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Regenwald statt Palmöl

Text und Logo:

http://www.regenwald-statt-palmoel.de/

21.03.2015

 Immer mehr Palmöl wird weltweit angebaut – mit gravierenden Folgen für Mensch und Natur. Vor allem in Indonesien sind diese Folgen sichtbar: Regenwälder weichen riesigen Palmölmonokulturen. Mehrere gemeinnützige Organisationen haben sich zum Aktionsbündnis „Regenwald statt Palmöl“ zusammengeschlossen, um Verbraucher_innen für die Folgen des Anbaus zu sensibilisieren und Alternativen aufzuzeigen.

 

Palmöl ist das billigste und meistverwendete Pflanzenöl weltweit. Der in den vergangenen 20 Jahren extrem gestiegene Verbrauch von Palmöl für Lebensmittel, Kosmetika, Kerzen, Biokraftstoffe etc. hat katastrophale Folgen für die Regenwälder und das Weltklima – das ist mittlerweile vielen Menschen klar geworden. Jahr um Jahr wird Regenwald vernichtet, weil Industrie und Handel ihren Profit maximieren wollen. Aber auch, weil wir, die Konsumenten, die preiswerten Produkte mit Palmöl in großen Mengen nachfragen.

 

Bis vor kurzem wurde in Lebensmitteln Palmöl bei den Inhaltsstoffen als „pflanzliches Fett“ getarnt. Seit dem 13. Dezember 2014 gilt die EU-weite Kennzeichnungspflicht für Lebensmittelinhaltsstoffe, nach der genauer ausgewiesen sein muss, welche Fette und Öle die Nahrungsmittel enthalten. Damit wird offensichtlich, dass fast jedes zweite Produkt im Supermarkt Palmöl enthält.

 

Hersteller und Händler von Lebensmitteln, die Palmöl enthalten, wollen nun aus der Not (also der Kennzeichnungspflicht) eine Tugend machen. Sie behaupten vielfach, nur „nachhaltiges“ oder „Bio“-Palmöl zu verwenden oder Nachhaltigkeit zu „unterstützen“. Dabei berufen sie sich auf Siegel und Zertifizierungen, die allerdings in den meisten Fällen von der Industrie selber herausgegeben werden. Auf der Bündnisseite www.regenwald-statt-palmoel.de wird darum z.B. der Frage nachgegangen: „Nachhaltiges Palmöl – gibt es das?“ Die Problematik und ihre Hintergründe werden auf informative und eindrückliche Weise beleuchtet.

 

Weitere Themen auf www.regenwald-statt-palmoel.de sind die katastrophalen Arbeitsbedingungen auf den Plantagen und die Menschenrechtsverletzungen, die mit der hemmungslosen Ausbreitung von Palmölplantagen einhergehen. So werden die Landrechte der einheimischen Bevölkerung in Indonesien vielfach mit Füßen getreten, was bis hin zum Mord reicht.

 

Organisationen sind eingeladen, sich dem Bündnis als Unterstützer anzuschließen.

 

Gesucht werden außerdem Palmöl-Detektive! Jeder kann mitmachen und Produkte fotografieren, die Palmöl enthalten. Die Fotos können dann auf die Bündniswebsite hochgeladen werden.

 

Um Konsumenten ein Sprachrohr zu bieten und Hersteller und Händler den Verbraucherwillen spüren zu lassen, gibt es Vordrucke für Anfragen an Hersteller und Händler, welche Maßnahmen getroffen werden, um Palmöl zu vermeiden.

 

Machen Sie mit!

 

 

Kommentare: 1
  • #1

    Eva Schmelzer (Donnerstag, 02 April 2015 13:58)

    Ein sehr bedrückendes Thema ist das. Aber eines, das wohl einen überwiegenden Teil der Verbraucher nicht weiter interessiert. Also weiter aufklären, wozu www.regenwald-statt-palmoel.de gute Möglichkeiten bietet, ebenso wie zum Protest bei Herstellern.
    Ein weiteres leidiges Thema, das nicht „nur“ den Regenwald betrifft, ist der Biosprit. Westliche Regierungen haben einen völlig falschen Weg in der Energiepolitik eingeschlagen, diese Strategie muss dringend komplett neu überdacht werden. Das umgewandelte Pflanzenmaterial ist so ineffizient, dass der Biosprit wahrscheinlich nie einen wesentlichen Teil des weltweiten Energiebedarfs decken wird. So werden beispielsweise in Amerika lediglich 6 Prozent des Kraftstoff-Bedarfs durch Biomaterial gedeckt, aber man benötigt dazu rund ein Drittel der kompletten Maisernte. Und für diese Felder wird natürliche Landschaft zerstört. Verschiedene Studien haben zudem gezeigt, dass die Förderung von Biosprit dazu beigetragen hat, die Nahrungsmittelpreise auf der ganzen Welt steigen zu lassen und die Luftverschmutzung zu verschlimmern. Dagegen hat die Verwendung des Biokraftstoffs relativ wenig dazu beigetragen, das für die Erderwärmung wesentliche Kohlenstoffdioxid einzudämmen.