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Midway

Text: Gidrun Kaspareit

19.12.2014

By Chris Jordan (via U.S. Fish and Wildlife Service Headquarters) / CC BY 2.0 [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons
By Chris Jordan (via U.S. Fish and Wildlife Service Headquarters) / CC BY 2.0 [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Diese Inseln liegen im nördlichen Pazifik und gehört zu den USA. Sie sind eigentlich ein Atoll und dienen Tausenden von Seevögeln als Brutgebiet. Allerdings haben sie in der letzten Zeit traurige Berühmtheit erlangt durch den Dokumentarfilm von Chris Jordan „Journey to Midway“ Die Inseln liegen im Großen Müllstrudel, „Graet Pacific Garbage Patch“, der die Größe von Mitteleuropa hat.

Deshalb sind die Inseln von Plastikmüll übersäht, mit tödlichen Folgen für die Seevögel.

Die Eltern füttern ihre Jungen statt mit Fisch, mit Plastikteilchen, bis diese langsam verhungert sind.

Die Albatrosse fischen aus dem Meeresmüll, was sie für essbar halten und füttern ihre Küken damit,

bis diese Küken verhungert, vergiftet oder erstickt sind. Chris Jordan hat diese Tragödie filmisch und fotografisch dokumentiert. Dieser Film bricht einem das Herz und zeigt anschaulich was unser ungehemmtes Konsumverhalten anrichtet. Es gibt 5 solcher Strudel in den Meeren und in allen sammelt sich unser Zivilisationsmüll (wobei mir Zivilisation in diesem Fall nicht als richtiger Ausdruck erscheint)

Es bricht mir das Herz! was tun wir unseren Mitgeschöpfen nur an!

„Oceanic gyres“ von NOAA - here, img. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oceanic_gyres.png#/media/File:Oceanic_gyres.png
„Oceanic gyres“ von NOAA - here, img. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oceanic_gyres.png#/media/File:Oceanic_gyres.png

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Kommentare: 3
  • #1

    christine (Donnerstag, 07 Februar 2013 15:11)

    ... mir auch!

  • #2

    Erika Bulow-Osborne (Freitag, 02 Januar 2015 10:24)

    Im Englischen gibt es eine Ballade von S.T. Coleridge, in ihrer Laenge und dem Ausmass ihrer Wirkung auf Literatur, Schillers 'Glocke' vergleichbar ueber den Albatros. Gustave Dore hielt es in sehr guter Illustration fest , die Ballade wurde 1798 veroeffentlicht. In Somerset steht eine Skulptur des alten Seemannes mit dem erschossenen Albatros.
    Das Schiff war in die Antarktis getrieben, ein Albatros , der auf dem Schiff landete, wurde von der Mannschaft als goettliche Sendung verehrt, der sie aus Gefahr in ruhigere Stroemung brachte.
    Der alte Seemann erlegte den Albatros mit seiner Armbrust, die Mannschaft legte ihm den toten Albatros zur Strafe um die Schultern. Ein Fluch lag ueber dem Schiff. Die Mannschaft starb bis auf den alten Seemann mit dem toten Albatros.

    Der einsame,den Elementen ausgelieferte Seemann erkannte langsam die Schoenheit der Meerestiere und mit seiner Laeuterung,fiel der Albatros von seinen Schultern. Die Mannschaft erwacht zu neuem Leben. Sie brachten das Schiff bis kurz vor den Heimathafen. Dort versank das Schiff bis auf den alten Seemann, der gerettet wurde.Seine Suende war ihm vergeben und von da an sprach er von der Schoenheit der Meerestiere und besonders des maechtigen Albatros.

  • #3

    Eva Schmelzer (Freitag, 02 Januar 2015 16:42)

    Erika hat mit ihrer Geschichte den Beitrag Gudruns noch trauriger gemacht…
    Es sind die vielen „kleinen“ Schicksale, die „kleinen“ Katastrophen, die zu nichtig erscheinen, in den Schlagzeilen erwähnt zu werden, die sich aber allmählich zu einer einzigen großen Tragödie aufblähen. Meine ganz große Bitte – nein, meine Forderung – an alle Menschen: Stellt endlich die Verantwortung für den Planeten und die Mitlebewesen vor Bequemlichkeit und Kommerz. Lehrt es schon die Kinder in den Kindergärten und später in der Schule. Das muss ein Grundwissen werden, so wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Es darf nicht mehr nur einige wenige Kämpfer geben, es muss zur Selbstverständlichkeit für alle werden.
    Dass die Sonne beginnt, die Erde zu „Fressen“, also unseren blauen Planeten in einen roten zu verwandeln, wird nach heutigen Berechnungen in etwa eineinhalb Milliarden Jahren anfangen. Geht die verantwortungslose Zerstörung und Ausbeutung durch Menschen in dem Tempo weiter wie seit den letzten 100 Jahren, wird die Erde bis dahin schon lange kein blauer Planet mehr sein, sondern als eine stinkende Kloake durchs All taumeln. Dann wird die Sonne zur gnädigen Müllverbrennungsanlage werden.