Folge mir auf Facebook

Folge mir auf Twitter

Nachhaltigkeit

Unter dieser Rubrik möchte ich künftig Produkte vorstellen, die sich durch besondere Nachhaltigkeit auszeichnen.

Ressourcen schonen, die Natur entlasten, Chancengleichheit fördern, das alles kann die Menstruationstasse Ruby Cup

Ihr wollt endlich ernst machen mit dem nachhaltigen Lebensstiel? Kein Plastik mehr, keine Naturzerstörung? Dann gibt es hier neue Produkte, welche Ihr auf Eure Liste setzen könnt.

Tropical Freaks

Die Kaffee-TrinkerInnen entscheiden darüber, ob die 100.000 km² Kaffee-Anbaufläche ein naturnaher Lebensraum für Kolibris und viele andere Tiere ist -- oder Monokultur, die ohne Rücksicht auf die Umwelt billigen Kaffee produziert.

Kanwan

Ökologisch-präventiver Brandschutz

Text und Fotos: Markus Meyer

Fragen an: gartenarchitekt44@gmail.com

05.10.2020

 

Waldbrände und Feuersbrünste – die unterschätztenHerausforderungen der Zukunft Die Berichterstattung zeigt deutlich auf: es besteht akuterHandlungsbedarf. Die Bilder zu den gegenwärtigen Waldbränden und Feuerregimenweltweit zeigen nicht nur die Schattenseiten des von uns verursachtenKlimawandels auf, sondern unterstreichen auch, dass es so nicht weitergehenkann. Wie wir alle weltweit inzwischen beobachten müssen, sind die Folgen nichtnur dramatisch und kaum mehr in Zahlen zu fassen, sondern regelrechtlebensbedrohlich. Allein im Jahr 2018 haben Waldbrände und Feuersbrünste (sowieandere Naturkatastrophen) in den USA einen physikalischen Schaden von über 400Mrd. Dollar verursacht - ganze Städte wurden teilweise komplett zerstört – unddabei sind die mittelfristigen und langfristigen ökonomischen Folgen auf dieWeltwirtschaft noch nicht berücksichtigt. Weltweit werden ca. 340 Mio. Hektaran Flächen, vor allem Vegetationsflächen, durch Waldbrände und Feuersbrünstevernichtet, jährlich! Unsere Erde ist aber endlich! Neben den unglaublichen ökonomischen und ökologischen Folgensind es die sozialen Auswirkungen, die Sorge bereiten sollten. Mehrere TausendeMenschen werden nicht nur „entwurzelt“, inzwischen kosten Waldbränden auchMenschenleben und zwar viele. Viel zu viele. Und diese Vielzahl an Toten sindschlichtweg – wie alle anderen Folgeerscheinungen -völlig unnötig. Leider ist es ja nicht so, dass sich die Klimaveränderungenstoppen werden, im Gegenteil: die klimatischen Bedingungen werden sichverschlimmern, Dürren, Murenabgänge, Regenergüsse, Orkane und Stürme, werdensich häufen. Dadurch erhöhen sich die Gefährdungsrisiken für Waldbrände undFeuerregime; ein Grund mehr, tatsächlich über botanisch-präventiveBrandschutzmaßnahmen nachzudenken, anderen gedankliche Zugänge auch tatsächlichzuzulassen. Umso mehr, weil die Waldbrände und Feuersbrünste wandern, sie sindin Wohnsiedlungen, Gewerbegebieten, öffentlichen Räumen angekommen. Siezerstören mittlerweile auch komplette Infrastrukturen, Lebenspunkte derMenschen, aber auch landwirtschaftlichen Flächen, die Böden und letztlich auchdie Vegetationsflächen – also unser Ökosystem. Es ist also höchste Zeit, sich den Themen Waldbränden undFeuersbrünsten zu widmen, zumal wir allesamt Verursacher, aber auch Betroffenesind. Schließlich atmen wir alle oder?Die Notwendigkeitergibt sich auch aus der Feststellung, dass Waldbrände und Feuersbrünste nichtnur in Wäldern passieren, sondern – wie schon erwähnt – in urbanen und ruralenRäumen. Handeln ist angesagt! Das Dilemma ist aber nicht erst vor ein paar Minutenentstanden. Die Entfremdung und Entkoppelung vom Menschen zur Natur sind schonälter. Forschungen und Entwicklungen gehen im Grunde seit der industriellenRevolution eine anti-ökologischen naturfeindlichen Pfad und genau diesen müssenwir auch real und wissenschaftlich verlassen, wenn wir unser Ökosystem wahrenwollen. Mit Ignoranz und Respektlosigkeit lassen sich die klimatischenHerausforderungen nicht lösen, zumal vielen „Brandherden“ mit einfachenökologischen Maßnahmen präventiv entgegengetreten werden könnte – dabei hilftder Bezug zur Ökologie, zur Natur. Unsere Umwelt ist nicht unser Feind! Und unsere „Retter“ sind ja schon da, also bitten wir siedoch um Hilfe oder? „Pflanzen aller Landschaften vereinigt euch“ und helft uns,möge man der Pflanzenwelt zurufen, denn es sind die Pflanzen, die unser Daseinsichern. Vielleicht begleiten sie uns auf dem Weg von der Notwendigkeit(unserem Übel?) in die Freiheit oder Glückseligkeit? Schließlich waren es diePflanzen, die vor uns den Planeten Erde besiedelten und es werden auch diePflanzen sein, die nach uns noch diesen Planeten bevölkern werden. MeinerAnsicht nach sollte es doch die Maxime jeglichen Handelns sein, denNaturgesetzen folgend, die Rahmenbedingungen und Strukturen, dielebenserhaltend wirkend, mit Demut und Respekt zu begegnen und diese nicht zuzerstören? Pflanzen sind keineswegs langweilig und gefühlsarm. Hiermöchte ich meine Ausführungen mit einem Verweis auf Charles Darwin ergänzen,der als Naturforscher im 19. Jahrhundert beobachtete, dass sich Pflanzendurchaus „bewegen“ und im Umfeld der Pflanzen Prozesse stattfinden, diezeigten, dass Pflanzen keineswegs statisch und tot sind. Im Laufe vielerExperimente hatte Darwin (andere Botaniker später natürlich auch) nachgewiesen,dass die Evolution auch bei Pflanzen anzuwenden ist – denn offensichtlichkönnen sie „sehen“, wenn sie sich zum Licht neigen. Wir kennen das von denSonnenblumen (Helianthis anuus). Und im Gegensatz zu uns Menschen spieltSchnelligkeit keine Rolle. Unser Ökosystem ist seit vielen Millionen nicht nurexistent, sondern auch in Bewegung. Die Anpassungsfähigkeiten der Pflanzen überviele Generationen hinweg unterstreichen eindrucksvoll, dass ein vitalesMiteinander im Einklang der Natur durchaus sinnvoll und nötig ist. Naturgesetzeals kategorischen Imperativ anzuerkennen, würde auch den Menschen nicht nurvieles erleichtern, sondern auch ihr Überleben sichern. Warum also Pflanzen nicht als „botanische Brandmelder“anerkennen und schauen, ob Veränderungen und Reaktionen bei Pflanzen noch vorder Entstehung von Waldbränden und Feuersbrünsten zu erkennen sind. DieZellstrukturen bei Pflanzen sind breitgefächert aufgebaut, sie beinhaltenSignalmoleküle, bestehen aus verschiedenen Proteinen und Zuckermolekülen, ausaufgelösten Gasen und Radikalen (wie Phosphor u.ä.) sowie Atomen. AllesamtBausteine, die jegliche Temperaturänderung, Bodenzusammensetzung, Schwingungen,Mineralien- und Inhaltsstoffe bis hin zum Säuregehalt des Bodens registrierenund postwendend die gesammelten Informationen verarbeiten, indem Pflanzen ihreForm, ihr Verhalten, ihre Farbe usw. ändern. Offensichtlich ein Indiz, dass die Zellen in Pflanzen ein kollektives„Bewußtsein“ haben, sämtliche Informationen werden dezentral weitergeleitet undverarbeitet. Und zwar nicht nur intern, sondern auch nach außen. Wie gesagt,sie kommunizieren. In Form von verschiedenen optischen und chemischen Signalen– Akazien produzieren Pheromone, um ihre „Ruhe“ zu haben – geben sie ihreInformationen an andere Pflanzen oder auch Tiere weiter. Deshalb vermute ich, dass Pflanzen die Entstehung vonBränden und Feuersbrünste durchaus „riechen“ können und sehr wohl auch entsprechendeGegenmaßnahmen einleiten können – nur: wir sehen das nicht! Oder sie „hören“nahende Gefahren wie Hitze oder Trockenheit. Forscher haben nämlich beiEichenwurzeln ein „Knacken“ in der Trockenperiode festgestellt. Da Hitze undTrockenheit sowie Dürren Waldbrände und Feuersbrünste begünstigen, macht esSinn, diese Form der Sensorik näher zu betrachten und bei „landgestalterischen“Maßnahmen zu berücksichtigen; in Begleitung der Forschung, auch diese Schereklafft zu weit auseinander. Nicht wenige Pflanzenforscher und Ökologen sind der Meinung,dass es keineswegs darum geht, ob Pflanzen intelligent genug sind, mit denändernden Umweltparametern zurecht zu kommen. Im Gegenteil, gerade diePflanzenwelt hat bis heute viele Millionen Jahre unter Beweis gestellt, dasssie es durchaus können. Die Frage ist eher, ob wir Menschen in der Lage sind,die Pflanzen zu verstehen oder für mich konkreter die Frage, ob wir Menschengenerell irgendwann einmal in der Lage sein werden, die Pflanzen zu verstehenoder ist allgemein bekannt, warum die Brennnessel brennt? Oder woher wissen dieBlumen, wann sie blühen sollen? Damit meine ich, dass Pflanzen durchaus „kommunizieren“, siehaben auf ihre Art Sinnesorgane, die sie offensichtlich effizienter undzielorientierter zum Überleben, zur Fortpflanzung, zur Regeneration einsetzen.Sie tauschen sich untereinander aus, die Nachrichtenübertragung innerhalb derPflanzen, von den Wurzelspitzen bis hin zu den Blättern oder Blütenspitzenfunktioniert – so stelle ich mir ein funktionierendes kollektives Bewußtseinvor. Auch der Austausch zur Umwelt läuft, Pflanzen nehmen durchaus wahr, was umsie herum passiert und reagieren entsprechend darauf. Bei Pflanzen handelt es sich keineswegs um einfache passiveOrganismen, sondern um dezentralisierte äußerst logische aktive Systeme oderDemokratien, die nicht nur sämtliche Umwelteinflüsse aufnehmen und verarbeitenkönnen. Sie „erinnern“ sich auch. Aus diesem Grund „wissen“ Pflanzen auch, wannsie zu blühen haben, daher vermehren sie sich auch erfolgreich. Über vieleJahre hinweg haben sie sich Faktoren wie Licht, Kälte, Temperaturunterschiedeu.ä. eingeprägt und daraus die Lernerfahrungen zur Fortpflanzung für sichadaptiert. Pflanzen wissen vielmehr als wir Menschen gemeinhin denkenund wir sollten auf die Pflanzen „hören“. Die zukünftigen Herausforderungen,vor allem die Umwelt-Aufgaben, denen wir uns zu stellen haben, können wir nurmeistern, wenn wir die Lösungsvorschläge der Pflanzenwelt annehmen. Mithilfeder Pflanzen können wir Waldbrände und Feuersbrünste vermeiden oder zumindesteindämmen, Erosionen vorbeugen, Dürren und Trockenheiten kompensieren,Überhitzungen abbauen u.v.m. Ich denke, sie hat definitiv eine Überlebensstrategieentwickelt, die zumindest mich fasziniert und angesichts einer Lebenserwartungvon über 1000 Jahren kann man wohl nicht von einem Scheitern sprechen. ImGegenteil: es sind vermutlich die dezentral aufgebauten, modular vernetztenStrukturen als ganzheitliche anarchistische (oder kommunistische) System, dieden Pflanzen das Überleben sichert und die Vermehrung gewährleistet, sogar beiHitze, Dürre und Feuer. Die Feuerbeständigkeit vieler Pflanzen gibt nach wie vorRätsel auf. Es gibt Pflanzen, die Feuer lieben, Pflanzen, die Feuer ertragenund letztlich auch Pflanzen, die Feuer zur Fortpflanzung einfach brauchen. Eslohnt sich also, die Geheimnisse der Pflanzen zu entschlüsseln, um unserÖkosystem zu bewahren und botanische Methoden zu kreieren, um Naturkatastrophenwie Waldbrände zu vermeiden. Noch einfacher wäre es natürlich, Waldbrände erstgar nicht zu verursachen. Wie immer: Respekt, Demut und Dankbarkeit der Natur, derPflanzenwelt gegenüber, wären für mich schon ein besonderer Klima- undNaturschutz. Nicht jammern, tun!!! Unten seht Ihr ein Foto zu einem Waldgebiet in der Nähe vonWien, allerdings habe ich ähnliche Bilder auch in Norddeutschland, in anderenRegionen Österreichs, sogar in Skandinavien, Norditalien, Frankreich und Polensehen müssen - wir müssen handeln, alle!(Anmerkungen wie immer direkt via Email gartenarchitekt44@gmail.com oder hier, danke)

Kommentare: 0