Folge mir auf Facebook

Folge mir auf Twitter

Rotkehlchen

Text: Conrad Franz

Fotos und Gemälde: Conrad Franz

21.12.2014

http://www.conrad-franz.com/

Ich liebe Rotkehlchen, deshalb habe ichs auch gemalt - hier ein kleines Ölbild 15 X 15 cm auf Leinwand

Gemälde Rotkehlchen
(c) Conrad Franz

Ich muss mal von vorne beginnen, das ist mein junges Rotkehlchen, das ich gezähmt habe und so sind wir uns das erste Mal begegnet! Es schaute mich ganz vertrauensvoll an und ich habe ihm etwas erzählt um es an mich mit der Stimme zu gewöhnen. Später hörte es auf mein Rufen und es kam dann sofort und setzte sich auf meine Hand. Es bekam von mir Mehlwürmer und Weichfutter.
Dieses Kehlchen war eine große Ausnahme, dass es so zahm wurde. Ich konnte ihm sogar ins Gebüsch folgen ohne das es schreckhaft reagierte.

Rotkehlchen
(c) Conrad Franz Rotkehlchen

Wie versprochen aus meiner Serie "mein zahmes Rotkehlchen" hier eine Winteraufnahme. Normaler Weise gehören Rotkehlchen zu Teilziehern, das heißt sie wandern vorübergehend in wärmere Gefilde wenn es kalt wird z.B. nach den Niederlanden oder England. Meins bleibt bei mir, da es Futter bekommt und sich an mich gewöhnt hat.

Rotkehlchen
(c) Conrad Franz Rotkehlchen

...wenn ich IHM etwas erzähle und mit IHM spreche hört es mir interessiert zu und fängt ganz leise an zu singen - mein zahmes Rotkehlchen

Rotkehlchen
(c) Conrad Franz Rotkehlchen

Mein zahmes Rotkehlchen ist hier schon etwas ausgefärbter, wenn ich ihm etwas erzähle, hält es oft das Köpfchen etwas schief und ich habe immer den Eindruck das es dann besser hören kann und interessiert zuhört

Rotkehlchen
(c) Conraf Franz Rotkehlchen

Es ist erwachsen geworden, mein zahmes Rotkehlchen

Rotkehlchen
(c) Conrad Franz Rotkehlchen

Liebe Waldfreunde - jetzt wo es ausgefärbter im Gefieder ist, setzt es sich mit einem Beinchen nach dem Putzen oft hin und singt ganz leise vor sich hin und erzählt mir etwas mein zahmes Rotkehlchen.

Rotkehlchen
(c) Conrad Franz Rotkehlchen

Mein zahmes Rotkehlchen .
Liebe Waldfreunde, möchte Euch heute eine Geschichte erzählen die ich in der Vergangenheit erlebt habe.
Natürlich zeige ich Euch nicht immer das gleiche zahme Rotkehlchen, das geht auch nicht da Singvögel in freier Natur im Schnitt 2,5 Jahre alt werden und in Gefangenschaft bis zu 8 Jahren.
Als ich vor Jahren wieder eines zahm gemacht und es über ein halbes Jahr an mich gewöhnt hatte, ist es dann im Herbst als Teilzieher wahrscheinlich von mir weg nach Holland oder so gezogen wo es wärmer ist.
Im darauf folgenden Jahr, also im kommenden Frühjahr es war Mai, komme ich in den Garten und da sitzt wieder eines vor mir.
Mir kam es bekannt vor, da auch Singvögel jedes einzelne, eine eigene Mimik und ein eigenes Aussehen haben. Viele werden jetzt vielleicht denken das ist doch Quatsch, Vögel sehen alle gleich aus, aber das ist nicht so! Sie haben genau so wie wir Menschen unterschiedliche Gesichter. Es ist nur für uns ungewohnt so etwas zu erkennen, wenn man aber z.B. einen Vogel zahm hat erkennt man sofort den Unterschied.
Um es kurz zu machen, habe das Rotkehlchen mir angesehen und mit ihm gesprochen es blieb sitzen und hörte mir zu, ich bin ins Zimmer habe mir Mehlwürmer geholt und die Hand ausgestreckt, da saß es sofort auf meiner Hand. Selbst ich war so überrascht, dass nach einem halben Jahr ein Singvogel seinen Brutplatz und den Menschen wieder gefunden hatte, das konnte ich kaum glauben. Es ist nach einiger Zeit wieder weg geblieben, da Rotkehlchen unter einander sehr zänkisch sind, sodass es wohl einem anderen Platz machen musste. Ihr seht es gibt oft Dinge in der Natur die fasst unwahrscheinlich scheinen. Wünsche Euch einen schönen Tag liebe Waldfreunde!

Rotkehlchen
(c) Conrad Franz
Kommentare: 2
  • #2

    Eva Schmelzer (Freitag, 02 Januar 2015 18:14)

    Dieses Rotkehlchen ist für mich schon zum Freund geworden, ich kenne es ja seit einiger Zeit aus der Wald-Gruppe. Conrads Geschichte, wie sich die Freundschaft zwischen den beiden entwickelt hat, erinnert mich an einen anderen Menschen, der auch die Gabe hatte, mit den Vögeln zu sprechen, die Natur zu lieben. Für mich ist er Conrad Franz von Assisi.

  • #1

    Martina Sparfeld (Freitag, 02 Januar 2015 17:05)

    Berührend,ich freue mich auch immer ganz besonders wenn ich eines im Garten entdecke