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Tiere schauen dich an

Text und Fotos: Torsten Jäger

22.08.2017

Kuh
(c) Torsten Jäger
Huhn
(c) Torsten Jäger
Taube
(c) Torsten Jäger
Kommentare: 4
  • #4

    Eva Schmelzer (Mittwoch, 03 Januar 2018 12:20)

    Diese Mahnung, dieser Hilferuf der Taube geht zu Herz wie die der anderen Tiere, denen Torsten bereits ein Gedicht gewidmet hat. Gerade Tauben schauen mich täglich an - und jeden Tag betrübt es mich, ihnen zu begegnen. Nicht ihretwegen, sondern - wie im Gedicht beschrieben - der meisten Menschen wegen, sie nicht als fühlende Wesen ansehen. Ich wohne in der Stadtmitte, versuche denen in meinem Umfeld mit Weizen und wenn nötig mit Wasser das Leben etwas zu erleichtern und bin schon übelsten Anfeindungen ausgesetzt gewesen. Ich frage mich, wie das soweit kommen konnte... vor allem, weil gerade die Taube doch in der Tradition des Christentums eine so große Rolle spielt! Noah sandte nach der Sintflut eine Taube aus, die mit einem Ölzweig zurückkehrte, sie wurde damit zum Zeichen der Versöhnung zwischen Gott und Menschen. Als Symbol des Heiligen Geistes erscheint die Taube auf Darstellungen des Pfingstereignisses, und bei der Verkündigung der Geburt Jesu kommt der Geist in Taubengestalt zu Maria. Auch ohne religiösen Hintergrund ist die Taube Symbol für Liebe, Reinheit, Treue und Unschuld. Und sie ist zum Friedenssymbol schlechthin geworden, über alle politischen und ideologischen Grenzen hinweg. Jedes Tier verdient unseren Respekt, aber wie ist es möglich, dass sich ein solcher Hass gerade gegen die Taube entwickeln konnte?

  • #3

    Gisela Kelso (Montag, 01 Januar 2018 17:44)

    Ein Gedicht, bei dem die Augen nicht trocken bleiben. Man weint um die vielen Tauben, die der Mensch als Ungeziefer sieht und deshalb grausam verfolgt und vernichtet. Dabei sind sie wunderbare Geschöpfe, die keiner Menschenseele etwas zuleide tun. Nur der Mensch zerstört und tötet bewusst, ohne Mitgefühl, ohne Gewissensbisse. Dieses Gedicht spricht mir aus dem Herzen!

  • #2

    Erika Bulow-Osborne (Donnerstag, 07 September 2017 17:47)

    Lieber Torsten. Dein dritter, besonders treffender Beitrag, weil es zwei sehr ueberzeugende Gedichte sind, treffen mich als tiefverwundende Pfeile. Sie mahnen mich in gewaehlten Worten. In beiden Rollen klagst Du berechtigt an. Ich kann es nur verbessern, indem ich noch mehr Petitionen unterschreibe und teile,damit es endlich wieder echte Schweine und Huehner gibt draussen in einem Garten,oder auf einem kleinen Bauernhof, mit Nachwuchs, der bei ihnen bleibt und natuerlich heranwaechst.

  • #1

    Eva Schmelzer (Dienstag, 05 September 2017 14:34)

    Das trifft tief ins Herz! Und dabei sind es nur zwei Beispiele für Abertausende Tiere und Schicksale, deren Blick uns mahnt und bittet, deren Blick wir eigentlich nicht standhalten dürften, dem wir ausweichen müssten vor Scham, wenn es nicht wohl wirklich so wäre, dass dem Tier mehr Seele innewohnt als den meisten Menschen.