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Unsere Brüder und Schwestern, die Primaten...

Die Ureinwohner Nordamerikas haben von jeher geglaubt, dass die Erde ein einziger lebender Organismus ist und alle Lebewesen darauf zusammen gehören, wie die Finger an einer Hand. Ihr Credo lautet – wir sind aller verwandt!Heute kann die Wissenschaft dies bestätigen. Selbst mit dem Fadenwurm verbinden uns 50% der Gene. Mit den Säugetieren teilen wir 80% aller Gene und mit den Primaten sogar mehr als 98% Sie sind wahrlich unsere Geschwister. Dennoch behandeln wir sie nicht so, im Gegenteil, alle Primaten stehen vor der Ausrottung.

 

Der Orang Utan

Orang Utan
Jens Bredehorn/pixelio.de

Der Orang Utan - Waldmensch

lebt in Asien und zwar auf den Inseln Borneo und Sumatra. Orang Utan heißt in der Landessprache Waldmensch. Nicht ohne Grund, der rote Zottelaffe ist sehr klug und sehr sanftmütig. Die Kinder bleiben in der Regel 6 Jahre bei ihren Müttern, so lange dauert es, bis sie alles gelernt haben, was sie zum Überleben im Dschungel brauchen. 2 Jahre lang werden sie von der Mutter getragen, 4 Jahre lang gestillt. Will man ein Jungtier erbeuten, muss man die Mutter erschießen. Orang Utan Babys sind als Haustiere, obwohl das verboten ist, sehr beliebt.

 

Aber der Hauptfeind der Orang Utans sind die Palmölplantagen.

Malaysia und Indonesien sind die Hauptproduzenten von Palmöl. Immer mehr Urwald muss für Palmölplantagen weichen. Und fast immer werden neue Plantagen durch Brandrodung erschlossen. Die Orang Utans verlieren ihren Lebensraum. Und sie werden als "Ungeziefer" bezeichnet, geschlagen und getötet. Außerdem können sie sich dort, wo sie mit Menschen in Kontakt kommen,  wegen der nahen Verwandtschaft, mit deren Krankheiten anstecken, wie Hepatitis, Cholera, Tuberkulose oder Malaria.


Palmöl und Zellulose
Wilmar liefert den E10 Biosprit für Europa SINAR MAS ist das größte Firmenkonglomerath in Indonesien und der weltweit 4.größte Papier und Zellstofffabrikant. Eine Tochterfirma, Asia Pulp and Paper Company, mit Sitz in Singapur bezieht 70% der benötigten Bäume aus Regenwaldrodung. Eine weitere Tochter, Smart, ist der größte Palmölhersteller für Speiseöl, Margarine und Backfette. Der Sinar Mas Group wird vorgeworfen, dass sie das Wohlwollen der Entscheidungsträger durch großzügige Spenden beeinflußt., um unbehelligt den Regenwald in Indonesien zerstören zu können. Außerdem ist die Anlage von Palmölplantagen auf der Insel Sumatra teilweise illegal. Sinar Mas hatte den örtlichen Bauern versprochen, für die Eigenvermarktung 6 Hektar Wald zu roden. Inzwischen hat Sinar Mas 600 Hektar gerodet und die Bauern müssen, da sie keine eigene Ölmühle besitzen, ihre Ernte zu Billigpreisen an Sinar Mas verschleudern.   WILMAR ist der weltgrößte Palmölkonzern und holzt auf Sumatra Regenwald für Palmöl ab. Das Volk der Suku Anak Daram, welches auf dem Gebiet lebt und sich nicht vertreiben lassen wollte, wurde jetzt gewaltsam von paramilitärischen Kräften des Konzerns mit Bulldozern und Waffengewalt vertrieben.   („Avatar – Aufbruch nach Pandora“ in echt) Bei Wilmar sind Brandrodung und die Vertreibung indigener Völker an der Tagesordnung. Wilmar beliefert Firmen wie Unilever, Nestlé und Cargill. Wilmar liefert den E10 Biosprit für Europa.    

Wen wundert es da, dass Ureinwohner und Urwaldaffen auf der Strecke bleiben.  

(Gudrun Kaspareit) 

Orang Utan
Enrico Buchs/pixelio.de

Leonhard Graf Rothkirch-Trach, Vorsitzender BOS Deutschland appelliert an Verantwortung gegenüber unseren nächsten Verwandten: „Auch mich hat der Blick der Orang-Utans - übersetzt Menschen des Waldes - im Herzen getroffen. Ich habe in ihren Augen Trauer und die Frage gesehen, warum tun Menschen, unsere nächsten Verwandten, uns so etwas an? Und ich habe die Bitte in diesen Augen gesehen, gebt uns unsere Freiheit zurück, rettet den Regenwald und helft uns, damit wir wieder unser Leben als Orang-Utans, Menschen des Waldes leben können. Primates helping primates. Diese Bitte gebe ich an Sie weiter!“

(Leonhard Graf Rothkirch-Trach, Vorsitzender BOS)

 

Die BOS Foundation in Indonesien - BOS Deutschland e.V.

BOS Deutschland
BOS Deutschland

Was macht BOS?
Borneo Orangutan Survival – der Name ist Programm: Das Überleben der Orang-Utans auf Borneo. Orang-Utans sind jene großen, rothaarigen Menschenaffen, die heute nur noch auf den Inseln Sumatra und Borneo vorkommen und vom Aus-sterben bedroht sind.
BOS rettet Orang-Utans aus Palmöl-Plantagen, wo sie ansonsten entweder verhungern oder als Ungeziefer betrachtet und getötet werden. Eine einzige dieser Plantagen kann sich über tausend Quadratkilometer und mehr erstrecken. An ihrer Stelle war früher unberührter Regenwald - nunmehr zerstörter Lebensraum nicht nur der Orang-Utans. Holzraubbau in großem Stil geht der Anlage der Plantagen meist voraus.
BOS befreit Orang-Utans aus illegaler und qualvoller Gefangenschaft. Die Babies erschossener oder erschlagener Orang-Utan-Mütter werden oft als lebende Spielzeuge verkauft oder landen in kommerziellen Tiershows und Bordellen. Leider wahr: Orang-Utan-Weibchen werden mitunter auch als Sexualobjekte missbraucht.

BOS beherbergt zurzeit insgesamt ca. 850 Orang-Utans in zwei großen Stationen im indonesischen Teil Borneos (Kalimantan). Dort werden sie medizinisch versorgt und je nach Alter und Vorgeschichte auf ihre Auswilderung vorbereitet. Die kleinen Waisen durchlaufen ein mehrjähriges Trainingsprogramm, das sie fit für die Wildnis machen soll.
BOS schützt Regenwald. Durch Pacht vom Staat und durch anderweitige Abkommen mit Privaten sichert BOS ausgedehnte Waldgebiete für die Auswilderung von Orang-Utans.
BOS beteiligt sich damit aktiv am tropischen Arten- und globalen Klimaschutz.
Verwaiste oder aus Gefangenschaft befreite Orang-Utans für ein Leben in der Freiheit zu rehabilitieren, dafür geeignete Waldgebiete zu sichern und die Menschenaffen auszuwildern: Dies sind die Schwerpunkte der BOS-Aktivitäten.

BOS Deutschland
BOS Deutschland

Wer ist BOS?
Da ist zunächst die BOS Foundation, eine nichtstaatliche indonesische Stiftung. Sie ist 1991 aus kleinen Anfängen entstanden und betreibt heute die Stationen zur Rettung und Auswilderung von Orang-Utans sowie die Waldschutzprojekte. Finanziert werden diese Aktivitäten zum größten Teil von Unterstützerorganisationen aus verschiedenen europäischen Ländern sowie Australien, Japan und den USA.
BOS Deutschland e.V. ist eine dieser Organisationen. Gegründet 2001 hat sich BOS Deutschland von einer kleinen Initiative zu einem der wichtigsten Unterstützer der Projekte in Indonesien entwickelt. BOS Deutschland ist ein eingetragener und anerkannt gemeinnütziger Verein und wie alle anderen BOS-Partner rechtlich und organisatorisch unabhängig.
BOS Deutschland finanziert sich nahezu ausschließlich aus Spenden (u.a. aus Patenschaftsprogrammen für junge Orang-Utans) und Mitgliedsbeiträgen.

Die Auswilderungen
BOS wildert Orang-Utans unter der Voraussetzung aus, dass geeignete Waldgebiete verfügbar sind. Geeignet heißt, die Gebiete müssen groß genug sein sowie genügend Nahrung für die Menschenaffen bieten. Zudem dürfen sie nicht schon von größeren Orang-Utan-Populationen bewohnt sein und müssen auf absehbare Zeit als unberührter Wald erhalten bleiben. Außerdem muss die lokale Bevölkerung mit einbezogen werden und das Projekt bejahen.

 

(Andreas Mayer)

 

BOS Deutschland
BOS Deutschland

Freiheit schenken

Orang Utan Patenschaft:

Geben Sie den Orang Utans eine Zukunft

http://www.bos-deutschland.de/boshelfen/patenschaft.php

Die erste Generation

Lomon, Kesi, Grendon und Dodo waren die ersten Orang-Utans in unserem Patenschaftsprogramm, an deren Erlebnissen, Erfolgen, kleinen Rückschlägen und Hoffnungen sie als Pate und Mitglied bei BOS teilhaben konnten. Nun haben Lomon, Kesi und Grendon die ersten Stufen des Rehabilitationsprogramms durchlaufen und rücken in die letzte Stufe vor: Sie bereiten sich auf den Auswilderungsprozess vor, haben weniger Kontakt mit Menschen, um schließlich wieder als freie, wilde, aber geschützte Orang-Utans in Wäldern zu leben, die die BOS Foundation heute für genau den Zweck pachtet und schützt.

Weiterlesen hier:

 

Orang Utan
BOS Foundation

So sieht es aus, wenn die Palmöl Mafia gewütet hat.

Für Cargill`s Palmöl brennt der Regenwald

Der Konzern Cargill verkauft Palmöl aus der Regenwald-Vernichtung auf Sumatra, wo die letzten Orang-Utans leben.

Damit beteiligt sich der multinationale Konzern an der Zerstörung des womöglich wichtigsten Regenwald-Gebiets der Erde. Nur hier leben die gefährdeten Menschenaffen zusammen mit seltenen Tigern, Elefanten und Nashörnern. Aufgrund von Profitgier könnten sie bald alle den Flammen zum Opfer fallen. Denn für Palmöl wird ihr letzter Lebensraum gerodet.

Etwa 100 Orang-Utans sind bereits elendig im Feuer umgekommen, das berichten Umweltschützer vor Ort. Bis Ende 2012 könnten sie sogar ganz aussterben, wenn die Rodungen fortgeführt werden. 

Der multinationale Konzern Cargill ist einer der größten Palmöl-Importeure – auch hier nach Deutschland. Er handelt geschätzte 25 Prozent des weltweiten Palmöls. An seinem Hamburger Standort Harburg betreibt Cargill Fettraffination. Aus dem Rohstoff Palmöl werden dann u.a. Margarine, Emulgatoren und Kerzen hergestellt.  

Mehr Infos: Cargill und der Rohstoff Palmöl

Bitte schreiben Sie der Geschäftsführung von Cargill und fordern Sie sie dazu auf, die Orang-Utans zu schützen statt sich an ihrer Ausrottung zu beteiligen. 

 

Orang Utan
(c) A. Mayer

Palmölfelder im Orang-Utan-Reservat

 

Brandrodungen im indonesischen Regenwald gefährden massiv den ansässigen Sumatra Orang Utan. 

Qualvolles Ende der Orang Utans

Hier gibt es eine Liste mit palmölfreien Produkten:

UMWELTBLICK

http://www.umweltblick.de/ernaehrung/produkte-ohne-palmoel

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Kommentare: 2
  • #1

    Sybille (Samstag, 24 März 2012 17:26)

    Es ist so schade, dass ihnen der Lebensraum genommen wird, leider sind wir da alle schuld, denn wer Bio Sprit tankt und oder das Palmöl, dass leider in vielen Produkten versteckt ist!

  • #2

    Wolfgang Schäfer (Mittwoch, 11 April 2012 16:47)

    Danke für den Beitrag, übrigens ist BOS auch auf FB https://www.facebook.com/pages/BOS-Deutschland-eV/114962312349 ich poste es uter deinen Gruppenbeitrag, greets von der Zugspitze