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Niederwerrn soll grüner werden

Titelbild ist ein Feldahorn aus dem "Biotop Niederwerrn" mit über 4m Umfang zu sehen, der als Naturdenkmal ausgewiesen wurde. Er steht auf dieser Seite sinnbildlich für das letzte Bisschen Natur dieser Gemeinde und deren bisher viel zu schlechte Umweltpolitik.

alter Feldahorn
(Mirko Wölfling)

Niederwerrn hat keine Baumschutzverordnung. Niederwerrn hat fast kein Grün mehr. Niederwerrn verliert an Lebensqualität. Niederwerrn muss grüner werden!

Gerade in diesem Augenblick fallen einige der lertzten großen Bäume in Niederwerrn. Das war noch ein bisschen Lärmschutz zur B19 hin. Jetzt bleibt nur noch der Grünstreifen übrig den ich vor ein paar Jahren habe unter Schutz stellen lassen. Ich denke das ist Anlass genug dafür Sorge zu tragen, dass unser Dorf mal wieder etwas grüner und lebenswerter wird! Wir haben nur 3 winzige Flecken Grün: Der Werrnpark mit Biotop, die Werrn als Biotopverbund und der Bereich Könige. Die "Kiebitz" und das "Niederwerrner Wäldla" sind so klein, dass sie schon fast nicht mehr gesehen werden können. Naherholung Fehlanzeige!!! Was hinterlassen wir da nur unseren Kindern? Ein Dorf in dem keiner mehr leben will...?!?!? Wir brauchen einen neuen Bürgermeister der sich für mehr Grün in der Gemeinde einsetzt!!!

 

Dies ist die offizielle Website von Niederwerrn:

 

http://www.niederwerrn.de/Gruen-_und_Parkanlagen.html

 

Das ist das Lächerlichste was ich dazu jemals gelesen habe!!! Zudem finde ich es dreist von der Gemeinde hier das "Biotop" (ehem. Brauereisee) abzubilden, denn das ist MEIN Verdienst, dass dieses Stück Natur noch steht!!! Sonst hätten wir dort jetzt einen Wohnmobilstellplatz. Liebe Gemeinde, wenn ihr es schon nicht fertig bringt hier meinen Namen zu nennen, dann kümmert euch wenigstens in Zukunft darum, dass es besser wird und nicht solche traurigen Dinge im Internet zu lesen sind! Ihr könnt mehr in Sachen Naturschutz - ihr müsst es nur wollen!!!

(Mirko Wölfling)

Zehn Jahre zuvor

Niederwerrn, ein Ort im Landkreis Schweinfurt, besitzt nur noch wenig Grün. Unter anderem das Gebiet um den Brauereisee. Die Gemeinde erwirbt den Grund, um einen Caravanstellplatz dort zu errichten. Ein brach liegendes Stück Natur und mag es noch so reizvoll sein, bringt kein Geld in die Kassen. Doch Mirko Wölfling nimmt den Kampf auf. Die Gemeinde hatte das verwilderte Stück Land als Baugrund gekauft, um dort einen Wohnmobilstellplatz zu errichten. Mirko Wölfling wollte dies verhindern und das letzte bischen Natur von Niederwerrn schützen. Er stritt mit der Gemeinde einen langen, zähen, bürokratischen Kampf. Er organisierte Podiumsdiskussionen und startete Petitionen, mit sehr viel Rückenwind von Bürgern und Presse. Er katalogisierte die komplette Flora und Fauna des Biotops und reichte die Artenliste bei der unteren Naturschutzbehörde in Schweinfurt ein. Nach einer Begehung, seitens der Behörde, wurde das Areal als schützenswert eingestuft. Ein Teil musste unberührt bleiben, der andere durfte naturschonend genutzt werden. Auf dem Teil, der genutzt werden durfte, hat die Gemeinde alles eingeebnet und abgeholzt, um einen neuen Park anzulegen. Immerhin konnte Mirko Wölfling einen alten Feldahorn (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_regional_bedeutsamer_B%C3%A4ume_in_Unterfranken#Ahorn) als Naturdenkmal einstufen lassen und somit vor der Abholzung bewahren.

Inzwischen habe ich erfahren, dass die Bäume die zur B19 hin gefällt wurden, auf Privatgrund standen. Die Bäume wurden gefällt weil es sich um Hybridpappeln handelte. Sie sollen gegen eine Streuobstwiese ausgetauscht werden. Immerhin! Leider wusste das niemand. Diese überaus schlecht Informationspolitik wäre nicht vorgekommen wenn es in Niederwerrn eine Baumschutzverordnung gäbe.
Daher werden die Stimmen nach einem Naturschutzverein speziell für NDW laut, weshalb das nun auch beantragt und umgesetzt werden wird.

(Gudrun Kaspareit)

(c) Mirko Wölfling
(c) Mirko Wölfling

Daumen hoch für diese wunderschöne Blühwiese am Werrnpark in Niederwerrn  Ein gelungenes Projekt zur Förderung der Biodiversität in unserer Gemeinde. Auch ein großer Schritt für die Umweltpolitik - großes Lob!!! Bitte mehr davon

Kommentare: 1
  • #1

    Eva Schmelzer (Freitag, 02 Mai 2014 18:07)

    Erstmal ein dickes Danke an Mirko und ein „gefällt mir“ für seine fb-Seite. Die offizielle Seite von Niederwerrn ist wirklich eine lächerliche Farce! Wie kleine Kinder versuchen sie, ihre fatale Umweltpolitik in ein positives Licht zu stellen. Das ist mehr als dreist, wenn man über die katastrophalen Zustände informiert ist.
    Ich wünsche Mirko, dass er viele weitere Menschen und direkt Verantwortliche wachrütteln kann, die sich gemeinsam zur Wehr setzen, obwohl es traurig ist, wie viel schon vernichtet wurde.