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Der Tod der Spree - Desaster für den Spreewald

Spreewald
Nicht etwa der Amazonas, sondern der Spreewald

 

Tonnen von Eisenschlamm aus altem Braunkohle Tagebau bedrohen die Spree und ihre Nebengewässer. Zum Beispiel das Kleinod: den Spreewald.

Für Menschen ungiftig, tötet der Schlamm aber Fische, Frösche, Libellen und Würmer.

Gewässerökologen kämpfen gegen den feinen braunen Schlamm, der sich auf alles legt und das Leben in den Flüssen erstickt.

Der Spreewald lebt vom Tourismus, er wirbt mit einer intakten Umwelt. Damit könnte es bald vorbei sein.

Die Umweltkämpfer sind in einer misslichen Lage, wenn sie zu viel Aufmerksamkeit erregen , bleiben die Touristen aus, wenn sie nicht laut genug sind, stirbt die Region. Die tödliche, braune Brühe steht schon am Rande des Spreewaldes.

Schuld an dem braunen Schlamm, auch Eisenocker genant, ist der Braunkohle Tagebau, der seit Jahrzehnten in Brandenburg, der Lausitz und Mecklemburg betrieben wird. Man geht davon aus, dass die Spree alleine in der Talsperre Spremberg 6,8 t Eisenhydroxid ablagert – pro Tag.

 

Tatsächlich arbeiten Unternehmen und Umweltschützer gemeinsam an dem Problem und versuchen durch ein langsames durchfließen vorgelagerter Kanäle und Teiche, den zu Boden sinkenden Eisenocker abzubaggern.

Aber man wird sich ernsthaft fragen müssen, wie es mit dem Kohleabbau weitergeht, denn die Firma VATTENFALL möchte gerne noch die 1,3 Milliarden Tonnen Kohle abbauen, die hier lagern.

 

Die Region kann sich aussuchen, ob es der mäßigen Wohlstand durch Kohlegewinnung rechtfertigt, danach ein totes Ökosystem zu haben.

 

(Text: Gudrun Kaspareit)

Spreewald
Spreewald

Aus meinem Reisetagebuch

 

Natürlich habe ich auch den Spreewald besucht und natürlich habe ich eine Kahnfahrt gemacht und bei dem ganzen Touristenrummel habe ich nicht erwartet, den Spreewald und seinen Zauber tatsächlich zu entdecken, aber weit gefehlt. Selbst bei dieser touristischen Massenveranstaltung wurde die Schönheit diese Ortes offenbar. Wassernetze, Kanäle, Fließe... alle natürlichen Ursprungs, kein einziger wurde künstlich angelegt. Hauptverkehrsmittel, der Kahn. Motorbote jeglicher Art sind verboten. Vollkommene Stille, nur leises Plätschern. Das Land, auf dem die Häuschen stehen, gehört den Bürgern, nicht dem Staat – schon immer. Und diese Bürger sind der Volksstamm der Sorben. Mit eigener Sprache, Gebräuchen und Trachten. Die Sorben sind sehr stolz darauf und pflegen ihre Traditionen.

Der Spreewald ist ein Naturparadies, randvoll mit Fischen, schillernden Libellen und seltenen Wasservögeln wie z. B.dem Schwarzstorch. Aber am beeindruckensten ist die vollkommene Ruhe, weitab von jeglichem Motorenlärm. Nur Vogelzwitschern und Wasserplätchern......

(Gudrun Kaspareit)

 

Spreewald
Spreewald
Kommentare: 2
  • #2

    Christopher Kerkovius (Montag, 15 April 2013)

    Sehr schöner, schrecklicher Bericht udn wunderbare Fotos, liebe Gudrun.
    Aber ist ist immer das Gleiche. Die Verbrecher aus Politik und Wirtschaft sind so verdammt mächtig und zudem i.d.R. keinen wirklich lebensnotwendigen Argumenten zugänglich. Die opfern auch OHNE BEDENKEN ihre eigenen Kinder jedem auch noch so kurzfriastigen Profit oder Machterhalt!

  • #1

    Gudrun Kaspareit (Sonntag, 14 April 2013 17:49)

    Ich weine heiße Tränen, aber egal,Hauptsache Vattenfall verdient noch ein paar Miliönchen