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Das Unglück der tibetischen Nomaden

Text: Gudrun Kaspareit

Quelle: www.tibet-initiative.de

15. 07. 2014

Tibetisches Hochland
Joachim Zimmermahh_pixelio.de tibetisches Hochland

 

Das Unglück der tibetischen Nomaden

 

Sie haben ihre Art zu leben verloren, ihre Traditionen, ihre Weiden des Hochlandes, ihr Vieh.Statt dessen leben sie nun in uniformen Ghettos aus Beton, ohne Arbeit, ohne Perspektive.

Ihr Vieh mussten sie schlachten oder verkaufen, dann wurden sie von der chinesischen Regierung in kleine Dörfer mit Betonbaracken zwangsumgesiedelt.

Die Begründung der Chinesen: „Diese Maßnahme solle dass tibetische Hochland vor Erosionen und Überweidung schützen und außerdem die Nomaden vor Verarmung bewahren.“

Tatsächlich sind die tibetischen Nomaden nun arbeits. - und perspektivlos, sowie ihres traditionellen Lebens beraubt. Die Chinesen in dess haben nun freie Bahn, um das Land auszubeuten:

Bodenschätze werden geplündert, Staudämme zur Stromgewinnung gebaut und Wälder abgeholzt. Der Energiehunger Chinas ist gigantisch.

Selbst chinesische Wissenschaftler sehen die Situation kritisch. Die Nomaden hatten das Land extensiv beweidet und lebten seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur. Nun sind sie ihrer Selbstbestimmung beraubt und das sensible Ökosystem Tibets ist in Gefahr.

Weiter Informationen findet Ihr hier:

www.tibet-initiative.de

Kommentare: 1
  • #1

    Eva Schmelzer (Freitag, 08 August 2014 17:17)

    Sind 138 Selbstverbrennungen in 16 Jahren, die letzte im April dieses Jahres, nicht schreckliches Zeichen genug, wie verzweifelt diese Menschen sind? Wenn sie die chinesische Regierung nicht rühren, wäre es nicht ein Appell an die Weltgemeinschaft? Die Zugehörigkeit zu China dieses Landes mit einer jahrhundertealten eigenständigen Kultur ist völkerrechtlich ohnehin höchst umstritten.
    Dass nun auch noch die Natur auf dem "Dach der Welt" zerstört werden soll, habe ich erst durch Gudruns Beitrag erfahren und bin entsetzt.