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Fukushima, wann werden die Menschen endlich schlau?

Text: Gudrun Kaspareit

18.03.2014

Fukushima
Fukushima nach diversen Explosionen Wikipedia By Digital Globe [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

 

Trotz der Katastrophe von Fukushima, treibt die Japanische Regierung die Pläner zur Wiedereröffnung zahlreicher, stillgelegter Atomkraftwerke voran.

In Tokio haben 12000 Menschen (für japanische Verhältnisse ist das viel) gegen Atomstrom und für die Verwendung erneuerbarer Energien demonstriert. Schließlich sei Japan, auch als Industrienation, jahrzehntelang ohne Atomkraft ausgekommen. Allerdings haben sich die Menschen bei Wahlen in Tokio gegen zwei Kandidaten entschieden, die als AKW – Gegner bekannt waren.

Auf der anderen Seite sind laut einer repräsentativen Umfrage 80% der Bevölkerung für einen Ausstieg aus der Atomenergie.

 

Drei Jahre ist das Unglück von Fukushima nun her, aber seit drei Jahren bekommt niemand das Problem in den Griff.

Noch immer sind 270000 Menschen in Notunterkünften untergebracht. 3000 Menschen seien infolge von Krankheiten, Stress oder Selbstmord ums Leben gekommen. (Quelle: Japan Times)

Bei den Versuchen, die Atomruine abzureißen sind so viele gravierende Schwierigkeiten aufgetreten, dass die Betreiberfirma TEPCO, immer wieder davor zurückschreckt. Statt dessen lässt sie das hochverseuchte Kühlwasser ins Meer ableiten.

China, Südkorea und japanische Fischer protestieren scharf dagegen, dennoch scheint dies ungefährlicher zu sein, als das strahlenverseuchte Wasser in Fukushima zu lagern.

 

Kommentare: 2
  • #2

    Erika Bulow-Osborne (Dienstag, 01 April 2014 21:29)

    Japans Umkehr zur Atomenergie, ist unverstaendlich, wenn 80% der Bevoelkerung gegen diese Rueckwendung stimmten und eine grosse Anzahl von Menschen gegen Atomenergie demonstrierten. 270000 Menschen leben immer noch in Notunterkuenften und 3000 Menschen wurden bei der Fukushima Katastrophe getoetet. Statt CO2 Ausstoss zu verringen wie geplant, wird es bis 2020 eine 3% Erhoehung geben.
    Am unbegreiflichsten scheint mir Buergermeister Matsuis Einstellung fuer Atomkraft zu sein, weil sein eigener Vater verstrahlt wurde und sein Leben lang in Hiroshima gegen Atomwaffen kaempfte. Die Gier nach Geld und Arbeitsplaetzen scheint jedes vernuenftige Ueberlegen zu blockieren. Ein Leben gilt nichts mehr. es geht nur um Geld. Japan ist von Wind, Sonne und Erdwaerme umgeben, es haette also reichliche Alternativen

  • #1

    Eva Schmelzer (Dienstag, 01 April 2014 18:09)

    Danke für die weiterführende Info und die Links. Die Ignoranz und Vertuschung dieser Katastrophe von seiten der japanischen Verantwortlichen ist schon unfassbar. Da aber zudem auch zumindest die Westküste der USA mit Sicherheit starke Auswirkungen zu spüren bekommt (oder schon erlebt), wurde gefordert, Meßgeräte an den Küsten von Oregon, Washington und Kalifornien aufzustellen. Das wurde von der (unabhängigen!!!) Umweltbehörde EPA verhindert. Anfang des Jahres wurden dann von dem renommierten US-Forschungszentrum MIT Messungen vorgenommen. Diese Messungen haben höhere Werte ergeben als nach der Atom-Katastrophe von Tschernobyl. Und jetzt kommt's: Die US-Behörden hatten versucht, die Wissenschaftler an den Messungen zu hindern!!! Sie stecken alle unter einer Decke, wenn es darum geht, die Menschheit zu täuschen!
    Die Auswirkungen der radioaktiven Verseuchung zeigen sich zunehmend vermehrt vor der amerikanischen Westküste. Massenhaft organisches Material bedeckt die Meeresböden und die Meereslebewesen zeigen unnatürliche Verhaltensweisen. Zudem wurde ein millionenfaches Absterben von Seesternen vor der Westküste der USA und Kanadas beobachtet und vieles mehr. Der Höhepunkt der radioaktiven Welle wird zwischen 2014 und 2015 erwartet. Und trotzdem wird verschwiegen und Forschungen behindert. Jedoch hat die US-Regierung sich vorsorglich mit 14 Millionen Jod-Tabletten eingedeckt.
    Ich nehme an, man hofft, dass die Schäden kleiner bleiben als befürchtet, da Cäsium-134 nur eine Halbwertzeit von 2 Jahren hat. Aber es gibt auch erhebliche Mengen von Cäs-137 und das strahlt mindestens 30 Jahre.