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Ein Paradies für Schmetterlinge

Mit welchen heimischen Sträuchern, Blumen oder Gräsern bietet man Faltern und vor allem ihren Raupen die Lebensbasis?

Mit der Vorfreude auf die diesjährige Gartensaison, erwachen in einem Naturfreund auch die Planungen für die Gestaltung des eigenen kleinen Stückchen heile Welt. Vielen Hobbygärtnern wird es aber auch immer wichtiger, dass sich andere kleine Lebewesen an der Pflanzenvielfalt erfreuen. Wenn wir also unseren Garten so gestallten, dass dieser Schmetterlinge anlockt, so kann man sich sicher sein, dass sich auch Wildbienen und Hummeln wohl fühlen werden.

"Laut einer Studie der europäischen Umweltagentur sind die Bestände seit 1990 um 50% zurück gegangen. Das ist eine erschreckende Zahl. Genau wie auch bei anderen Insekten, ist die intensive Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und Spritzmitteln Schuld. Immer mehr Wiesen verschwinden und mit ihnen die bunte Vielfalt."

Doch was ist nötig um zu gewährleisten, dass die flatternden, summenden und brummenden Gartenbewohner auch alles finden was sie brauchen?

Besonders wichtig sind ein kleiner Naturteich an dem Nektarfutterpflanzen und Eiablageplatz zu finden sind und eine büttenreiche Blumenwiese mit schönen, heimischen Wildpflanzen. Diese locken allerlei fliegende Kleinodien herbei und verköstigen nicht nur Tagfalter. Eine Wildsträucherhecke und Kleingehölze sorgen für die nötige Vielfalt für strauchnutzende Arten. Finden sich am Wegesrand zum Beispiel auch noch Thymian oder Karthäusernelken und in irgendeiner verlassenen Ecke etwas kontrollierte Wildnis mit Brennnesseln oder Disteln, dann sind für fast paradisische Verhältnisse gesorgt.

Einige Wildgewächse, die nicht nur Schmetterlinge mögen: 

Die Taubenskabiose (Scabiosa columbaria) wächst zwischen 20 und 60 Zentimetern hoch und trägt 7 bis 10 Monate lang lila Blüten.

Wichtig unter anderem für:

Admiral, C-Falter, Hauhechelbläuling, Landkärtchen, Ochsenauge, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Schachbrett, Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge, Taubenschwänzchen

Der Wilde Marjoran (Origanum vulgare) trägt zwischen 7 und 9 Monaten rosa Blüten und kann 20 bis 80 Zentimeter hoch wachsen.

Wichtig unter anderem für:

Brauner Waldvogel, Hauhechelbläuling, Kleiner Feuerfalter, Kleiner Kohlweissling, Landkärtchen, Tagpfauenauge, Zitronenfalter

Sommerflieder (Buddleja davidii), auch Schmetterlingsflieder oder Schmetterlingsstrauch genannt blüht 6 bis acht Monate violett, blau oder weiß und kann ein bis zwei Meter hoch werden.

Wichtig unter anderem für:

Admiral, C-Falter, Distelfalter, Kleiner Fuchs, Kleiner Kohlweissling, Tagpfauenauge, Taubenschwänzchen, Zitronenfalter

Die Wiesenwitwenblume (Knautia arvensis) wächst etwa 30 bis 80 Zentimeter in die Höhe und trägt an 6 bis 8 Monaten lila Blüten.

Wichtig unter anderem für:

Kleiner Kohlweissling, Ochsenauge, Schachbrett, Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge

Die Wiesenflockenblume (Centaurea jacea) trägt violette Blütten an 6 bis 10 Monaten und wird 20 bis 80 Zentimeter hoch.

Wichtig unter anderem für:

Brauner Waldvogel, Hauhechelbläuling, Kleiner Kohlweissling, Ochsenauge, Schachbrett

Die Wilde Karde (Dipsacus silvestris) kann die Höhe von 70 Zentimetern bis zu etwa eineinhalb Metern erreichen und trägt an 7 bis 9 Monaten lila Blüten

Wichtig unter anderem für:

Admiral, Distelfalter, Kleiner Fuchs, Landkärtchen, Tagpfauenauge

Der Natternkopf (Echium vulgare) blüht blau zwischen 5 und 8 Monate lang und kann 30 bis 80 Zetimeter in die Höhe wachsen.

Wichtig unter anderem für:

Dickkopffalter, Distelfalter, Kohlweissling, Mittlerer Weinschwärmer, Schwalbenschwanz

Die Grosse Brennessel (Urtica dioica) trägt ein halbes bis dreiviertel Jahr grüne Blüten und kannzwischen 60 Zentimetern und eineinhalb Metern in die Höhe schießen.

Wichtig unter anderem für:

Admiral, Kleiner Fuchs. Tagpfauenauge, Landkärtchen, Distelfalter

So eingerichtet sind uns nicht nur Schmetterlinge dankbar sondern auch unzählige anderen Besucher. Denn was dem Faltern nutzt, kann auch die Hummel gebrauchen und zudem haben Wildbienen gemeinsam mit ihnen ähnliche Wildpflanzenansprüche. Somit hat man einen Garten für sämtliche Kreaturen geschaffen, denn auch die Vögel lassen beispielsweise nicht lange auf sich warten.

Kommentare: 1
  • #1

    Eva Schmelzer (Dienstag, 01 April 2014 19:15)

    Da kann ich mit meinem innerstädtischen Balkon leider kaum mithelfen. Ich verwende aber dort keine chemischen Spritzmittel, auch keine angeblich "bienenfreundlichen" und lasse die paar "Unkräuter" stehen, die sich dort ausgesät haben. Im Moment z.B. habe ich Freude am blühenden Gemeinen Greiskraut, und eine Brennnessel, die sich ein Plätzchen in einem großen Topf erkämpft hat, ist auch schon tüchtig gewachsen. Eigentlich sind sie mir die liebsten, weil sie mich überraschen, und es täte mir weh, sie zu vernichten. Vielleicht verirrt sich ja doch noch mal ein Schmetterling hierher. Viel Hoffnung habe ich nicht, denn in den letzten Jahren wurden es - im Gegensatz zu früher - immer weniger.
    Trotzdem danke für diesen informativen Beitrag. Da auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen die o.g. Pflanzen keine Überlebenschancen mehr haben, öffnet sich mit dem Bewußtsein der Gärtner für deren Nützlichkeit ein vielleicht letztes Refugium.