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Helgoland

Text: Erika Bulow Osborne

Fotos: Gudrun Kaspareit

22.12.2019

"Grün ist das Land, rot ist die Kant, weiß ist der Sand,

das sind die Farben von Helgoland....."

Felsen von Helgoland
(c) Gudrun Kaspareit

 

Helgoland, Deutschlands einzige 'Hochseeinsel' gilt als artenreichster Ort in Europa. Sie liegt 62 km vor der Elbmündung. Ein großes Plus ist der Golfstrom, welcher das Wasser so erwärmt, dass es nur geringe Temperaturunterschiede gibt. Die gespeicherte Wärme erzeugt häufig Nebel. Buntsandstein Felsen mit vielen Fossilien verleiht Helgoland etwas Besonderes. Es lohnt sich, etwas über die geschichtliche Entwickung der Insel zu lesen. Durch die ständige Brandung entstehen weiterhin Felsvorsprünge, es gibt Buchten und Brandungstore. DieseTore entstehen und stürzen wieder ein. Der größte Felsturm, die 'Lange Anna' ist mehr als 48 Meter hoch.

Durch Brandungen und Stumfluten ist die Verwitteung groß. Am Fuße des Spuülsaumes gibt es salzliebende Pflanzen, Portulak, Keilminze, Strand-Melde, Beifuss, Salzschuppenmiere und auf der Aale Kali Meersenf.

Auf den Felsenbändern des Lummenfelses findet man die Trottellumme, Dreizehenmöwe,Tordalk, Basstölpel und Eisstturmvogel als Brutvögel, die sich den geringen Platz teilen müssen. Die Helgoländer Vogelwarte hat über 432 verschiedene Vogelarten beringt. Die Insel und die sie umgebende Nordsee stehen unter Naturschutz.

 

Kommentare: 1
  • #1

    Eva Schmelzer (Mittwoch, 15 Januar 2020 15:05)

    Ich möchte hier auch an den Dichter, Germanisten und Freiheitskämpfer August Heinrich Hoffmann (1798-1874) erinnern (den Zunamen von Fallersleben hatte er sich 1821 zugelegt), der diese Insel über alles liebte. "Wenn ich dann so wandelte einsam auf der Klippe, da ward mir so eigen zu Muthe ... ich musste dichten.“ So entstand am 1841 das Deutschlandlied. Kleinstaaterei hatte das heimatliche Festland befallen und fest im Griff. Hoffmann von Fallersleben träumte von einem geeinten Land, forderte Menschenrechte ein, wie vor ihm schon Goethe und Heine. 1840 erscheint der erste Teil seiner „Unpolitischen Lieder“, die ganz und gar nicht unpolitisch waren. Sie griffen die politischen Verhältnisse jener Zeit an, wie Kleinstaaterei, Pressezensur, Fürstenwillkür, Allmacht von Polizei und Militär. Sie rechneten mit dem deutschen Michel und der Zensur ab, sehnten republikanische Rechte und Freiheit herbei: Zu vielem wurde er auf Helgoland inspiriert „...in diesen einsamen Stunden auf der Klippe, drüben auf der Düne, oder wenn ich allein im Boote hinüberfuhr...“