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Atommüll-Albtraum

Atommüllfass
A. Fehmel _pixelio.de

 

Dank der hartnäckigen und wütenden Proteste der Bürger, wurde zum zweiten Mal und diesmal hoffentlich definitiv der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Leider musste erst das furchtbare Unglück von Fukushima geschehen, damit auch der Letzte verstanden hat, wie gefährlich die Atomkraft ist. Dadurch haben die Bürger ihre Proteste potenziert und die Regierung ist schließlich eingeknickt. (Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass der gesunde Menschenverstand ausreicht ohne derart drastische Beispiele)

Aber nun geht der Kampf, die Sorge um die Zukunft unserer Kinder und die Gesundheit der Natur in die nächste Runde.

 

Wohin mit dem gefährlichen Atommüll?

 

Plutonium z.B. hat eine Halbwertzeit von 24.000 Jahren. Das heißt nach 24.000 Jahren hat sich die Hälfte der Strahlung abgebaut, in weiteren 24.000 Jahren davon wiederum die Hälfte und so weiter.

 

Angesicht dieser extrem langen Zeit ist es ein Verbrechen die Atommüllfässer einfach im Meer zu versenken und verrotten zu lassen, so wie im Atlantik bei La Hague. Dort findet in der Nähe sogar noch Fischfang statt.

 

In den letzten 50 Jahren haben sich 100.000 Tonnen Atommüll angesammelt, die im Meer versenkt worden sind, hauptsächlich aus Britannien, der Schweiz und Frankreich.

 

In Sewersk/Russland lagert der Atommüll sogar unter freiem Himmel. Frankreich schickt seine Fässer dort in die Wiederaufbereitungsanlage Tomsk.

 

Aber wir müssen nicht mit dem Finger auf andere zeigen. In unserm „Endlager“ der Asse, welches Millionen von Jahren sicher sein sollte, ist nach nur 30 Jahren Wasser eingedrungen, was ein Umlagern der Fässer und eine erneute Suche dringend notwendig macht.

 

Die Idee, den Atommüll nach Russland zu bringen, ist erst mal vom Tisch. Unseren Dreck anderen aufzubürden war nämlich auch eine Option der Regierung.

 

Den Vogel abgeschossen hat Vattenfall. Der Konzern hat im Keller seines stillgelegten AKWs Brunsbüttel, eine eigene Atommüllkippe mit verrotteten Fässern:

In dem stillgelegten AKW Brunsbüttel bei Hamburg wurden stark verrostete Fässer mit Atommüll im Keller gefunden! Vattenfall hatte schon seit dem 15.12. 2011 Kenntnis davon, hat es aber versäumt die Atomaufsichtsbehörde zu informieren.

Wie gesagt, Brunsbüttel liegt in der Nähe von Hamburg, also in dicht besiedeltem Gebiet. Das es keinen empörten Aufschrei in der Bevölkerung gegeben hat wundert mich bis heute.

 

Am 28. 06. 2013 hat die Regierung ein neues Gesetz zur Endlagersuche verabschiedet, damit ist die Suche wieder ergebnisoffen und es besteht die Hoffnung, dass Gorleben nicht auf dem nuklearen Abfall sitzen bleibt. Andererseits muss man sagen, dass es auf der ganzen Welt keinen Ort gibt, der für Millionen von Jahren wirklich sicher ist.

Damit ist der Atomstrom die teuerste Energie überhaupt. Nicht nur finanziell. Womöglich kostet er uns sogar die Zukunft.

(Gudrun Kaspareit)

Atomkraft nein Danke
Kommentare: 1
  • #1

    meyer david (Sonntag, 13 April 2014 01:39)

    bitte aussteigen!!!!!!!!!!