplastik zersetzt. Über die Nahrungskette kann Mikroplastik auch in der menschlichen Ernährung landen. Hier sind vor allem Urlauber aufgerufen, etwas gegen Plastikmüll und die Verschmutzung der Meere zu tun. Die Teilnahme an Strandsäuberungsaktionen ist ein wichtiger Beitrag, um den Ort der Erholung für sich und andere sauber zu halten.

 

Weitere Bedrohungen für die Meere

 

Nord- und Ostsee sind durch Munitionsaltlasten aus dem Zweiten Weltkrieg bedroht. Vermutungen zufolge sollen noch bis zu 1,3 Millionen Tonnen Munition den Meeresgrund belasten. Korrodierte Phosphorbomben sind gefährlich, da Phosphor häufig von Bernsteinsuchern mit Bernstein verwechselt wird und beim Kontakt mit Sauerstoff brennen kann. Auch Lärm und Offshore-Windparks stellen Gefahren dar.

Meer
(c) Gudrun Kaspareit
Meer mit Steilküste
(c) Gudrun Kaspareit
Abendrot am Meer
(c) Gudrun Kaspareit
Kommentare: 1
  • #1

    Eva Schmelzer (Dienstag, 16 Juli 2019 14:21)

    Wenn wir nun schon unsere Landmassen rücksichtlos vergewaltigt haben und es weiter tun, die Luft verpesten und nun auch noch die Meere massiv geschädigt werden - dann sieht es nach einem leichtfertigen Einleiten des Endes unseres blauen Planeten aus. Eigentlich wissen die allermeisten Menschen, dass Meeresverschmutzung ein Problem ist, die Umsetzung der eigenen Werte in Sachen Meeresschutz klappt aber nur mäßig. So gaben in einer recht aktuellen Befragung 83 Prozent an, dass sie für strengere Gesetze im Fischfang sind. Aber nur 30 Prozent sagten, sie würden wenig Fisch essen oder gar keinen Fisch essen, um persönlich dazu beizutragen, die Fischbestände zu schützen. Ein Widerspruch - oder? Abstrakte Einstellungen und Wertvorstellungen sind also etwas ganz anderes als das alltägliche Handeln. Was nun den Plastikmüll in den Meeren betrifft bin ich nahezu außer mir: Deutschland gibt sich gern als Recycling-Weltmeister. Doch Hunderttausende Tonnen Plastikabfall aus deutschen Haushalten landen jedes Jahr im Ausland! Wie kann das sein, dass ein weltweiter regelrechter Handel mit Plastikmüll überhaupt stattfinden kann? Plastikmüll als Handelsgut? Und dazu mit Ländern, in denen "Umwelt- und Meeresschutz" nicht so ganz oben auf der Agenda steht! Wie konnte so etwas erlaubt werden? Die Folgen waren doch abzusehen! Und das Thema Mikroplastik ist ja noch gar nicht so lange überhaupt bekannt. Erst seit relativ kurzer Zeit kann sich jeder Verbraucher informieren, in welchen Kosmetikartikeln oder Waschmitteln es sich befindet. Die Crux ist, dass es eben wegen seiner Unsichtbarkeit nicht so ernst genommen wird.
    Wenn man sich Gudruns Fotos zu diesem Artikel anschaut, kann man doch eigentlich gar nicht anders, als alles dafür zu tun, die Meere nicht weiter zu schädigen.