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Nachhaltigkeit

Unter dieser Rubrik möchte ich künftig Produkte vorstellen, die sich durch besondere Nachhaltigkeit auszeichnen.

Ressourcen schonen, die Natur entlasten, Chancengleichheit fördern, das alles kann die Menstruationstasse Ruby Cup

Ihr wollt endlich ernst machen mit dem nachhaltigen Lebensstiel? Kein Plastik mehr, keine Naturzerstörung? Dann gibt es hier neue Produkte, welche Ihr auf Eure Liste setzen könnt.

Tropical Freaks

Die Kaffee-TrinkerInnen entscheiden darüber, ob die 100.000 km² Kaffee-Anbaufläche ein naturnaher Lebensraum für Kolibris und viele andere Tiere ist -- oder Monokultur, die ohne Rücksicht auf die Umwelt billigen Kaffee produziert.

Kanwan

Tödliche Oliven

Text: Gudrun Kaspareit

17.09.2020

Oliven
Von Amarant in der Wikipedia auf Niederländisch, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1928409

Wusstet Ihr, dass Olivenöl nicht vegan ist, dass Millionen Vögel für Olivenöl jedes Jahr sterben? Ich wusste es bis vor kurzem nicht und bin total entsetzt.

Das liegt an der Erntemethode für die Oliven. Traditionellerweise werden die Oliven tagsüber von Menschenhand aus den Bäumen geschüttelt. Doch um die teuren Erntehelfer einzusparen, werden in Italien, Spanien und Frankreich immer öfter Erntemaschinen

eingesetzt. Diese saugen die Oliven aus den Bäumen, und zwar nachts. Nachts ist es kühler, das soll besser sein für das Aroma der Oliven. Doch in der Nacht schlafen viele Vögel in den Bäumen. Wenn die Erntesauger kommen, sitzen die Vögel erstarrt und geblendet von den Scheinwerferfern in den Zweigen und zwischen den Blättern. Sie verlassen sich auf ihr Versteck und werden einfach mit aufgesaugt. Man könnte diese Tragödie ganz leicht stoppen, indem man am Tage erntet, denn da fliegen die Vögel bei Gefahr einfach davon. Jedoch die Olivenbauern freuen sich über ihr illegales Zusatzgeschäft, denn die Vögel werden als Delikatesse unter dem Ladentisch gehandelt. Gerade Spanien, Italien und Frankreich sind ja auch klassische Vogelfänger Nationen.

Allein in Spanien werden jährlich schätzungsweise 2,6 Millionen Vögel eingesaugt, wie „Nature“ berichtet. In Portugal sind es demnach etwa 96.000 Vögel. Griechenland und Italien äußern sich dazu nicht. Die Bäume werden nachts abgeerntet, da die Aromastoffe der Oliven bei kühleren Temperaturen besser erhalten bleiben. Die Maschinen fahren

dabei automatisiert durch die Olivenhaine und saugen die Früchte ein – samt Unmengen von Vögeln.

Denn von Oktober bis Januar und damit während der Erntezeit, überwintern Millionen Vögel im Mittelmeerraum, darunter auch viele geschützte Arten.

Sie haben nach Einschätzung von Wissenschaftlern kaum

Überlebenschancen, da sie, durch starkes Licht geblendet, nicht schnell genug reagieren können. Und selbst wenn sie es zur nächsten Hecke schafften , fährt dort schon der nächste Ernteroboter vorbei.

Immerhin hat Andalusien, wo es die meisten Olivenhaine Spaniens stehen, empfohlen auf diese Praxis zu verzichten.

Frankreich und Italien ignorieren das Problem, im Gegenteil, die Olivenproduzenten verkaufen die toten Vögel als "pajarito frito"

(gebratenen Vögel) an lokale Hotels.

 

Als Verbraucher sollten wir auf folgendes Siegel achten:

"FAO GIAHS" (Globally Important Agricultural Heritage System), bei Olivenöl mit diesem Siegel wurden die Oliven per Hand geerntet. Mit dem Kauf solcher Produkte werden Betriebe unterstützt, die der

traditionellen und umweltschonenden Olivenernte verpflichtet sind und vor allem keine Vögel auf dem Gewissen haben

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