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Fohlen züchten für den Schlachthof

Haflinger
Hans Christian Klein _pixelio.de

 

Alle Jahre wieder, seit Jahrzehnten, werden in Bayern und Östereich Pferde für den Schlachter gezüchtet. Haflinger, Noriker und andere Rassen leben oben auf den Almen in relativer Freiheit, genießen ihr Pferdeleben und bekommen Nachwuchs.

 

Aber wenn dann der Almabtrieb im Herbst kommt, beginnt das große Aussortieren. Die jungen Hengstfohlen sind oft Überschuss. Mit ihnen kann man nicht züchten, man kann sie kaum verkaufen, denn der Markt ist gesättigt und die Kastration teuer. Schneller und lukrativer ist es sie direkt an den Schlachter abzugeben. Aber auch der deutsche Markt für Pferdefleisch ist übersättigt denn die Deutschen essen kaum Pferdefleisch. Also werden die Tiere verladen und treten eine oft sehr lange Reise an, nach Italien oder Frankreich, dort wird Pferdefleisch gerne genossen. Außerdem ist das Schlachten dort billiger.

 

Nun mag man argumentieren, dass man es mit Rindern, Schweinen und Schafen genau so, oder schlimmer, macht. Sie werden für den Fleischkonsum gezüchtet. Doch uns befremdet, das Pferde Freunde sind und Freunde isst man nicht.

 

Pferde, vor allem, wenn sie zuvor herumtollen konnten und nicht in der Stallbox an langes herumstehen gewöhnt sind, leiden unter Kreuzverschlag, bei den oft langen Transporten, sie leiden unter Hunger, Durst und dem Verlust der gewohnten Herde. (genau wie Schweine und Rinder bei ihren oft langen Transporten auf dem Weg zum Schlachter.)

 

Man könnte in den Herden auf den Almen natürlich die Hengste separieren, dann gäbe es keinen Nachwuchs, aber erstens finden die Touristen die munteren Fohlen sooo süß und zweitens bringen die Schlachtfohlen schnelles Geld. Da sie keine Papiere haben, ohne teure Decktaxe entstehen und sich quasi selbst aufziehen lohnt sich das finanziell allemal.

 

Unsere deutsche Seele schreit auf, wir essen weder Hunde noch Pferde, denn sie gelten als Freunde, aber das ist eine kulturelle Frage. Der Muslim isst kein Schweinefleisch, während der Deutsche es liebt. Der Chinese isst Hunde und hat kein Problem damit. Der Franzose und der Italiener isst dagegen gerne Pferdefleisch. Außerdem ist das Schlachten dort billiger.

 

Dennoch blutet uns das Herz, wenn vollkommen gesunde Pferdekinder abtransportiert und getötet werden.

 

Ebenso Usus ist das in der Traberzucht. Wenn schon klar wird, das die Pferde bei den Rennen kein Geld einbringen, wandern sie zum Schlachter. Als Freizeitpferde sind sie fast unvermittelbar, denn sie lassen sich kaum galloppieren und verfallen eher in einen schwer zu sitzenden Renntrab. Dabei sind diese Pferde aussergewöhnlich nervenstark, menschenbezogen, intelligent und freundlich.

 

Es gibt einen weitern Skandal, Suventionsbetrug.

 

In Östereich wird die Zucht von Lipizzanern, Shagya Arabern, Huzulen Pferden und Norikern von der EU gefördert, da diese Rassen in ihren Beständen bedroht sind.

 

In anderen deutschen Bundesländern wird die Zucht von verschiedenen Kaltblutrassen gefördert, ebenso wie die berühmten Dülmener Ponys. Hier sind allerdings keine vermehrten Schlachttransporte bekannt. Bei dem Subventionsbetrug geht es also in erster Lienie um die Noriker in Östereich. Der Noriker ist ein gutmütiges, gemütliches und kinderfreundliches Pferd. Die Haflinger Zucht wird nicht subventioniert.

 

Es kann und darf einfach nicht sein, dass Subventionsgelder und damit Steuergelder in die Zucht von Schlachtpferden fließen und somit die Förderung ad absurdum führen.

 

grasende Pferde
Marianne J._pixelio.de

 

Wenn Ihr wissen wollt, wie es auf den Autionen, Tiermärkten und Transporten zugeht, informiert Euch hier: http://www.interessengemeinschaft-grenzenlos.de/berichtebilder/oesterreich/fohlen-fuer-die-wurst/index.php

 

Und hier ist das wahre Grauen, hautnah!

 

http://horsefire.npage.de/noriker-und-haflinger-schlachtfohlen.html

Fohlen
jeannette_pixelio.de
Kommentare: 11
  • #11

    Hubert von Wenzl (Samstag, 18 Februar 2017 17:34)

    Liebe Gudrun,
    danke für die prompte Erledigung, jetzt funktioniert es wieder.
    LG Hubert

  • #10

    Gudrun (Samstag, 18 Februar 2017 17:06)

    Lieber Hubert,
    vielen Dank für den Hinweis, ich habe es geändert
    LG Gudrun

  • #9

    Hubert von Wenzl (Freitag, 17 Februar 2017 18:16)

    Da ich sehe, dass oben noch meine URL von blog.de ist und es blog.de ja seit 2012 glaube ich nicht mehr gibt, gebe ich hier die neue Adresse von Wordpress.com zum exportierten Beitrag an.

    https://hubwen12.wordpress.com/2012/09/05/traurige-schlacht-fohlen-versteigerungen-14680630/

    LG Hubert

  • #8

    Gabriele (Sonntag, 02 Oktober 2016 21:01)

    Hsllo, wir haben Pferdehof mit Offenstallhaltung am Bsuernhaus und ich würde gerne ein Pferd vom Schlachter freikaufen.
    Wer kann helfen?

  • #7

    BB (Donnerstag, 23 Juli 2015 11:53)

    Grauenhaft!
    Die Seite sollte hier eine öffentliche Petition dagegen anhängen, damit Jeder, den der Bericht berührt, sofort etwas dagegen tun kann.
    Ich finde es schön, dass es solche Seiten gibt, denen die Umwelt und Tiere am Herzen liegen und die uns die Augen öffnen.

  • #6

    Ursula JAkobs (Mittwoch, 01 Juli 2015 18:21)

    Warum muessen die Tiere ueberhaupt solche Stapazen aushalten,wenn es denn sein muss,soll man sie doch hier schlachten und ihnen nicht noch solche Horrorreisen zumuten.Unsere Regierung soll mal etwas vernünftiges tun und das ändern.Jeder Tiertransporter den ich sehe treibt mir die Traenen in die Augen und ich möchte gern helfen,sehe aber wie machtlos ich bin.....

  • #5

    Kathrin (Dienstag, 05 Mai 2015 11:45)

    Ich habe so ein ehemals als Schlachtfohlen vorgesehenes Pferd bei mir. Es ist ein wundervoller Noriker aus ihm geworden. Ich bin so glücklich darüber. Es ist nur zu hoffen, dass die Zuchtverbände umdenken und sich bemühen die Zucht einzuschränken und die Vermittlung in gute Hände dem Verkauf an Schlachtunternehmer vorziehen!

  • #4

    Lucy (Dienstag, 24 Februar 2015 07:02)

    Ich würde gerne ein schlachtpferd im Internet kaufen auf welcher Seite wahre das möglich?

  • #3

    Baboila 1234 (Dienstag, 27 Mai 2014 18:25)

    Es ist schlimm- Und wir Menschen machen die ganze Natur kaputt!!!! Wir töten Tiere und betreiben Massentierhalting!!
    Und nur alles dass wir Geld sparen !!!! Das ist ech gemeinm gegen überden waen was uns die Tiere und die Natur gegben!!!!!!!!!!!!!!!!!! Liebe- Geborgeheit-Sicherheit das gibt unds die Natur und die Tiere. Und wir machen es kaputt.

  • #2

    Eva Schmelzer (Samstag, 02 November 2013 13:29)

    So, so traurig! Ich habe mir ehrlich gesagt die Links nicht noch zusätzlich angeschaut, allein Gudruns Text hat mich betroffen genug gemacht - und böse über diese leichtfertige EU-Subventionspoltik. Da muss unbedingt sehr viel genauer hingeschaut werden, überall werden diese Gelder missbraucht, z.B. auch für Rumäniens Hunde in den sog. "Tierheimen", dasselbe in Italien, und in Spaniens Stierkämpfe fließen jährlich 10 Mio allein aus Deutschland. Pelztierfarmen werden subventioniert, ebenso quälerische Massentierhaltungen. Erika hat recht: Von selbst verändert die EU nichts, ich bin auch sicher, dass viele Abgeordnete überhaupt nicht ausreichend darüber informiert sind. Deshalb können Proteste und Petitionen hilfreich sein. Dazu muss aber erst eine umfassende Aufklärung stattfinden.

  • #1

    Erika Bulow-Osborne (Freitag, 01 November 2013 13:59)

    Nur wenn es um den Missbrauch von EU Subvention geht, haette eine Petition eventuellen Erfolg. Gesetzgebung in der EU wird nicht veraendert, auch nicht in den Laendern. Erreichen kann man Medien-Interesse lediglich durch Anklagen und Aufdeckung widriger Zustaende, oder wegen zu langer Entfernung bis zum Schlachthof. Ein Teufelskreis.