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Ehrung für Naturschützer

Text: Gudrun Kaspareit

Fotos: Hans Dieter Wiesemann

29.10. 2016

(c) Hans Dieter Wiesemann
(c) Hans Dieter Wiesemann

 

In unserer verrückten Welt, wo alles dem Konsum und der Gewinnmaximierung untergeordnet scheint, gibt es doch auch immer wieder Menschen, welche die Natur bewahren möchten; selten gewordene Pflanzen und Tiere beschützen, andere Menschen motivieren und nicht müde werden aufzuklären über ökologische Zusammenhänge. Solange es solche Menschen gibt, gibt es Hoffnung für diese Welt, mit ihrer einzigartigen Natur.

Stellvertretend für all diese Helden möchte ich hier Hans Dieter Wiesemann nennen, der für seinen unermüdlichen Einsatz am 17.09.16 durch den Landrat das Verdienstkreuz am Bande, den Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland bekommen hat.

Seit 33 Jahren hat er unzählige Projekte angeschoben. 33 Jahre Engagement für die Natur mit ihren Pflanzen und Tieren, die von den Menschen oft ohne Not täglich weiter zerstört werden. Hecken pflanzen, Streuobstwiesen anlegen, Organisation einer Freiwilligenstelle (BUFDI), Kritik an Missachtung des Artenschutzes bei Baumfällung am Sportplatz, falsches Dorfteich-Ablassen und Muschelrettung, Vorbereitung und Organisation der diesjährigen Biotop-Heckenpflege, Förderantrag verfassen usw. Mitgliederwerbung im großen Stil ..... und alles ehrenamtlich.

Er ist seit 30 Jahren im NABU engagiert und hat die Arbeitsgruppe Detmold mit aufgebaut, ebenso wie die Detmolder Ortsgruppe des BUND. Außerdem hat er dafür gesorgt, dass beide Gruppen Hand in Hand arbeiten. Er hat unzählige Projekte initiiert und mitgestaltet und hat sich auch von dem oft heftigen Gegenwind nicht abhalten lassen.

Auch ich möchte Hans- Dieter Wiesemann im Namen der Natur von ganzem Herzen für sein Engagement danken.

(c) Hans Dieter Wiesemann
(c) Hans Dieter Wiesemann
Kommentare: 4
  • #4

    Jürgen Kruse (Samstag, 05 November 2016 19:41)

    Presseerklärung des AK Heckenschutz zum aktuellen Buch: "Ein Herz für Bäume" von Theo Rosing (aus Heek)

    Presseerklärung:

    Heckenmassaker und Baumverstümmelungen jetzt stoppen! - Artenschutz ist überfällig!

    Ab Oktober werden wir nun wieder die Massaker an Heckengehölzen und Bäumen beobachten können, die in dem Buch von Theo Rosing ("Ein Herz für Bäume")
    für die "Münsterländische Parklandschaft" in unserer Region so eindringlich nachgewiesen werden. Hecken werden zerfleddert, zerrissen, gerodet und zu
    funktionslosen Spalieren zusammengestutzt. Bäume werden (selbst an Fahrradwegen) -weit über die Erfordernisse einer "Verkehrssicherung"
    hinaus!- irrsinnig hoch abgeastet. Den Bäumen werden unnötig viele Wunden beigebracht, es entstehen (groteske) Karikaturen, pinselartige Gebilde.
    Es werden Gestalten geformt, die für Radfahrer oder an Parkplätzen kaum noch Schatten spenden können. Durch all diese unötigen Eingriffen tragen vor allem die Bauhöfe der Kommunen und des Kreises und auch der Landesbetrieb "Straßen NRW" -u.a. mit seiner Straßenmeisterei in Legden!- zu forciertem Artensterben bei. Oft wird zur Unzeit den Vögeln und vielen anderen Kleintieren die Winternahrung gedankenlos genommen. Im Frühjahr fehlen dann die notwendigen Blüten für Insekten (Bienenweide).
    Angesichts des dramatischen Sterbens der Tier- und Pflanzenarten ist diese Praxis dringend zu überdenken.
    Wir appellieren an die Verantwortlichen: Bitte lest das Buch von Theo Rosing, überdenkt Eure Praxis und lasst Eure Mitarbeiter bei unabhängigen und qualifizierten Institutionen
    schulen. Bessser in dieser Schneideperode gar nichts tun, als so schrecklich schädlich weitermachen wie bisher!!

    Der Arbeitskreis Heckenschutz informiert gern über ein naturnahes Pflegekonzept und wird den Film "Oasen in der intensiven Agrarlandschaft" zur Aufklärung über das nicht zu verdrängende Problem demnächst überall zeigen.

    Jürgen Kruse

    Arbeitskreis Heckenschutz
    http://www.hecke.wg.vu
    info@heckenschutz.de
    (Mitglied bei NABU und BUND)
    Niehuskamp 3
    48739 Legden-Asbeck
    T: 02566-9709087

    6.10.2016
    ---------------------------------------------------------------
    Münsterland Zeitung - 4.10.2016
    Ein Leben für die Bäume - Theo Rosing will sein Wissen über Baumpflege weitergeben

    HEEK. Es ist eine Art Vermächtnis: Theo Rosing hat mit dem Buch „Ein Herz für Bäume“ sein über Jahrzehnte gesammeltes Wissen und seinen ebensolangen Kampf gegen Raubbau und falsche Pflege bei Bäumen dokumentiert – um ihn jenen zu schenken, die es besser wissen sollten.Das Buch verschickt Theo Rosing an Naturschutzverbände und Behörden, die mit Baumpflege befasst sind.Das Buch verschickt Theo Rosing an Naturschutzverbände und Behörden, die mit Baumpflege befasst sind. Foto: Christiane Nitsche .....

    http://www.muensterlandzeitung.de/staedte/heek/Ein-Leben-fuer-die-Baeume-Theo-Rosing-will-sein-Wissen-ueber-Baumpflege-weitergeben;art963,3123971#newest

  • #3

    Jürgen Kruse (Samstag, 05 November 2016 19:38)

    Guten Tag,
    so mutige Leute brauchen wir! Umweltschutz gäbe es sonst nur auf dem Papier!
    Für den Arbeitskreis Heckenschutz
    Jürgen Kruse, info@heckenschutz.de

  • #2

    Eva Schmelzer (Donnerstag, 03 November 2016 15:49)

    Ich gratuliere Herrn Wiesemann zu seiner Auszeichnung. Ich habe große Hochachtung für ihn und seine ungenannten Mitstreiter, die trotz aller Widerstände unbeirrt für den Erhalt unserer Umwelt kämpfen, die nicht resigniert haben, die sich nicht haben entmutigen lassen von der Ignoranz und sogar Feindlichkeit der Mitmenschen, Behörden, Kommunen, Politik. Und dass ihm seine Lebensaufgabe (ich sehe sein Engagement als solche) so sehr am Herzen lag und liegt, dass er persönliche Schmähungen und Drohungen der Naturwelt wegen in Kauf genommen hat. Er soll ein Vorbild und Beispiel sein für die nachfolgende Generation! Ich wünsche mir, dass dann Menschen wie Sie in der Kommunal- und Landespolitik sitzen, die endlich Verantwortung übernehmen für den Erhalt der Natur, Entscheidungen zu deren Gunsten treffen und nicht nur zu Gunsten der Profitmaximierung. Danke, Herr Wiesemann, für alles, was Sie dafür getan und auf sich genommen haben.

  • #1

    Hans-Dieter Wiesemann (Sonntag, 30 Oktober 2016 22:04)

    Es ist wirklich etwas Besonders, wenn vom höchsten Repräsentanten der BRD und der Ministerpräsidentin des Bundeslandes NRW eine Anerkennung für die unzählig geleisteten unentgeldlichen Stunden für die gute Sache, den Naturschutz, ausgesprochen - und duch Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande dokumentiert wird. Mir ist das, wie man so sagt, unter die Haut gegangen.
    Das Bundesverfassungsgericht hat schon vor vielen Jahren fest gestellt, dass Natuschutz ein Belang sei, von herausragender gesellschaftlicher Bedeutung. Tasache aber ist, wer sich wie ich etwas exponiert für den Schutz, die Pflege und die Entwicklung von Natur und Landschaft einsetzt, stößt nicht nur auf Widerstände in unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft. Er macht sich die zum Feind, die nur an einer Gewinnmaximierung interessiert sind oder persönliche Vorteile in Gefahr sehen. Die Zahl nimmt stetig zu. Bedrohung des Arbeitsplatzes, Verunglimpfung im Internet, Androhung von Gewalt und Verleumdung muss man in unserem Land BRD, in NRW in meinem Kreisgebiet aushalten können und sich schützen. Mein Eindruck nach über 30 Jahren Engagement im Naturschutz ist der, dass das Gemeinwohl immer weniger das vorrangige Ziel der Politik aller Ebenen in unserem Lande ist. Dagegen erhebe ich meien Stimme.