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Die Mistel

Text: Marion Hartmann

Scherenschnitte: Erika Bulow-Osborne

01.07.2015

Scherenschnitt Mistel
(c) Erika Bulow Osborne Scherenschnitt Mistel

Nur eine von den zahlreichen Legenden um die Mistel besagt, dass sie vormals ein Baum gewesen sei, aus dessen Holz das Kreuz gemacht war, an dem Christus starb.

So soll vor Schmerz der Baum eingetrocknet sein, um sich .., in eine Pflanze verwandelnd, hoch oben in den Bäumen jedem Menschen Gutes zu bringen, der respektvoll unter ihr hindurch läuft.

Nie wieder aber wollte sie als Baum in der Welt erscheinen, um nicht dienen zu müssen den bösen Taten der Menschen.

Nur den guten Menschen Glück zu bringen, brachte ihr aber den Nachteil, sich nicht mehr selbst vom Boden nähren zu können, statt dessen halbparasitär sich von Wasser und Nährstoffen anderer Bäume erhalten zu müssen. Nur die Photosynthese betreibt sie selbst mit Hilfe des Sonnenlichts.

Jungen Paaren soll das ewige Glück lachen, wenn sie sich unter einem Mistelzweig küssen!

Neben der Macht der Verheißung ewiger Liebe wird der Mistel auch Heilkraft zugesprochen.

Das erste Mistel Präparat wurde von Dr. Rudolf Steiner entwickelt für den Einsatz in der Krebstherapie.

Mistel Tee wirkt blutdrucksenkend und gegen Arterienverkalkung.

Von den Römern wurde aus den klebrigen Beeren Vogelleim hergestellt zu Zwecken des Vogelfangs.

Die Anzahl der Mistel Arten beträgt je nach Familienabgrenzung zwischen 450 und 1400.

Wie große Vogelnester sitzen die grünen Mistelbüsche im Geäst.

Scherenschnitt Mistel
(c) Erika Bulow Osborne Scherenschnitt Mistel
Kommentare: 2
  • #2

    Eva Schmelzer (Sonntag, 02 August 2015 18:49)

    Was wäre die Naturwelt ohne Marions Beiträge, die sowohl Informatives als auch Erzählerisches beinhalten - und ohne Erikas Scherenschnitte (hier hat sie sich in ihrem Kommentar ja darüber hinaus noch textlich ergänzend beteiligt). Ja, die Mistel ist eine faszinierende Pflanze, die mir auch auf meinen Spaziergängen im Winter besonders auffällt, wenn die Bäume ihr Laub verloren haben und die "Kugeln" in den Zweigen wie riesige Vogelnester besonders auffällig sind.
    Meine liebste Freundin hat die Misteltherapiel vor 2 Jahren zwar nicht vor dem Krebstod retten können, ihr die kurze Zeit bis dahin aber sehr erleichtert.

  • #1

    Erika (Sonntag, 02 August 2015 14:14)

    Es ist eine schoene Legende,dass die Mistel ein Baum gewesen sei. Nur aus Trauer ueber den Tod Jesu wurde sie eine Pflanze, die sich von anderen Baeumen ernaehrt.
    Immer moechte die Mistel das Positive betonen. Die englische Sitte des ersten Kusses unter einem Mistletoe wird noch heute in England gerne gesehen. und je nach der Anzahl weisser Beeren, wird die Anzahl von Kuessen erlaubt.
    Wenn Mistel Praeparate als Zusatz zu aerztlicher Versorgung bei Krebserktankungen benutzt werden,hat die Mistel einen unterstuetzenden Anteil bei jeder Gesundung.