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Braunkohletagebau Hambacher Forst

Braunkohletagebau
Braunkohletagebau Hambacher Forst Wikipedia

Kaum etwas ist so umweltzerstörerisch wie Braunkohletagebau und nichts ist so klimaschädlich wie das Verbrennen derselben. Stets wird der Gewinnung von Braunkohle der Vorrang vor Naturschutz eingeräumt. Wieder will und wird RWE weitern Wald zerstören. Bis zum Jahre 2040 sollen 4100 Hektar Wald gewichen sein. Damit existiert der Hambacher Forst praktisch nicht mehr und Deutschland kann das „größte Loch in Europa“ sein eigen nennen. ( 85 Quadratkilometer groß und 450 Meter tief)

 

Schon Kaiser Otto der Zweite hat den Hambacher Forst als sog. Bürgerwald erwähnt. Die Entwicklung des Waldes ist seit dem Verschwinden der letzten Eiszeit nie unterbrochen worden.

Er ist einer der größten Eichen – Hainbuchenwälder Deutschlands. Zudem gibt es dort ein natürliches Vorkommen von Winterlinden, ein Restbestand aus der Wärmeperiode des Atlantikums.

Der Wald ist Lebensraum vieler geschützter Arten, wie der Bechsteinfledermaus, der Haselmaus, dem Mittelspecht oder dem Springfrosch. Die Störung, gar die Zerstörung dieser Lebensräume ist nach FFH Richtlinien gemäß Artikel 12 streng verboten.

Obwohl der Wald mit seinem hohen Totholzanteil alle Kriterien eines FFH Gebietes erfüllt, wurde keine Meldung als „Natura 2000 Gebiet“ an die EU Kommission gemacht. Damit war der Weg für den Tagebau frei.

 

Natürlich ist das Verschwinden des Waldes und das Verbrennen der Braunkohle auch klimarelevant, will sagen, dass was der Tagebau übrig lässt, vernichtet die Erderwärmung.

 

Text:Gudrun Kaspareit

Quelle: http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/braunkohle/braunkohle_und_umwelt/braunkohle_und_landschaftszerstoerung/

 

Bäume statt Kohle

 

Aktivisten richten sich erneut in den Bäumen am rheinischen Braunkohletagebau ein. Sie wollen die weitere Abholzung des Waldes verhindern.

Eine Gleisbesetzung wurde am Samstag von der Polizei geräumt. Es gab mehrere Festnahmen und Anzeigen wegen Nötigung und Widerstands gegen Beamte.

 

Westlich von Köln, im Hambacher Forst, will RWE erneut Wald roden. Abermals etwa 1000 ha. Und das schon ab Montag. Dann gibt es dort drei große Braunkohlereviere. Damit wäre das rheinische Braunkohlerevier Europas schlimmster Klimaverpester. So hatten wir uns die Energiewende nicht vorgestellt. Das ist eher eine Rolle rückwärts ins Mittelalter. Macht RWE nicht gerade eine große Werbekampagne für Strom aus erneuerbarer Energie? Oder meinten sie, als sie von grünem Strom sprachen, dass sie grünen Wald und grünes Land schänden und vernichten, um die klimaschädlichste der Kohlesorten aus der Erde zu kratzen und zu verheizen? Da hab ich scheinbar etwas herzhaft missverstanden.

Aber was Vattenfall in Mecklemburg Vorpommern Recht ist, muss RWE im Rheinischen ja billig sein!

 

Erneut möchte ich hier den alternativen Nobelpreisträger Nnimmo Bassey zitieren.

„Die Welt wird durch fossile Brennstoffe angetrieben, aber das ist nicht mehr zeitgemäß. Man sollte Öl und Kohle im Boden lassen. Die Menschheit ist intelligent genug Alternativen zu ersinnen. Der Mensch ist Teil der Natur, er zerstört sich selbst, wenn er die Natur zerstört. Warum sollte man über Kohlendioxidspeicherung nachdenken, um die Kohle nachhaltig erscheinen zu lassen? Das ist nicht intelligent.“

 

RWE, habt ihr zugehört? DAS IST NICHT INTELLIGENT! Ihr seid Teil der Natur, ihr zerstört euch selbst, wenn ihr die Natur zerstört!

 

(Gudrun Kaspareit)

 

Infos zum Hambacher Forst,

http://hambacherforst.blogsport.de/infos-zum-wald/

 

Braunkohletagebau
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Kommentare: 1
  • #1

    Erika Bulow-Osborne (Dienstag, 01 Oktober 2013 08:04)

    Ein dringender Appell an die EU Kommission ist notwendig, damit dem Hambacher Forst Gerechtigkeit widerfaehrt. FFH Richtlinien und Artikel 12 sollten genuegend Beweis sein, dass er erhalten bleiben muss.
    Die bedrohte Bechsteinfledermaus, Haselmaus, sowie der Mittelspecht und Springfrosch allein brauchen totalen Schutz. Der Eichen-, Hain-Buchenbestand und die kostbaren Winterlinden erfordern, dass wir uns fuer den Erhalt des Forstes starkmachen. RWE muss Nnimmo Basseys Argumente durchdenken, sie enthalten gute Argumente fuer Alternativen.