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Was ist denn das?

Text und Fotos: Jürgen Engelmann

29.12.2018

Wetterstern
(c) Jürgen Engelmann

Was ist denn das ?

 

Als sei ein Wesen von einem anderen Stern niedergegangen, so liegt dieses sternförmige Gebilde auf dem Waldboden.

Mal ehrlich, wären Sie darauf gekommen, dass es sich hier um einen einheimischen Pilz handelt ? Sicher nicht. Doch es ist wirklich ein, wenn auch selten vorkommender Pilz.

Nomen est omen. Es ist der Wetterstern. Durchmesser etwa 6 cm.

Er besteht aus sternförmigen Tentakeln auf denen eine mit Sporen gefüllte Kugel sitzt.

In dieser dünnwandigen Kugel ist oben eine winzige Öffnung.

So, wie er hier zu sehen ist, zeigt sich der Pilz bei feuchtem, regnerischem Wetter.

Warum? Fällt ein Regentropfen auf die Kugel, dann setzt diese, durch den Druck des Tropfens, eine Sporen-Wolke frei. Das ist seine Art, sich zu vermehren.

Zieht der Regen ab, wird es wieder trocken, dann zieht der Pilz die weichen, spitzen Tentakel über der Kugel zusammen. Diese werden durch die Trockenheit fest und damit stabil.

So schützt sich dieser Pilz vor Verletzung, gar Zerstörung durch Tiere oder herabfallende  Zweige. Schlägt das Wetter um und wird wieder feucht und regnerisch, dann wird der Wetterstern wieder geschmeidig, klappt seinen Schutz wieder herunter und wartet nun darauf, wieder von Regentropfen getroffen zu werden, um seine Sporen erneut zu verbreiten.

In früheren Zeiten haben die Menschen am Zustand dieses Pilzes erkennen können, in welche Richtung sich das Wetter verändert.

Daher und auch wegen seiner Form trägt er den Namen Wetterstern.

Wettersterne
(c) Jürgen Engelmann
Kommentare: 2
  • #2

    Erika (Dienstag, 25 Juni 2019 08:17)

    Lieber Juergen, welch ein interessanter Bericht ueber den Wetterstern. Ich war fasziniert. Er dient weiterhin medizinischer Forschung, besonders in seiner Eigenschaft, Tumorzellen bei weiterer Ausbreitung zu unterbinden. Moege er ein Hilfe, oder gar den Stillstand solcher Tumore bedeuten.
    Der Wetterstern,oder der falsche Erdstern Astraeus hygrometricus ist in vielen Laendern vertreten, diese Art aber nur in Europa zu finden Er wurde 1801 von Christiaan Hendrik Persoon zum erstenmal beschrieben unter dem Namen Geastrum hygrometicus. Indische Feinschmecker in Nepal und Bengal bieten ihn auf Maerkten an. Er waechst auf sandigem Boden und steht in engem Austausch mit bestimmten Baeumen. Der Baum erhaelt Phosphor und der Wetterstern Carbohydrate durch Photosynthese. Der Schlitz in der Sporenkugel ist unregelmaessig,ein einziger Wassertropfen oeffnet ihn und entlaesst einen Sporenschauer. Bei beginnender Trockenheit beschuetzen die Tentakeln ihn. .Er gab den Menschen ihre Wettervorhersage. Moege sein 'Segen,' vielen betroffenen Menschen helfen.

  • #1

    Eva Schmelzer (Mittwoch, 19 Juni 2019 14:28)

    Wie voll ist doch die Erde von Wundern, von denen selbst viele Naturliebhaber nichts wissen! Und wie fein gesponnen hat die Natur die Fähigkeiten und Bedingungen für jedes einzelne Wesen, dass es entstehen und leben kann.