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Das Elend der Stuten in den PMU Farmen

PMU = pregnant mare urin

Pferde

 

Jeder kennt Massentierhaltung und protestiert dagegen, z.B. bei der Schweinemast, der Kaninchenmast, bei Stopfenten oder der industriell betriebener Geflügelzucht, weil es Tierquälerei ist!

Kaum einer weiß, dass auch weibliche Pferde unter furchtbaren Bedingungen gehalten werden.

In Nordamerika und Kanada gibt es riesige Farmen in denen bis zu 7000 Stuten in engen Verschlägen angebunden stehen, ohne die Möglichkeit sich umzudrehen oder sich hinzulegen – ihr ganzes Leben lang. Sie schlagen sich die Hüften an, haben schwärende Wunden, dicke, geschwollenen Standbeine (weil sie sich nicht bewegen können) und leiden furchtbare psychische Qualen, weil sie kein einziges ihrer natürlichen Bedürfnisse ausleben können. Noch schlechter geht es nur den Stopfenten und den Gallebären.

Wozu das alles?

Man macht diese Stuten permanent trächtig, um ihren hormonhaltigen Urin zu gewinnen. Daraus wird das Medikament Presomen hergestellt, welches Frauen leichter durch die Wechseljahre bringen soll. Die Tragezeit bei Stuten beträgt 11 Monate. 14 Tage nach der Geburt wird das Tier erneut besamt, damit es im nächsten Jahr wieder ein Fohlen bekommt. Die Stute ist dauerträchtig.

Die Fohlen sind dabei Überschuss und werden üblicherweise gleich zu Hundefutter verarbeitet.

 

Ich könnte an dieser Stelle ein fachliches Referat halten über die Bedürfnisse von Pferden, aber das ist nicht nötig. Seht Euch nur mal den Mustang an. Er steht für Wildheit, Stolz und Freiheit. Er steht für alle Pferde, eigentlich für alle Weide und Fluchttiere. Schaut auf die großen Herden in Afrika. Die Familienverbände von Zebras und Gnus schließen sich zu riesigen Herden zusammen. Sie wandern den ganzen Tag fressend weiter. Ab und zu legen sie einen kleinen Spurt ein, wenn sie vom Löwen gejagt werden. Den Rest der Zeit verbringen sie mit dösen und sozialer Kontaktpflege.

 

Das gilt auch heute noch für alle domestizierten Hauspferderassen. Sie brauchen viel Bewegung, sehr viel frische Luft, häufiges Fressen in kleinen Portionen und soziale Kontakte.

Nichts ist schlimmer für ein Pferd, als zu Bewegungsunfähigkeit verdammt zu sein in einem miefigen Stall.

 

Seit mehr als 30 Jahren kämpfen Tierschutzverbände dagegen an, u.a. Peta, aber das Thema gelangt, wenn überhaupt, immer nur kurz in den Fokus der Menschen. Jedenfalls hat sich an der Praktik bis heute nichts geändert! Die Pferde leben in der Pferdehölle, damit alternde Frauen Tabletten aus Pferdepisse schlucken können, um ihre Schweißausbrüche in den Griff zu bekommen. Man verzeihe mir die harschen Worte, ich gehöre selber zu den alternden Frauen, deshalb weiß ich, dass es gute und potente Alternativen zu Presomen gibt. (Pflanzliches Phytohormon oder synthetische Hormone)

(Gudrun Kaspareit)

Gegen PMU Farmen
Hier habe ich mal einen Flye "gebastelt" den könnt Ihr Euch runterladen, kopieren und in Arztpraxen oder Apotheken auslegen (oder wo Ihr wollt)
Presomen2.pdf
Adobe Acrobat Dokument 88.2 KB

Peta informiert

Zehntausende schwangerer Stuten verbringen ihr ganzes Leben zusammengepfercht in Massentierfarmen in Kanada und den USA für die Herstellung des begehrten Medikamentes Presomen das aus dem Urin schwangerer Stuten gewonnen wird. Ihre Fohlen sind ein unerwünschtes "Nebenprodukt" dieser grausamen Praxis, und viele von ihnen enden in den Todesreihen der Schlachthäuser. Presomen ist das in Deutschland am häufigsten verschriebene Östrogenpräparat und wird zur Zeit von ca. 1 Million Frauen eingenommen. Presomen wird von der Firma Kali-Chemie Pharma GmbH in Hannover hergestellt.

Bitte hier weiterlesen:

Kontakt zu PETA : http://www.peta.de

email: info@peta.de Postfach 311503 70475 Stuttgart,

Tel.: (0711) 8666 165,Fax (0711) 8 66 61 66

 

 

Kommentare: 9
  • #9

    Gudrun (Dienstag, 02 Mai 2017)

    Liebe Petra,
    herzlichen Dank für Deinen Mut und Dein konsequentes Handeln. Mich würde interessieren, was der Doktor gesagt hat. Die meisten Ärzte wissen selber nicht, wie manche Medis gewonnen werden. Für sie ist nur wichtig, dass Hormone drin sind, die helfen. Nochmals DANKE
    LG - Gudrun

  • #8

    Petra (Dienstag, 02 Mai 2017 19:57)

    Hallo zusammen,
    habe leider längere Zeit Presomen 28 eingenommen ohne dass mir jemand gesagt hätte was ich da einwerfe. Erst ein Bericht im Netz hat mich wachgerüttelt. Habe die Pillen unverzüglich entsorgt und bin auf Hömeopatisch umgestiegen. Das war aber nicht wirklich wirksam. Also bin ich zum Gyn habe ihm geschildert und mich auch beschwert, dass ich nicht aufgeklärt wurde.
    Puh dass ich nicht achtkantig aus der Praxis geflogen bin ist alles. Hier muss doch der Arzt die Auflage bekommen zu informieren und auch die Ärzte müssen aufgeklärt werden. Meiner kann sich gar nicht vorstellen dass die Herstellung eine riesengroße Tierquälerei darstellt.
    Solche Produkte gehören verboten.

    LG und danke dass ihr aufklärt.

  • #7

    Ernst Knothe (Samstag, 14 Januar 2017 02:55)

    Schrecklich !

  • #6

    Detlev (Montag, 16 November 2015 10:12)

    Nicht nur in Nordamerika und Kanada oder Uruguay gibt es solche Farmen. Eine ist mitten in Deutschland!
    Dafür gab es sogar eine Auszeichnung: http://www.mitteldeutschland.com/uploads/media/IQ_Finalistenbrosch_re_2011_03.pdf

  • #5

    Petra Dore (Dienstag, 29 September 2015 12:46)

    Ist Flyer auslegen alles was man machen kann um den armen Stuten ihr Leid zu ersparen? Da muß doch mehr möglich sein!
    Ich bin neu auf dieser Seite - habe heut morgen ein Bericht in der Süddeutschen Zeitung über das scbreckliche Leben der trächtigen Stuten in Uruguay und deren Blutabnahme von bis zu 10 l pro Woche.
    Diese Prozedur überleben die wenigsten und deren Fohlen meist auch nicht. Später wenn sie dann völlig ausgelaugt sind und nicht mehr können, werden sie geschlachtet. Die Fohlen, so die denn überleben, werden zu Hundefutter verarbeitet.
    Wie kann man den Stuten helfen?
    Sie leiden und sterben täglich...damit ihr Blut für die Schweinezucht genutzt werden kann und die Sauen dauerträchtig sein können.
    Das alles tut doch keinem Lebewesen gut - nur denen, die Profit daraus schlagen!


  • #4

    Marion (Dienstag, 28 April 2015 18:27)

    Ich habe auch schon Petitionen gegen diesen Irrsinn unterschrieben!!
    das ist kaum noch auszuhalten, was.man den armen Tieren antut ! das gehört sofort verboten !!!!
    was haben die Frauen früher gemacht ?? !!

  • #3

    Ute (Montag, 12 Januar 2015 19:14)

    Was ich nirgendwo finde - wird auch das in der industriellen Schweinezucht für die Brunstsynchronisation verwendete PMSG auf diese Weise gewonnen ???

  • #2

    Karen Heckendorf (Samstag, 04 Januar 2014 18:36)

    Hallo Gudrun, ich bin neu auf dieser Seite und habe diesen Artikel gerade mit Schrecken gelesen. Als Tierfreund und Tierschützer weiß ich viel von dem Entsetzlichen was Menschen den Tieren antun, von der Herstellung von Presomen wußte ich aber nichts. Ich selber bin 56 Jahre alt und brauche glücklicherweise kein Presomen. Ich würde jetzt in einen Dauerbrechkrampf verfallen wenn ich ich dieses Medikament eingenommen hätte......Mach weiter!! Gruß von Karen

  • #1

    Marion Hartmann (Mittwoch, 10 Juli 2013 22:45)

    Vielen Dank für den Bericht, liebe Gudrun! Ungeheuerlich ist das! Unfassbar! Ich finde keine Worte! Marion Hartmann

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Kommentare: 3
  • #1

    Heidi (Donnerstag, 01 November 2012 10:14)

    Ich finde es traurig und grauenvoll was Menschen den Tieren antun. Sie haben ein Herz und eine Seele genau wie wir.

  • #2

    Odette (Donnerstag, 31 Dezember 2015 12:38)

    Ich bin entsetzt! Ich habe Presomen vor kurzer Zeit verschrieben bekommen und vertrage es nur schlecht bzw. es wurde überdosiert. Auf der Suche nach einer Alternative habe ich gerade deinen Artikel gefunden...es ist kaum auszuhalten und ich werde meinen Arzt sofort nach den Feiertagen zur Rede stellen und, falls nötig, wechseln.
    Wie ist es möglich, dass wir Menschen so grausam sind und nur des Profits wegen zu solchen Mitteln greifen und vor allem, was können wir dagegen tun?
    Ich danke dir für diese Aufklärung und verstehe mich als Multiplikator!
    Odette Schumann

  • #3

    Gudrun Kaspareit (Samstag, 02 Januar 2016 19:10)

    Liebe Odette,
    es ist schön zu lesen, dass mein Artikel auf fruchtbaren Boden gefallen ist und tatsächlich Menschen erreicht, die dann als Multiplikatoren weiter wirken. Dies war die Hoffnung für mich, diese Seite einzurichten. Ich danke Dir sehr,
    ganz liebe Grüße, Gudrun