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Gertrude Jekyll

Text: Marion Hartmann

26. 09. 2015

Keine andere Person wurde in der Gartengeschichte Englands so berühmt, wie Getrude Jekyll, welche zudem noch darüber hinaus die Gartengestaltung in der ganzen Welt maßgeblich beeinflusste.

Die große Lady der Gartenwelt und begnadete Gestalterin plante nicht nur 400 Gärten, sondern gewann auch eine Sonderstellung in literarischer Arbeit.

So schrieb sie über 1000 Artikel über gärtnerisches Gestalten und Pflanzenanwendungen, wie auch zusätzlich 13 Bücher.

Daneben befasste sich die studierte Künstlerin und Designerin mit Malerei und kunsthandwerklichen Techniken, wie Holzschnitzerei, Stickerei und Fotografie.

 

Munstead Wood: Hier hat Gertrude Jekyll viele Jahrzehnte gelebt und ihre kleine Versandgärtnerei betrieben. Der Garten ist authentisch erhalten und gilt als eine Pilgerstätte aller Jekyll Freunde. Es ist nur ein kurzer Fussweg nach Busbridge Church, wo sich das Grab der Gartenkünstlerin befindet. Gravetye Manor: Miss Jekyll und William Robinson waren enge Freunde und ergänzten sich in ihren Ansichten um Pflanzungen

 Zur Gartengestaltung sagte sie:

"Ziel muss immer sein, die Pflanzen nach bestem Wissen und Können so zu setzen, als wolle man Bilder von lebendiger Schönheit schaffen!"

Sie gestaltete mit Vorliebe Farbrabatten, die sie den Jahreszeiten zuordnete.

Somit waren ihre Gärten eine Abfolge von Bildern durch die verschiedenen Jahreszeiten.

Die englische Rose "Gertrude Jekyll", eine stark duftende Strauchrose, wurde nach ihr benannt.

https://www.youtube.com/watch?v=q0eRSruAySo

 

1889 lernte sie den jungen, reformorientierten Architekten Edwin Lutyens kennen, der sich gerade selbstständig gemacht hatte und den sie mit dem Bau ihres Hauses beauftragte, was den Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Gartengestalung brachte.

Sie hatten beide ein großes Interesse an alten Häusern und Gärten, den handwerklichen Traditionen und einheimischen Baustoffen.

https://www.google.de/search?q=%C2%A0https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Lutyens%C2%A0&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=HQcHVoXpPMO9sQH6rYiACA

Gertrude Jekyll war immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Pflanzen auf ihren Reisen, kein Berg und keine Wüste schreckten sie.

Sie entwickelte eine Baumschule und gründete eine Gärtnerei.

https://www.youtube.com/watch?v=pKVKcpE_gIg

Scherenschnitt Gertrude Jejyll
(c) Erika Bulow-Osborne Scherenschnitt Gertrude Jekyll
Kommentare: 4
  • #4

    Eva Schmelzer (Sonntag, 04 Oktober 2015 10:01)

    Danke, liebe Marion, dass Du uns diese interessante Persönlichkeit vorgestellt hast. Ein kleines bisschen erinnert sie mich an Erika, durch die ich auch schon Pflanzen kennen gelernt habe, von denen ich nie etwas zuvor gehört hatte. Aber ich weiß auch, dass Erika diese Frau sehr bewundert.
    Am meisten fasziniert mich an Gertrudes Arbeit: "Sie gestaltete mit Vorliebe Farbrabatten, die sie den Jahreszeiten zuordnete. Somit waren ihre Gärten eine Abfolge von Bildern durch die verschiedenen Jahreszeiten." Ich hatte früher mal einen kleinen Garten und wollte das auch schaffen, dass der Garten jeder Jahreszeit entsprechend eine kleine Pracht darstellt - es ist sehr schwierig. Nochmals vielen Dank, Marion.

  • #3

    Eva Schmelzer (Samstag, 03 Oktober 2015 15:40)

    Ich finde keinen Text von Marion, nur das Buchcover :(
    Aber der Kommentar von Erika ist ja schon recht informativ, ich erinnere mich, dass sie einen Scherenschnitt von Getrude Jekyll gefertigt hat. Wäre schön, ihn hier nochmal zu zeigen.
    Ich bin sicher, dass der Bericht von Marion (wie immer alles) sehr informativ und einfühlsam geschrieben ist und würde mich freuen, ihn doch noch lesen zu können. Hier oder per PN.
    Liebste Grüße, Eva

  • #2

    Erika (Freitag, 02 Oktober 2015 19:33)

    Der Rosen-Name 'Gertrude Jekyll' bringt noch heute grosse Begeisterung. Erstaunlich war JekyllsVielseitigkeit, Mit Kuenstleraugen gestaltete sie und formte sehr persoenlich gepraegte Gaerten.
    Jede Jahreszeit mit entsprechenden Pflanzen wurde sanft begonnen, steigerte sich und ebbte ab. So mussten sich die Augen der Besucher umstellen, es gab keine Gleichmaessigkeit, nur eine sich immer wieder leicht veraendernde Dynamik von Farbe und Aroma.
    Man spuert in dem Artikel das innere Mitgehen und die Liebe Marions, die, voller Kenntnis und in Erinnerung eigener Gaerten, Gertrude Jekylls Leben und Werk erforschte. Ich las gerade im
    Internet, dass der 1908 gestaltete Garten, den man unter Hinzuziehung der Originalkarte mit gleichnamigen Pflanzen nachgestaltete, am 2. Mai 2016 eroeffnet werden soll. Marions Artikel koennte kaum aktueller sein. Sich durch englischsprachige Literatur hindurchzuarbeiten erfordert extra lange Zeit. Ein grosser Dank gebuehrt Marion.

  • #1

    christine (Donnerstag, 01 Oktober 2015 13:11)

    Danke, sie spricht mich sehr an!
    Gruß
    Christine