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Nestlé zapft Wasser aus Indianer Reservat in der Wüste

Text: Gudrun Kaspareit

18. 07. 2014

Wasser
Günter Havlena_pixelio.de

 

Nestlé zapft Wasser aus Indianer Reservat in der Wüste ab

 

Es ist leider bekannt, dass Nestlé für seine Marke „Pure Life“ Grundwasser aus Armutsregionen abpumpt, in Flaschen füllt und teuer in der sog. ersten Welt verkauft. Die Zeitung „ Desert Sun“ aus Kalifornien hat einen Artikel veröffentlicht, wonach Nestlé eine Quelle anzapft, ausgerechnet in einer der wasserärmsten Gegenden Kaliforniens, dem Riverside County.

Regelmäßig wird die Bevölkerung darauf hingewiesen Wasser in dieser Wüstenregion zu sparen.

Allerdings hat die Regierung keinen Einfluss auf das Reservat des Morongo Indianerstammes. Sie kann nicht kontrollieren wer dort Wasser entnimmt und wie viel. Und die Quelle, aus der Nestlé schöpft, liegt in diesem Reservat.

Schon in kurzer Zeit könnte das empfindliche Wüsten Ökosystem gestört werden und völlig verdorren. Nestlé ist zu keiner Stellungnahme bereit und die Ortsvorsteherin Marion Ashley verweist auf die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Nestlé kennt nach wie vor keine Scham, wenn um die Mehrung seines Profites geht. Laut dem Vorstand der Firma Desert Water Agency David Luker ist es eine Schande, dass dieses Wasser nicht der lokalen Bevölkerung zugute kommt, aber auch er ist machtlos, denn es ist nicht illegal dort das Grundwasser anzuzapfen.

Kommentare: 7
  • #7

    Ano123 (Sonntag, 20 September 2015 04:32)

    Jeder sollte Produkte von der Firma Nestle boykottieren, ich kann aus eigenere Erfahrung sagen das diese Firma sehr korrupt ist. Stützt meine Petition und boykottiert nicht nur Nestle, sondern auch den Terrorstaat Arizona: http://www.thepetitionsite.com/305/079/876/boycott-scottsdale-az/

  • #6

    Nestle boykottieren (Dienstag, 30 Juni 2015 10:40)

    Das Thema ist leider immer noch aktuell und ich würde mich freuen, wenn meine Seite "Nestlé boykottieren" noch mehr Verbreitung findet.
    Das Bewusstsein wird wachsen und wenn wir nicht nachlassen, auch spürbare Folgen für die Großkonzerne haben.

  • #5

    Gudrun Kaspareit (Samstag, 16 August 2014 18:10)

    Liebe/r Okapi, Eva, Erika und Andrè, Ihr sprecht mir total aus der Seele!!!!!!!!

  • #4

    Okapi (Freitag, 15 August 2014 16:32)

    ..es sind die weltumspannenden Weltkonzerne die für Überfluss weniger Sorge tragen. Und immer kommt der dumme Spruch: "Es geht um Arbeitsplätze." Und was machen die Medien ? Versorgen uns mit ihrer Unterhaltungsindustrie mit Dumm- und Spanner TV. Für die Quote gibt es dann ab und zu aufklärende Sendungen nach Mitternacht. Kaufe schon lange keine Nestle Produkte mehr.
    Die Ausbeutung der Armen kann nicht dadurch beseitigt werden,
    dass man einige Millionäre zugrunde richtet,
    sondern indem man den wirtschaftlich Schwachen Wissen bringt
    und sie lehrt, mit den Ausbeutern nicht zusammenzuarbeiten............©......Mahatma Ghandi

  • #3

    Eva Schmelzer (Freitag, 08 August 2014 17:05)

    Die Machenschaften dieser Bande und ihre weitere skrupellose Machtergreifung sind nur zu stoppen, wenn wir dessen Produkte im Regal liegen lassen, wie André schon schreibt! Das ist nicht ganz leicht, weil es auf den ersten Blick nicht immer erkennbar ist, dass der Konzern hinter den verschiedensten wohl bekannten Markennamen steckt. Unglaubliche 5,3 Millionen von verblödeten, gleichgültigen Verbrauchern „gefällt“ die Nestlé-facebook-Seite trotz aller negativen Meldungen. Schon in den 1970er- und 1980er-Jahren wurde Nestlé für die Vermarktung von Säuglingsnahrung in Entwicklungsländern heftig kritisiert. Nestlé hat gesundheitliche Schäden und Tod von Säuglingen durch Zubereitung mit verschmutztem Wasser in Kauf genommen. Und dann ging es weiter… Es wurde öffentlich, dass Nestlé gentechnisch veränderte nicht gekennzeichnete Zutaten verwendet, der Konzern duldet aus Profitgier Kinderarbeit, betreibt extrem unfairen Handel, lässt immer noch unsinnige Tierversuche durchführen. Nestlé arbeitet mit der Sinar Mas Group zusammen, die für den Anbau der Ölpalmen entgegen internationalem und indonesischem Recht große Flächen des indonesischen Regenwaldes rodet, nimmt dabei auch Landvertreibung und Mord an der dort ansässigen Bevölkerung in Kauf. Und jetzt die Bedrohung des Wasserraubs wie in Gudruns Beitrag beschrieben!
    2007 wurden Aktionäre und verantwortliche Manager des Nestlé-Konzerns von der Stiftung Ethik & Ökonomie (ethecon) mit dem Internationalen „Black Planet Award“ für „herausragende Verantwortung bei der Zerstörung und dem Ruin unseres Blauen Planeten, hin zu einem Schwarzen Planeten ausgezeichnet.
    In Kolumbien wurden mehrere kritische Nestle-Gewerkschafter ermordet. In diesem Zusammenhang reichten 2012 das in Berlin ansässige Europäische Zentrum für Verfassungs- und Menschenrechte (ECCHR) und Kolumbiens nationale Gewerkschaft gemeinsam Strafanzeige gegen die Konzernleitung ein. Sie werfen dem Lebensmittelkonzern vor, den Mord an dem kolumbianischen Gewerkschafter Luciano Romero mitverursacht zu haben.
    Und ich bin ganz sicher, dass die Leidens- und Blutspur, die Nestlé hinterläßt, noch viel länger ist.

  • #2

    Erika (Freitag, 01 August 2014 21:57)

    Nestles schamloses Abschoepfen von Grundwasser aus dem Morongo-Reservat ist Ausbeute schlimmster Art, denn jedes Abzapfen innoetigen Grundwassers koennte bedeuten, dass das Oeko-Systems verdorrt.Schnellstens muss ein Gesetzentwurf solche Ausbeutung verbieten und wir, als Verbraucher, sollten Nestle boykottieren.

  • #1

    André Berger (Freitag, 01 August 2014 10:30)

    Es hilft nur eins: Boykott von Nestlé und immer wieder den Menschen zeigen, dass wir nur gemeinsam etwas erreichen können