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Überfischung und Beifang

Fischerei
RainerStur_pixelio.de

Leider fällt beim Fischfang auch jede Menge Вeifang an, unabsichtlich mitgefangene Meerestiere, die tot oder sterbend wieder über Bord geworfen werden.
Je nach Fangmethode macht der Beifang 80% -90% aus. Bei der Schleppnetztfischerei können es sogar 98% sein.
Nur 20%- 2% Prozent der gefangenen Fische landen auch tatsächlich auf unserem Teller, der Rest wird WEGGEWORFEN!!!
Selbst die Bildzeitung titelt:
„Vergiftet, zugemüllt, überfischt! Forscher warnen vor einem großtem Artensterben in den Meeren. Am schlimmsten trifft es die Kinder, die Generation danach.“

Einer Studie zufolge sterben weltweit jedes Jahr etwa 3,3 Millionen Haie, 1 Million Schwertfische, 60 000 Meeresschildkröten, 75000 Albatrosse und 20000 Delfine.

Langleinenfischerei, das klingt so harmlos wie angeln, bedeutet aber 1,4 MILLIARDEN Haken pro Jahr und an jedem Haken hängt zudem ein Köderfisch!

Schleppnetztfischerei ist wie Brandrodung unter Wasser. Ein Schleppnetz hat die Ausmaße von 4 Fußballfeldern, der Beifang kann bis zu 98% betragen.

Um die Meere zu entlasten, gibt es Aquakulturen. 47% des Fisches beziehen wir aus Aquakulturen, aber - um 1 Kilo Lachs zu "erzeugen" muss man 5 Kilo Futterfisch verwenden.
Um die Meere wirklich zu entlasten, hilft nur eines, den Fischgenuß drastisch einschränken! Ganz davon abgesehen ist Fisch auch nicht mehr gesund, denn dort reichern sich alle Giftstoffe, die wir im Meer entsorgen, an; wie Quecksilber, Blei, Cadmium, Dioxin, PCBs u.s.w.

(Gudrun Kaspareit)

Quelle: Bildzeitung
             FIZ (Fisch-Informations-Zentrum)
              Wikipedia
               Vimeo.com, by Lilly Green

Geisternetze

Immer mehr tödliche Fallen in der Tiefsee: In gekappten oder in Stürmen verloren gegangenen Geisternetzen verenden unzählige Meerestiere und Seevögel. Zudem richten die Fangnetze verheerende ökologische Schaden an und gefährden die Schifffahrt.
Im Wasser treibende oder auf den Grund sinkende Geisternetze machen mit 640.000 Tonnen ein Zehntel des gesamten Mülls in den Weltmeeren aus. So steht es zumindest in einem Bericht der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO und des UN- Umweltprogramms UNEP.
Die Netze sind aus robustem Nylonmaterial, sie verrotten nicht. Herrenlose Netze fangen immer mehr Fische und  andere Meerestiere. Werden sie zu schwer, sinken sie auf den Meeresgrund. Wenn sich dort all die toten Tiere zersetzt haben, steigen die Netze mit der Strömung wieder auf und fangen erneut Fische. So fischen die Geisternetze weiter -  bis in alle Ewigkeit.

Mindestens ebenso gefährlich wie herrenlose Fischernetze ist der Plastikabfall am Meeresgrund. Dort angelangt, bildet er vielerorts dicke Schichten und schränkt den Stoffaustausch zwischen dem Wasser und den Organismen im Sediment ein. Oder er erstickt gleich alles Leben unter einem dichten Leichentuch.
Untersuchungen bei 600 toten Eissturmvögeln im Nordseeraum ergaben, dass diese bis zu 44 Plastikteilchen im Magen hatten. Sie hatten die Stücke mit Fischabfall von den Trawlern verwechselt, deren Kielwasser sie folgten. Den traurigen Rekord hielt ein Vogel aus Belgien, in dessen Magen man 1600 Plastikteile gefunden hat.

(Gudrun Kaspareit)

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