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Der Dachs

Dachs
8C9 Olivier Fiechter Dachs

Der Dachs ist ein gemütlicher, liebenswerter und vor allem harmloser Zeitgenosse.

Der schwarz/weiß gezeichnete Erdmarder lebt gerne an Hecken und Mischwaldrändern, wo er seinen Bau gräbt. Der Dachsbau kann Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte alt sein. Dort lebt das Elternpaar mit seinen Jungen. Die weiblichen Dachse bleiben in der Regel im Bau und graben Nebenkammern, während die männlichen Tiere, wenn sie geschlechtsreif sind, abwandern, um eigene Familien zu gründen.

Oft genug teilen sich auch Dachse und Füchse den Bau, was den Dachsen früher oft zum Verhängnis wurde, wenn die Fuchsbaue ausgeräuchert wurden.

Die Lieblingsspeise des Dachses sind Regenwürmer, neben Engerlingen und Käfern. Ansonsten bevorzugt er pflanzliche Nahrung, wie Früchte und Wurzelknollen.

Der Dachs schadet niemandem, er frisst niemandem die Ernte weg, er ist nicht aggressiv und dennoch soll er gejagt werden dürfen. Warum?

(Gudrun Kaspareit)

Dachs
(c) Olivier Fiechter Dachs

Füchse und Dachse bewohnen gerne zusammen denselben Bau

Der Dachs im hessischen Jagdrecht
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Der Dachs als Krafttier

Lehrmeister mit Tiefgang

Heilung, Erdverbundenheit, Toleranz

Text: C.m.Schwan

Quelle: www.terravera

Dachs
(c) Olivier Fiechter Dachs

Die hauptsächlich nachtaktiven Dachse gehören zu den größten Erdmardern und sind über die ganze Erde verbreitet. Zwar sind der Europäische Dachs und der Amerikanische Dachs nur verwandt, beiden jedoch ist die auffällige Maske ihres großen weißen Kopfes mit den beiden dicken schwarzen Streifen über den Augen gemeinsam, ebenso wie ihr Lebensraum unter der Erde, den sie ständig mit Hilfe ihrer starken Klauen in einem ausgebreiteten Tunnelsystem ausbauen.
Diese Bauten werden bevorzugt in Mischwäldern angelegt und können, da sie über mehrere Generationen benutzt werden, Ausmaße von 30 m Breite und 5 m Tiefe annehmen.

Da Dachse sehr reinliche Tiere sind, kann man Dachsbauten sehr gut an den „Latrinen“ an den Ein- und Ausgängen erkennen, wo sie ihre Ausscheidungen in kleinen Erdlöchern vergraben. Dachse sind dafür bekannt, dass sie ihren Stand mutig fauchend verteidigen, wenn sie in die Enge getrieben werden, und außerdem aggressive Jäger sind. So wird der „Meister Grimbart“ in der Fabel auch als unzugänglicher Einzelgänger dargestellt. Dabei leben sie nicht nur gesellig und sozial in Familienverbänden im Kessel, sondern sind auch in der Lage, mit anderen Tieren zusammen zu leben und zu kooperieren. Dass sich der Dachs in Europa oft mit Füchsen den Bau teilt, wurde ihm dann auch fast zum Verhängnis, als in den 70er Jahren im Zuge der Tollwutbekämpfung in vielen Bauten nicht nur Füchse sondern auch Dachse vergast wurden. Den amerikanischen „Badger“ hat man beobachtet, dass er zusammen mit Kojoten jagt. Dabei ergänzen sich die Schnelligkeit des Kojoten „über Tage“ und das Wissen um die Verstecke im Erdinnern des Dachses bis hin zum erfolgreichen Stellen der gemeinsamen Beute. Dachse werden mit circa 2 Jahren geschlechtsreif und haben als besonderes Merkmal die sogenannte „Keimruhe“, das heißt, dass sie unabhängig vom Zeitpunkt der Befruchtung alle ihre Jungen quasi synchron zum Ende des Winters Februar/März zur Welt bringen.

In früheren Zeiten wurde das Dachsfett als wirksames Mittel gegen Rheumatismus in Apotheken angeboten und ist auch heute noch erhältlich. Dachshaare schmücken so manchen Jägershut und finden sowohl als Rasierpinsel als auch als hochwertige Malerpinsel Verwendung.

Der Dachs wurde aufgrund seines Mutes und Entschlossenheit von unseren Vorfahren hoch geachtet. In Schottland fertigt man bis heute Geldbörsen aus Dachsleder, da man es dort besonders sicher verwahrt glaubt. Unter den Hopi-Indianern (dem Honnangyam Stamm) gibt es auch einen Dachs-Clan, da dieses Tier dem Stamm nach einer Legende geholfen habe, den Ältesten die Kräutermedizinen zu zeigen, welche die kranken Mitgliedern heilte. Auch bei den Schoschonen gibt es eine Legende über einen Dachs, der Flüchtigen half, indem er sie zunächst in einem seiner Gänge versteckte, die Verfolger in einen anderen Gang lockte und diesen dann verbarrikadierte.

Menschen mit der Dachsmedizin sind nicht so schnell zugänglich und wirken leicht abweisend, oft grantelnd, sind aber im Grunde ihres Herzen gutmütig und treuherzig. Kinder und Tiere durchschauen das schnell und suchen gerne ihre Gesellschaft, vor allem, weil sie auch wunderbare Geschichten erzählen können. Wenn nicht gar in diesem Bereich beruflich tätig, beschäftigen sie sich ausgiebig mit dem Kräuterwissen und alternativer Medizin. Durch ihre Erdverbundenheit durchschauen sie schnell Luftblasen. Es lohnt sich auf jeden Fall, ihre Nähe trotz der anfänglichen Distanz zu suchen, denn wenn sie zu deinem Freund werden, dann mit Leib und Seele.

Spiritualität:

Taucht der Dachs in deinem Leben auf, hast du einen guten Lehrmeister zu Seite, der besonders die selbstheilenden Kräfte, die in deinem Inneren schlummern, zu wecken weiß. Intuitiv weißt du nun, welche Kräuter unterstützend wirken. Durch seine nahe Verbindung zur Erdenergie bringt er Licht in Probleme und zeigt dir praktische Lösungen. Seine Botschaften sind Mut, Toleranz und Standfestigkeit, die er dir schenkt, wenn du zögerlich, pessimistisch und menschenfeindlich gestimmt bist.

Imagination:

Während deine Gefährtin liebevoll euer Zuhause mit duftendem Farn auskleidet, legst du sorgfältig einen weiteren Tunnel an, der für eine immer frische Luft in euren Räumen sorgt. Für ein kurzes Schwätzchen hältst du beim Nachbarn Fuchs, denn dir liegt auch am Wohl deiner Freunde. Auf den Pfaden im Schoß von Mutter Erde wandelst du sicher und fühlst ihre Kraft und die zuversichtliche Stärke, die in dich strömt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Felix Schmitt (Freitag, 25 März 2016 04:28)

    Ich würde heute Nacht von einem Dachs "angegriffen". Ich fuhr nur mit dem Fahrrad auf der Straße entlang und dann läuft plötzlich ein Dachs neben mir auf dem Feld her. Ich bekam Panik, weil ich zu dem Zeitpunkt nicht genau wusste was es war (zeitweise dachte ich es wäre nur ein Hase). Dann bog er Plötzlich ab und rannte auf mich zu! Ich sah in sein Gesicht für ca. eine Sekunde und dann prallte er gegen mein Hinterrad. Ich war in Todesangst, wegen einem harmlosen Dachs! Ich denke noch heute, dass diiese "Tiere" eigentlich Monster sind.