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Einfluß des Menschen auf Umwelt und Klima

Text: Sybille Waibel

Foto: Gudrun Kaspareit

17-12-2016

Fabrikschlot
(c) Gudrun Kaspareit

Die Menschheit hat schon immer das Bestreben gezeigt, sich weiter zu entwickeln und sich mit cleveren technischen Errungenschaften das Leben zu erleichtern. So hat sich das Leben der Menschen von den Anfängen als Höhlenmensch bis zum heutigen Tag sehr stark verändert.

Mit den Erfindungen der Menschen hat sich jedoch nicht nur das Leben der Menschheit geändert, sondern auch der Bedarf an Ressourcen dieser Erde ist stetig gestiegen. Eine der wichtigsten Ressourcen, die der Mensch heute benötigt, sind Energiequellen zur Erzeugung von elektrischem Strom, für den Antrieb von Motoren und zum Zwecke des Heizens.

Um den stetig wachsenden Energiebedarf zu decken, sind in den letzten Jahrzehnten unzählige Kraftwerke entstanden und es wurden große Mengen an fossilen Energieträgern gefördert.

Das Verhalten der Menschheit hinsichtlich des Verbrauches an Energie bleibt jedoch nicht ohne Folgen. Seit die Menschen Fabriken gebaut haben, um darin mit Hilfe von Technik Güter in größerer Menge zu produzieren, werden durch die Fabrikschornsteine schädliche Abgase in die Luft geblasen. Das hat vor ungefähr zweihundert Jahren mit Beginn der Industrialisierung angefangen und ist seitdem immer mehr geworden. Vor knapp einhundert Jahren sind noch die Autos dazugekommen, denn auch aus deren Auspuffen kommt Kohlendioxid. Selbst wenn man den Ausstoß dieser schädlichen Gase jetzt sofort stoppen würde, würde sich die Atmosphäre trotzdem noch Hunderte von Jahren weiter aufheizen.

Seitdem es die Erde gibt mit ihren Kontinenten und Ozeanen, mit ihren Pflanzen und Tieren, hat sich das Klima schon oft verändert - und daran war nicht immer der Mensch schuld. Klima, Menschen, Tiere und Pflanzen auf der Erde beeinflussen sich gegenseitig und verändern sich auch miteinander. Während der Eiszeit in Europa sind viele Menschen verhungert oder haben sich rechtzeitig in wärmere Gebiete gerettet. Diese Klimaveränderung damals hat also große Völkerwanderungen ausgelöst. Dagegen war es vor mehr als tausend Jahren im heute eis- und schneebedeckten Grönland so warm, dass die Menschen anfingen, dieses Land zu besiedeln.

Wegen der Erderwärmung wird es immer mehr Hitzewellen, Dürren und auch Überschwemmungen und Stürme geben. Damit ändert sich auch der Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Schon jetzt blühen viele Blumen und Bäume früher im Jahr als sonst und die Zugvögel kommen eher zurück aus ihren Winterquartieren. Manche Zugvögel haben nicht mal mehr Lust, überhaupt noch in ihr Winterquartier zu ziehen.

 

Fische laichen früher und Insekten entwickeln sich schneller. Winterschläfer dagegen bleiben viel zu lang aktiv, sie werden nicht müde, weil es viel zu lang warm bleibt und auch noch genug zu fressen gibt. Pflanzen und Tiere aus wärmeren trockeneren Klimazonen werden bei uns heimisch.

Und die Arten, die es lieber kalt mögen, sterben in manchen Regionen ganz aus. Dabei können sich schnell wachsende Pflanzen leichter an Klimaveränderungen anpassen als langsam wachsende wie zum Beispiel Bäume.

Die Tropen sind maßgeblich dafür verantwortlich, wie die Luftströmungen der Erde verlaufen. Bisher kann niemand genau sagen, wie sehr sich das Klima ohne Tropenwälder wandelt. Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass sich zumindest die regionalen Klimaverhältnisse, die sich über Jahrtausende eingespielt haben, verändern. Wie sich das Klima weltweit entwickelt, ist nur schwer vorherzusehen.

Auf den Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre haben gesunde Tropenwälder keinen Einfluss, denn die Pflanzen nehmen bei der Fotosynthese genauso viel Kohlendioxid wieder auf, wie die Tiere abgeben. Großflächige Rodungen aber unterbrechen diesen geschlossenen Kreislauf - mit verheerenden Folgen. Die Brände setzen gewaltige Mengen Kohlendioxid frei, die zuvor im Tropenwald gespeichert waren.

Die Tropen sind nicht nur für unser Klima wichtig, sondern sie sind auch die größten biologischen Schatzkammern unserer Erde. Tagtäglich nutzen wir diesen Reichtum ganz selbstverständlich - oft ohne es zu wissen.

In unserem Einkaufswagen landen Früchte wie Ananas, Mangos, Melonen und Papayas ebenso wie Kaffee und Kakao oder Gewürze von Chili bis Zimt - allesamt tropischen Ursprungs. Schokolade oder Erdnussflips wären ohne die Tropen gar nicht denkbar und in der Getränkeabteilung würden Cola und zahlreiche Säfte im Regal fehlen.

Auch wenn wir uns waschen, Autofahren, oder auf den Gartenmöbeln sitzen, nutzen wir den Reichtum der Tropen - die Reifen sind aus Kautschuk, die Seife aus Palmöl und die Möbel oft aus Rattan oder Tropenholz hergestellt. Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

 

Kommentare: 5
  • #5

    Erika (Sonntag, 15 Januar 2017 20:27)

    Wir duerfen nicht laenger Alles fuer selbstverstaendlich halten, denn nichts auf der Welt ist nur fuer Einzelne gedacht. Eine noch engere Verbindung ist noetig, damit wir mehr von einander lernen koennen.Nur ein globales Denken kann helfen, weltweite Probleme von Wasserknappheit, Hunger und Krankheit zu loesen.
    Ein einfacheres Leben, weg von zu viel elektronischem Luxus, wieder zu einem naturverbundenem Leben, waere unser Ziel. Ein aufruettelnder, sehr guter Beitrag liebe Sybille, ich danke Dir sehr dafuer.

  • #4

    Volkmar Friedrich Fischer (Mittwoch, 04 Januar 2017 18:20)

    Die Welt ist zusammengerückt, und die Probleme sind global. Deshalb ist nicht nur der Erhalt der heimischen Wälder für uns wichtig, sondern auch die der Tropen.

  • #3

    Eva Schmelzer (Montag, 02 Januar 2017 16:33)


    Ganz großartig hast Du hier verdeutlicht, wie sehr alles Leben voneinander abhängig ist, wie fragil unser Lebensraum ist – und wie wenig der Mensch bereit ist, darauf Rücksicht zu nehmen, dass alles Leben die Luft zum Leben braucht. Ja, wir nutzen diesen Reichtum oft ganz selbstverständlich ohne es zu wissen, aber es müsste endlich ein weltweites Netz geben, das das Gleichgewicht regelt, damit das gerecht verteilt, was wir der Erde ohne Schaden anzurichten nehmen können, das verhindert, dass auf der einen Seite Raubbau bis zum Erlöschen allen Lebens betrieben wird, um andere Gebiete im Überfluss leben zu lassen, was eine Sünde ist. Die Welt besteht nun mal nicht mehr aus einzelnen Regionen, die jede für sich das nimmt, was dieses Gebiet hergibt, Du beschreibst ja ausführlich den Welthandel. Und somit sind wir alle nicht mehr nur für unseren Lebensraum verantwortlich, sondern für den Lebensraum Erde. Und das betrifft ja nicht nur die Ressourcen, sondern auch Wasser und Luft. All diese Zusammenhänge sind sehr, sehr gut beschrieben. Vielen Dank, Sybille.

  • #2

    Sybille Waibel (Sonntag, 01 Januar 2017 15:42)

    Mir ist wichtig, dass jeder Einzelne sich bewusst macht, dass sein Verhalten egal ob es sich um das Kosumverhalten oder die Urlaubsplanung betrifft, dass dass alles Auswirkungen hat. Wir nehmen dass alles als Selbstverständlich hin, alles muss immer und sofort verfügbar sein. Dabei haben wir doch nur den einen Heimatplaneten. Wir sollten unsere Heimat schützen und uns als Menschheit nicht immer so wichtig nehmen.

  • #1

    YouTuber HansiMan (Sonntag, 18 Dezember 2016 10:20)

    Super Text. Hat mir echt weiter geholfen