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Nachhaltigkeit

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Tropical Freaks

Die Trollfabriken

Text: Gudrun Kaspareit

02.03.2020

 

Trolle in Internetforen kennt jeder. Sie haben Spaß daran Unruhe und Streit zu stiften, zu spalten und Zwietracht zu sähen. Soweit, so schlecht. Doch schon seit einigen Jahren gibt es Profi Trolle. Zum Beispiel in St. Petersburg. Sie arbeiten in großen Bürokomplexen und werden dafür bezahlt. Sie sind bekannt als die "Kreml-Trolle", arbeiten zwölf Stunden am Tag und fluten die Kommentarspalten des Internets mit russischer Propaganda. Die Troll Kampagnen zielen auf Serbien, welches gerne der EU beitreten möchte, auf Deutschland, Amerika und andere westliche Mächte. Russlands Plan ist es, die westlichen Länder zu destabilisieren und Wahlen zu beeinflussen.

 

Eine Insiderin packte aus:

 

Ludmila Sawtschuk ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Sie war eine der "Kreml-Trolle". Die 34 Jahre alte Journalistin sagt heute, sie habe schon ein ungutes Gefühl von Überwachung à la George Orwell gehabt, als sie den Job antrat. Damals unterschätzte sie die Intensität und den Umfang der Arbeit. "Ich wusste, ich tue etwas Schlechtes. Aber ich habe natürlich nie damit gerechnet, dass es so schrecklich und so riesig werden würde", sagt sie bei einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP in ihrer Wohnung. Sie beschreibt, wie die Trolle mit ihren Accounts in den sozialen Netzwerken unter unterschiedlichen Pseudonymen agieren. Blogeinträge produzieren, das Netz mit manipulierten Bildern und Pro-Putin-Kommentaren übersähen und Gefühle verschiedenster Art provozieren.

 

Als Russland die Krim besetzte und es die ersten Sanktionen der westlichen Welt gab, expandierten die Troll Fabriken. Mittlerweile sind vermehrt englischsprachige Trolle eingestellt worden, sagt Journalistin Sawtschuk. Dies sei Teil der Bemühungen, die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten zu beeinflussen. Auch in Serbien werden Trolle rekrutiert, meist aus den kleinen rechtsgerichteten Parteien, um die Bemühungen, der EU beizutreten zu unterminieren.

 

Die serbische Bevölkerung bezieht ihre Informationen über Russland meist aus prorussischen Medien und die Trolle sind ganz auf Kreml-Linie. Das Ergebnis: Die weitverbreitete Meinung in Serbien, dass die ukrainische Führung in Kiew aus Neonazis besteht und Putin die Krim zu Recht annektiert hat.

 

Sogenannte Bots übernehmen in einem weiteren Schritt das massenhafte „liken“ der „richtigen“ Begriffe, damit sie in den Algorithmen der Suchmaschinen höher steigen sowie in den Social Mediea Plattformen höchste Aufmerksamkeit bekommen. In Estland wurden während des Jahres 2017 neunmal mehr Tweets in russischer Sprache von Robotern abgesetzt als von Menschen, wenn es um die NATO ging.

 

Also bitte Ihr Lieben, seid kritisch, glaubt nicht jeden Blödsinn, fallt nicht auf Verschwörungstheorien herein und benutzt Euren gesunden Menschenverstand.

 

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