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Adieu Nanuk - Überlebenskampf in der Arktis

Eisbären
Eisbären stark bedroht Wolfgang Dirscherl_pixelio.de

Die Inuit (Grönländer) nennen den mächtigen Eisbären Nanuk. Mächtig ist er, weil er außer dem Menschen keine natürlichen Feinde hat. Als seine arktische Welt noch in Ordnung war, hatte man ihn beinahe schon einmal nur wegen seines schneeweißen Felles ausgerottet, doch seine Art erholte sich wieder. Aber CO2, Ölbohrungen, Gaspipelines und Umweltverschmutzung zerstören seinen Lebensraum. Erneut muss Nanuk um sein Überleben kämpfen. Er wurde zwar auf die rote Liste der bedrohten Tierarten gesetzt, jedoch hält dieser Umstand gewissenlose Geschäftemacher keinesfalls davon ab, z.B. mit Abenteuerreisen zur Ferienzeit in der Arktis Hobbyjäger anzulocken, mit dem Versprechen, das er sich einen Eisbären schießen- und ihn dann anschließend als Trophäe mit nach Hause nehmen darf. Natürlich springen auf dieses Angebot nicht zu wenige Jagdbegeisterte an und brüsten sich damit, eine der begehrten Trophäen erworben zu haben. Ob diese Jäger gedankenlos oder einfach nur uninformiert und dumm sind, läßt sich nicht mit Gewissheit sagen, doch Schuld an diesem Verbrechen gegen Nanuk sind auf jeden Fall die zuständigen Ämter welche eine Genehmigung dazu erstellen und die Reiseveranstalter, die damit jede Menge Profit machen. Das bei diesen sinnlosen und brutalen Jagden die Mütter von Eisbärbabys zu Tode kommen scheint Niemanden zu kümmern. Schutzlos versuchen die kleinen Eisbären sich selbst zu helfen und springen in´s kalte Eismeer um sich Ersatzmütter oder Nahrung zu besorgen, doch die meisten der Babys ertrinken, weil die nächste Eisscholle zu weit weg ist, zu weit weg, weil der Klimawandel das Eis auf dem Meer schmelzen läßt.

Man muss sich ernsthaft fragen, hat der Mensch, wenn es um Profit geht überhaupt noch sowas ähnliches wie ein Gewissen ? Zu denken, ach die Arktis ist ja soweit weg, wird wohl die allgemeine Haltung zu dieser Targödie sein, doch genau das ist falsch, denn durch den Klimawandel haben wir die Arktis praktisch fast schon vor der Tür, denn die Wassermassen, welche in den nächsten Jahren durch die klimabedingte Eisschmelze entstehen, werden ihren Weg unweigerlich vor unser aller Haustüre finden. Bis dahin wird es durch die mörderischen Jagden und das Abschmelzen des Eises in der Arktis höchstwahrscheinlich keine Eisbären mehr geben und die nachfolgenden Generationen können ihn allenfalls noch in ZOOS betrachten, doch auch das wird nicht lange möglich sein, da Eisbären sich in Zoos nicht wohl fühlen und sich außerdem nur sehr spärlich fortpflanzen.

Eine Frage bleibt hierzu noch zu beantworten :"Wie wollen wir das Aussterben Nanuk´s den nachfolgenden Generationen überhaupt erklären und welche Lügen werden dazu erfunden werden müssen, um das "vielleicht" schlechte Gewissen zu beruhigen ?" Wielange noch wollen die Menschen ihre Mitschuld an den Tierdramen, dort wo sie nachweislich gegeben ist verdrängen ?????

 

U.Ortmann

 

 

 

 

 

 

 

 

U.Ortmann

 

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Frank (Freitag, 25 November 2011 13:16)

    Klasse wir immer liebe Ulla. Danke...
    Ich habe Pro Wildlife e.V. angeschrieben und gefragt ob sie uns Banner und so übersenden können, so würden wir dann werben für die Protestaktion. Tja was soll ich noch schreiben, meine Meinung über diese eiskalten und gewissenlose Geschäftemacher kennt ja wohl jeder.Ich hoffe nur das jeder dieser Typen eines Tages nen richtigen Hammer bekommt am besten Thor's Hammer!!! Und danach ab in die Hölle....


    LG fy

  • #2

    Elke (Freitag, 25 November 2011 14:12)

    Ich bin glücklich auf dieser Seite eine gute Nachricht zu bringen, Norwegen, ein Walfang-Land ist von seiner bisherigen Haltung abgewichen, hat eingelenkt und wird sich an die Bonner Konventionen halten. Es wendet sich auch gegen den Abschuss von Eisbären. Der Kampf lohnt sich doch, und wenn wir auch ein Tröpfchen im Meer sind - zusammen sind wir alle ein Meer!

    Danke, liebe Ursula, für Deine Nanuk-Seite!

    VlG Elke

  • #3

    Gudrun Kaspareit (Freitag, 25 November 2011 16:32)

    Danke liebe Ulla für diesen tollen Artikel! Möge er vielen zu Herzen gehen und zum Nachdenken und Handeln anregen.
    GGLG
    Gudrun

  • #4

    Ulla (Freitag, 25 November 2011 17:14)

    Ja Fy, Thor´s Hammer wäre doch mal die richtige Maßnahme. Die Frage ist nur, ob bei soviel Ignoranz der dickste Hammer noch was ausrichtet ?

    LGU

  • #5

    Ursula (Freitag, 25 November 2011 17:26)

    Hallo Elke, ja das stimmt der Beschluß Norwegens ist natürlich schon ein kleiner Fortschritt, doch ungeachtet dessen bleibt das Problem bestehen, da sich andere Länder in keinster Weise nach den Konventionen richten. Z.B., ungeachtet des schwindenden Lebensraumes vergeben vor allem Kanada und Grönland weiterhin Quoten für den Abschuss von Eisbären. Tierschützer schätzen, dass jährlich mehr als tausend dieser Tiere getötet werden, davon allein fast 700 in Kanada. Europäische Jagdreiseveranstalter bieten für etwa 40 000 Euro einen Eisbären in Kanada zum Abschuss an. Zudem boomt der Handel mit Fellen. Kanadische Auktionshäuser berichten, die Nachfrage habe stark zugenommen.
    .....oder:Doch Trophäenjäger aus Europa dürfen in Kanada weiterhin Polarbären töten, wenn sie nur genug zahlen, lt.Information Pro Wildlife, das ist ein Verbrechen gegen die in Bedrängnis lebenden Eisbären und eine Ignoranz sondergleichen.
    Nachzulesen unter: http://www.prowildlife.de/PM21/11/11

    LG
    Ursula

  • #6

    Ursula (Freitag, 25 November 2011 17:36)

    Hallo Gudrun, danke Dir für Deinen Kommentar. Nachdenken und zum Handeln anregen ist unser aller Anliegen hier und nichts wünsche ich mir sehnlicher, das dies immer mehr auch geschieht und... hoffentlich bald, solange noch Zeit dafür ist.

    Alles Liebe
    Ursula

  • #7

    Elke (Samstag, 26 November 2011 08:54)

    40.000,00 € - das ist doch auch der Betrag mit dem sich internationale Trophäenjäger in der erbärmlichen Gatterjagd einen zahmen ehemaligen Zoolöwen in Südafrika abknallen dürfen. In Grönland und Kanada sind es vornehmlich die Inuit, die sich auf ihre "Tradition" berufen. Während aber früher - als sie noch in Iglus wohnten - diese Jagden zum Überleben wichtig waren, ist heute in einer Zeit, da die Inuit auch von den "Segnungen" der modernen Welt profitieren mit ausreichend Esswaren - auch Gemüse und Obst - in den Supermärkten, ist es nicht einzusehen, warum sie bevorzugt in einer längst überholten "Tradition" leben sollten. Genauso wie der pervertierte Stierkampf in Spanien und die Hahnenkämpfe völlig überflüssige archaische Tötungsrituale.

    VlG
    Elke