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Nachhaltigkeit

Unter dieser Rubrik möchte ich künftig Produkte vorstellen, die sich durch besondere Nachhaltigkeit auszeichnen.

Ressourcen schonen, die Natur entlasten, Chancengleichheit fördern, das alles kann die Menstruationstasse Ruby Cup

Ihr wollt endlich ernst machen mit dem nachhaltigen Lebensstiel? Kein Plastik mehr, keine Naturzerstörung? Dann gibt es hier neue Produkte, welche Ihr auf Eure Liste setzen könnt.

Tropical Freaks

Die Kaffee-TrinkerInnen entscheiden darüber, ob die 100.000 km² Kaffee-Anbaufläche ein naturnaher Lebensraum für Kolibris und viele andere Tiere ist -- oder Monokultur, die ohne Rücksicht auf die Umwelt billigen Kaffee produziert.

Kanwan

Die Schlagfalle

Text und Fotos: Gudrun Kaspareit

Es war vor zwei Jahren im Winter, als mir bei einem Spaziergang diverse Bussarde auffielen, die sich um etwas am Boden liegendes balgten. Da der Boden gefroren war, ging ich über den Acker, um nachzuschauen. Dort war ein großzügig angelegter Futterplatz (obwohl keine Notzeit ausgewiesen war)

Ein Heulageballen stand dort, dazu gab es Dreschabfälle und Melasse.

Futterstelle, Heulage

Als ich näher kam, sah ich auch, worum sich die Raubvögel stritten. Ein paar tote Hühner lagen herum

Tote Hühner

Ich wunderte mich noch, und grübelte weshalb man die Raubvögel (und Füchse, Marder u.s.w.) füttern wollte, als ich den Hochstand sah. Natürlich wollte man die Tiere nicht füttern, sondern sie anlocken, um sie zu schießen. Da fiel mein Blick auf eine selbst gebastelte Schlagfalle mit einem Hühnerflügel als Köder.

Schlagfalle

Ich hatte meine Hausaufgaben gemacht. Schlagfallen waren seit 2000 verboten. Das war eine Straftat, so etwas musste angezeigt werden. Und zwar bei der Polizei UND der unteren Landschaftschutzbehörde. Gesagt, getan. Der Polizist brachte seinen Kollegen mit, der war Jäger und konnte das Problem deshalb am besten erfassen, sagte der Polizist. Und die Frau von der unteren Landschaftschutzbehörde, zog den Kreisjägermeister zurate.

Was denkt Ihr, wie die Sache ausging? Einer der Herren Jäger (jeder bezichtigte den anderen) gab meine Daten beim Landbesitzer und dem Jagdausübungsberechtigten preis, was zwei durchstochenen Reifen und mehrere Drohanrufe zur Folge hatte.

Letztlich konnte man die Behörden davon überzeugen, dass der 13 jährige Bengel des Bauern (der war noch nicht strafmündig), die Falle gebastelt hatte. Die Angelegenheit verlief im Sande.

Und heute?

Futterstelle und Hochstand

Ein Futterplatz direkt unter einem Hochstand mit Heu, Dreschabfall und Melasse......

Futterplatz mit Rüben

....und Rüben für die Wildschweine und......

totes Huhn
Totes Huhn

.....toten Hühnern.

Kommentare: 7
  • #7

    Jürgen Engelmann (Donnerstag, 29 November 2018 20:31)

    Die Jagd ist immer noch ein Privileg. auch, weil sie viel Geld kostet. Also setzt sich die Jägerschaft überwiegend aus Leuten zusammen, die gut verdienen. Und die sitzen auch dort, wo Entscheidungen getroffen werden. Und die werden sich nicht gegenseitig jagen sondern sich, wie in Deinem Fall, gegenseitig schützen. Und Du kannst nichts machen, wenn Du nicht zum Opfer der Gewalt oder Psychoterror werden willst. Genau dafür hat man das Wort "Ohnmacht" ohne Macht, erfunden. Es lebe die Demokratie und der Rechtsstaat !!! Die dümmsten Bauern haben eben doch manchmal die größten Kartoffeln.

  • #6

    Rainer Olßok (Mittwoch, 08 November 2017 01:02)

    Hallo Gudrun,
    in solch einem Fall,bei Verdacht auf illegalen Vogelfang,zuerst das Komitee gegen Vogelmord(Abt.EDGAR) oder beim NABU Landesverband melden.Naturschutz-und Jagdbehörden sind nicht für die Auklärung von Straftaten zuständig.Ist ein illegaler Vogelfang nachgewiesen,ist die Polizei laut Strafprozessordnung(§163) verpflichtet die Straftat zu verfolgen.Erfahrungsgemäß will die Polizei mit solchen "Sachen" nichts zu tun haben,desshalb auf die Strafprozessordnung mit Nachdruck hinweise.Und nebenbei bemerkt,aktzeptiert das Komitee gegen Vogelmord auch Anonymität der Melder.
    LG.Rainer

  • #5

    A. (Freitag, 24 April 2015 00:26)

    Jäger, auch wenn sie Polizisten sind, und Jagdbehörden halten zusammen, es passiert überhaupt nicht. Eher dem jenigen der diese Sauerrei zur Anzeige bringt. Auch ich laufe mit offenen Augen in die Gefahr des Ärgers mit den perfekten Tier,- Umwelt,- und Naturschützern wegen meiner HP. Dann werdet ihr auch sicher verstehen warum ich meinen Namen hier nicht nennen möchte. ;-)

  • #4

    Christine Pfennings (Freitag, 02 Mai 2014 12:34)

    Hallo!
    Es gibt auch pflichtbewusste und gewissenhafte Jäger.
    Die nicht mit Fallen arbeiten und mit toten Hühnern anfüttern.
    Die andere Seite der Medallie ist nämlich, das Schwarz-, Rot- und Dammwild bei uns in Deutschland keine natürlichen Feinde mehr haben. Und wohin würde das führen, wenn diese Tiere sich ungebremst vermehren?
    Die Tiere würden den Wald stark schädigen, da sie z.B. die jungen Triebe der Bäume fressen und irgendwann durch mangeldes Nahrungsangebot verhungern.
    Ich kenn zum Glück Jäger, die diese Aufgaben des Naturschutzes mit Gewissen und Verantwortung für die Tiere war nehmen.
    es sind nicht alle gleich.
    Zum Glück!

    Einen schönen Tag noch.

  • #3

    Marion Hartmann (Sonntag, 16 Juni 2013 08:34)

    Die Ignoranz solcher Angelegenheiten, verbunden mit dem Versuch, diese als bewußte Straftat zu vertuschen, ist an der Tagesordnung! Und genau diese Vorgehensweise, wie sie hier beschrieben ist, die Nennung der Daten des Anzeigers, hält viele Leute davon ab, Tatsachen zu melden. Respekt vor soviel Mut, eine Straftat zu erkennen, sie anzuzeigen und..., dabei den Kürzeren zu ziehen! Schlimm!

  • #2

    Gudrun Kaspareit (Freitag, 05 April 2013 07:35)

    Liebe Margot,
    das denke ich auch, aber in diesem Fall hat der Bauer seine Kinder vorgeschickt, um der eigenen Strafe zu entgehen und das finde ich extrem armseelig

  • #1

    margotkoepf@web.de (Donnerstag, 04 April 2013 22:06)

    Ein 13 jähriger Junge weis weis ganz genau was er macht .
    Darum sollte er auch Bestraft werden .
    Mindestens mit Sozialen Stunden .