Folge mir auf Facebook

Folge mir auf Twitter

Der Tiger stirbt aus

Tiger
Frank Langhanke

Der Bali Tiger ist eine ausgestorbene Art. Ein Grund ist die exzessive Bejagung durch Einheimische, aber vornehmlich auch europäischer Siedler. Bali-Tiger wurden mit Hilfe von Ködern in Eisenfallen gelockt. Auf die so in ihrer Mobilität eingeschränkten und zur Flucht unfähigen Tiere wurde aus näherer Entfernung geschossen. Diese Art des „Jagens“ erfreute sich unter den europäischen Siedlern großer Beliebtheit und wurde als eine Art Sport betrieben. Belege für diese Jagdpraktiken finden sich in übersetzten und neu überarbeiteten Aufzeichnungen europäischer Jäger auf Bali Weiterhin führte die massive Habitatzerstörung zu Gunsten landwirtschaftlicher Nutzung und Holzgewinnung zur stetigen Dezimierung des ohnehin geringen Bestandes. Ebenso sind die Kaspische Tiger ausgestorben. Sie wurden schonungslos von großen Jagdgesellschaften und Armeeangehörigen verfolgt, die Wildschweine und Tiger mit hemmungsloser Hingabe jagten. Die ausgedehnten Röhrichte im Habitat der Tiger wurden zunehmend in Anbauflächen für Pflanzungen von Baumwolle und anderen Nutzpflanzen umgewandelt, die gut im fruchtbaren Schlamm entlang der Flüsse gediehen. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die russische Armee dafür eingesetzt, Beutegreifer wie Tiger in Waldgebieten, in der Umgebung von Siedlungen und potenziellem Agrarland zu jagen. Bis zum 1. Weltkrieg wurden jedes Jahr allein in den Wäldern um die Flüsse Amudarja und Pjandsch etwa 50 Tiger erschossen. Bis 1929 wurden hohe Boni für Tigerfelle gezahlt. Zahlreiche Wildschweine und Hirsche wurden von der wachsenden Bevölkerung entlang der Flüsse getötet, welche die Nahrungsgrundlage für die Tiger darstellten, die Gebiete zunehmend entwaldet, während die landwirtschaftliche Entwicklung weiter vorangetrieben wurde. Bis 1910 war etwa ein Fünftel der urbaren Fläche Turkestans mit Baumwolle bepflanzt, davon etwa die Hälfte im Ferganatal. Als es kaum mehr Tiger in den Tälern gab, besiedelten Bauern das Land. Die Tiger zogen sich zurück, zuerst aus den Niederungen der Flusstäler in die Sumpfgebiete um größere Flüsse herum. Zuletzt flüchteten sie in die Wälder der Berge. Den 3200 wilden Tiger in Asien droht die Ausrottung. Tigerkrallen als Glücksbringer in Malaysia, angebliche Wundermittelchen aus Tiger-Knochen in China, Felle in Indien oder Nepal. Mehr als 1000 Dollar zum Beispiel ist ein Tiger-Penis wert: Auch in Viagra-Zeiten schwören Chinesen noch immer auf die magische Kraft einer Tinktur, die aus Tiger-Tatzen und -Penissen hergestellt wird … einer Studie zufolge floriert der illegale Handel mit solchen Produkten. Von der indonesischen Insel Sumatra über das Grenzgebiet Myanmar-China bis nach Russland reiche das kriminelle Netz aus Schmugglern, Zwischenhändlern und Verkäufern. Indien stehe im internationalen Vergleich an der Spitze des illegalen Tiger-Handels. Natürlich ist Indien mit der höchsten Tiger-Population Asiens auch ein Hotspot des internationalen Handels. Wo viele Tiger sind, können schließlich auch viele gewildert werden. Für die stolze Raubkatze tickt die Uhr: Wilderer und immer weniger Platz zum Leben bedrohen die Tiger so sehr, dass die Tiere in zwölf Jahren vollständig ausgestorben sein könnten. Tiger gehörten zu den am meisten gefährdeten Arten weltweit. Zahl der wild lebenden Tiere ist in den vergangenen 100 Jahren demnach um 97 Prozent auf nur noch 3200 geschrumpft. Ohne ein massives Eingreifen drohe eine Katastrophe für die weltweite Tiger-Population. In Russland kommen im November Experten aus allen 13 Staaten, in denen es noch wild lebende Tiger gibt, zu einer internationalen Konferenz zusammen. Man möchte versuchen die Population bis 2022 zu verdoppeln. Schutzprogramm zur Rettung der letzten Tiger Der Südchinesische Tiger gilt bereits als ausgestorben. Zur Rettung der letzten freilebenden Tiger haben sich 13 Staats- und Regierungschefs in der russischen Stadt St. Petersburg auf ein millionenschweres Schutzprogramm verständigt. Die Zahl der Raubkatzen in freier Natur soll sich so in den nächsten zwölf Jahren verdoppeln. Zu den Unterzeichnern gehören alle 13 Staaten, in denen Tiger noch in Freiheit vorkommen. Unklar ist noch die Finanzierung des Programms. Von den benötigten 350 Millionen US- Dollar (255 Millionen Euro) wurden auf dem Gipfel lediglich 127 Millionen angekündigt. Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin und sein chinesischer Kollege Wen Jiabo vereinbahrten auch grenzüberschreitende Schutzzonen für die bedrohten Raubkatzen. Putin kündigte zudem härtere Strafen für Wilderer und Schmuggler an. Er versprach, dass im Fernen Osten Russlands künftig beim Bau von Siedlungen und Straßen die Rückzugsgebiete der dort lebenden etwa 450 Amur-Tiger stärker berücksichtigt würden. China gilt als ein Schlüsselland Wen Jiabao kündigte "effektive Schritte" der Führung in Peking an, nannte aber keine Details. Weltbank-Präsident Robert Zoellick sprach nach einem Treffen mit Wen von einer "konstruktiven Haltung". China gilt als ein Schlüsselland beim Tigerschutz, da die Großkatzen dort zur Herstellung fragwürdiger medizinischer Präparate begehrt sind. Bei dem Gipfel versprach Putin außerdem, Kasachstan und den Iran beim Wiederansiedeln der Tiger zu unterstützen. Härtere Strafen für Wilderer und Schmuggler - Leonardo DiCaprio spendete eine Million Dollar für Tigerrettung Moskau - Zur Rettung der letzten freilebenden Tiger haben Russland und China gemeinsame grenzüberschreitende Schutzzonen für die bedrohten Großkatzen beschlossen. Das teilte Russlands Regierungschef Wladimir Putin am Dienstag nach einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Wen Jiabao in St. Petersburg mit. In der russischen Stadt kündigte Putin zudem bei einem "Tigergipfel" härtere Strafen für Wilderer und Schmuggler an.

(Gudrun Kaspareit)

Tiger
Frank Langhanke

Hoffnung für den Sumatra Tiger

Pilotprojekt im Harapan-Regenwald soll Klima und Arten schützen
17. März 2010 - Ein zukunftsweisendes Pilotprojekt im indonesischen Regenwald macht Hoffnung für unzählige vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten, darunter der Sumatra-Tiger, der Sumatra-Elefant, der Schabrackentapir, der Agarbaum und der Höckerstorch, die seltenste Storchenart der Welt.

Kaufen Sie „wildTunes“ fürs iPhone. Der Erlös fließt in das Harapan-Projekt.

Harapan ist das erste Waldgebiet in Indonesien, das dank dieser neu geschaffenen Forstlizenz in einer völlig neuartigen Weise organisiert und von der Stiftung Yayasan KEHI verwaltet wird. Yayasan KEHI wurde von den Naturschutzverbänden Burung Indonesia, RSPB und dem NABU-Partner BirdLife International zur Verwaltung des „Harapan Rainforest“ gegründet. In vier Jahren, wenn die Förderung durch die KfW ausläuft, soll die Stiftung den langfristigen Schutz des Regenwaldes gewährleisten. Auf 40 Millionen Euro wird der Finanzbedarf dafür geschätzt.

Universitätsstudent Mohammed Nazrijanra beringt einen Kastanienflügelschnäpper.

Der Regenwald ist ein natürlicher Kohlendioxid-Speicher. Durch seinen Schutz und die Restauration des Ökosystems sollen innerhalb von 30 Jahren zwischen 10 und 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid gesichert werden. Damit ist „Harapan Rainforest“ ein wichtiger Bestandteil der indonesischen Strategie zur Reduktion von Kohlenstoffemissionen. Neben dem Schutz des Klimas geht es darum, die Wasserversorgung der Region sicherzustellen und den Lebensraum seltener Tierarten wie des Sumatra-Tigers zu schützen. Etwa 20 Tiger dieser Art, von der weltweit nur noch 100 bis 300 in freier Wildbahn leben, haben ihre Heimat im „Harapan Rainforest“. „Harapan“ ist das indonesische Wort für Hoffnung, und diese verbinden nicht nur die etwa 100 Projektmitarbeiter vor Ort mit dem artenreichen Wald, sondern Naturschützer auf der ganzen Welt: Läuft das Projekt erfolgreich, könnte es als Modell für weitere 24 Millionen Hektar Produktions-Tropenwald in Indonesien dienen, die zurzeit weder aktiv bewirtschaftet noch geschützt werden.

 

KontaktThomas TennhardtNABU-Vizepräsident und Leiter des Fachbereichs Internationales

Tel. 030-284984-1720 

DownloadNABU-Informationsblatt Harapan
 

projekt unterstützen

Bei Anfruf: Roaarrrr!!!
Der NABU und wildTunes bringen dem iPhone das Brüllen und Zwitschern bei. Die Application „wildTunes“ ist ein Gedächtnisspiel mit wilden Tierstimmen. Es verbindet Spielspaß mit Naturinformation und guten Taten für die Natur. Rund 50 Cent pro Spiel gehen an den NABU. Mehr

 

Tiger
Dieter_Pixelio.de

Tee für den Tiger

Tigerprojekt TeeGschwendner & NABU
Mitten in einer der weltweit bedeutendsten Schutzgebiete, dem Kalakad Wild Life Sanctuary und 17. Indischen Tigerreservat, werden die nachfolgenden Tees Black Oothu und Green Manjolai aus dem äußersten Süden Indiens exklusiv für TeeGschwendner nach bio-dynamischen Prinzipien hergestellt. TeeGschwendner und NABU unterstützen die Rettung bedrohter Königstiger, die rund um die Teegärten Oothu und Manjolai leben. Mit Ihrem Teegenuss helfen auch Sie. Pro verkaufter Teetüte fließt 1 Euro direkt in das Tigerschutzprojekt.

 

Von TRANSFAIR e.V. ausgezeichnet mit dem TransFair-Siegel für Fairen Handel.

Bitte weiterlesen:

 

Zwei neue Reservate für den sibirischen Tiger

 

China will zwei neue Nationalparks für den sibirischen Tiger einrichten, von denen es weltweit nur noch etwa 500 Tiere gibt. Und zwar in den Provinzen Jilin und Heilongjian. So sagte der Sprecher der staatlichen Forstverwaltung.

Der sibirische Tiger kommt hauptsächlich im Osten Russlands vor, im nordöstlichen China und auf der koreanischen Halbinsel.

2001 hatte China seinen ersten Nationalpark für sibirische Tiger eingerichtet in Hungchun. Dort hatte sich die Population von nur 5 Tieren auf inzwischen wieder 20 erholt.

Die chinesischen Forstbeamten nahmen am jährlichen Treffen zum Schutz der frei lebenden siberischen Tiger teil, welches in Wladiwostock stattfindet.

 

Ich finde diese Bemühungen sehr löblich, noch schöner fände ich es, wenn China auch die Finger von anderen bedrohten Arten lassen würde, wie zum Beispiel Haiflossen, Nashornhörnern, Elfenbein und gewilderten Tigern aus Indien. Leider gibt es sehr gut ausgestattete Wildererbanden mit mafiösen Strukturen. Dieses Problem müsste China in den Griff bekommrn, ebenso wie die unsäglichen Bärengallefarmen.

(Gudrun Kaspareit)

Quelle: http://german.china.org.cn/environment/txt/2013-04/07/content_28466413.htm )

 

Petitionen zum Schutz des Tigers

Bitte unterschreiben

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Marion Hartmann (Samstag, 31 August 2013 15:18)

    Es ist erschütternd! Vielen Dank für diesen Beitrag!

  • #2

    Eva Schmelzer (Samstag, 31 August 2013 18:06)

    Ja, es ist erschütternd, aber doch auch gleichzeitig ermutigend, dass ein so bedeutender Staatsmann wie Putin (reduzieren wir ihn hier jetzt mal auf den Tierschutz, ich weiß, dass es andere Kritikpunkte gibt) sich so vehement einsetzt. Und das tut er zweifellos. In Russland gibt es ein neues, sehr scharfes Jagdgesetz seit Anfang des Jahres. Ein Regierungssprecher sagt, jagen sei "unnötig und unmoralisch, egal ob es jemand als Sport, Freizeitvergnügen oder Industrie sieht. Was viele Leute heute unter Jagen verstehen, ist eher brutales Abschlachten und hat nichts mehr mit der alten Kunst eines fairen Wettbewerbes zwischen Mensch und Tier zu tun." Putin dazu: "Menschen die Freude empfinden, wenn sie Tiere erschießen, kann man nicht als normal bezeichnen. Das neue Gesetz kann in der Früherkennung von Geistesgestörten und Mördern helfen." Jeder Jäger muss sich ab sofort einem psychologischen Test unterziehen, bevor er eine Jagderlaubnis erhält. Auch hat Putin das Robbenschlachten unter Strafe gestellt und den Import von Seehundfleisch und -fellen aus Kanada verboten. Außerordentlich wichtig ist auch, dass er den chinesischen Staatschef einbezogen hat, wie ja schon aus dem Beitrag oben hervorgeht.