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Hasenlattich

Text: Marion Hartmann

Scherenschnitt: Erika Bulow-Osborne

13.05.2015

Scherenschnitt Hasenlattich
(c) Erika Bulow-Osborne Scherenschnitt Hasenlattich

„Weil Unordnung einen gesunden Leib verdirbt, wie viel mehr einen kranken. … Darum soll in allen Dingen eine Ordnung gehalten werden, die zur Gesundheit diene.“
„Wenn die Natur geordnet ist, geschieht alles, wie es geschehen soll.“
„Was ist das Glück anderes als Ordnung halten wie es die Naturweisheit erfordert? Was ist das Unglück, als ein Eingriff wider die Ordnung der Natur? Geht die Natur recht, so ist es ein Glück, geht sie unrecht, so ist es ein Unglück.“
„So wir vom Glück abhängig lebten, so brauchten wir nicht lernen.“
„Jede Freude des Menschen beginnt zuerst im Herzen.“
„Leben wir in der Tugend, Friedfertigkeit und Liebe, dann haben wir einen günstigen natürlichen Himmel.“

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Die Anschauungen der Hildegard von Bingen waren ähnlich.

Um gesund zu bleiben oder zu werden, sollte man demnach nicht zu oft in die Zukunft schauen.., in heutige Wissenschaft und Forschung, sondern sich den ewig gültigen Lebensprinzipien zuwenden: 

"Ein gesundes Umfeld.., Frieden und Harmonie.., Genügsamkeit in allen Dingen.., Musik, Kunst und Natur als Nahrung der Seele!"

Nichts anderes finden wir in den zahlreichen Büchern des mongolischen Schamanen - Galsan Tschinag- , der vom harten Leben seines Nomadenvölkchens erzählt, aber auch vom Glück der Genügsamkeit und von der strotzenden Gesundheit der Nomaden, inmitten ihrer Götter, Herden und der rauen Natur.

 

Der Hasenlattich

 

Der Hasenlattich, auch Purpurlattich, Berglattich und Waldlattich genannt, ist eine höhenlagige Pflanze mit purpurnen Zungenblüten.

Als Schatten- und Halbschattenpflanze liebt er Mischwälder mit humosen Böden und stellt eine wichtige Nahrungsquelle für Wildtiere dar.

Der Name Lattich stammt von dem Milchsaft im Inneren der Stengel.

Er gehört zur Familie der Korbblütler und ist hauptsächlich in Europa, Asien und Nordamerika beheimatet.

Die Blätter der Pflanze werden heute entweder als Salat gegessen oder getrocknet und für naturheilkundige Zwecke pulverisiert.

 

Hildegard von Bingen empfahl Lattichpulver als kräftigend bei Herz- Kreislauferkrankungen.

Kommentare: 1
  • #1

    Eva Schmelzer (Montag, 01 Juni 2015 14:25)

    Beim Hasenlattich geht’s mir wie beim Glaskraut: Nie vorher gehört! Umso mehr freut mich, dass Du und Erika jetzt hier mit ihm bekannt gemacht haben. Deine Artikel sind alle sehr schön strukturiert, die Pflanze wird aus botanischer Sicht beschrieben, Geschichtliches kommt vor und Legenden, auch Philosophisches und Religion. Und natürlich die Heilkraft der Pflanzen für den Menschen und deren Wichtigkeit für anderes Leben in vielerlei Hinsicht.