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Echter Alant

Text: Marion Hartmann

Scherenschnitt: Erika Bulow-Osborne

Seit der Antike verwendet man den Echten Alant mit seinen strahlend gelben Blüten als Heilpflanze, wie auch in der Tiermedizin.

Im Englischen wird er auch gern "Horseheal" (Pferdeheiler) genannt. Früher heilten Ärzte Pferde, behandelten deren Lungenkrankheiten mit Alant.

Der Alant wurde im Altertum noch als Gewürz verwendet. Sogar die Pest versuchte man, mit Alant zu bekämpfen. Getrocknete Wurzeln warf man in den Kamin, um die Raumluft zu verbessern. Auch zählt der Alant zu den Färberpflanzen.

Die Wurzelstöcke des Alants enthalten ätherisches Öl und Bitterstoffe, weshalb daraus Magenbitter und Hustenbonbons hergestellt wurden.

 

Der Alant kann für alle Probleme in der Brust verwendet werden, er ist eine gute Hilfe bei Bronchitis oder Asthma.

 

Auch ist er hilfreich bei schwer heilenden Wunden, Geschwüren und Ekzemen in der äußerlichen Anwendung.

 

Die Seele ist wie der Wind, der über die Kräuter weht, wie der Tau, der über die Wiesen sich legt, wie die Regenluft, die wachsen macht. Desgleichen ströme der Mensch ein Wohlwollen aus auf alle, die da Sehnsucht tragen. Ein Wind sei er, der den Elenden hilft, ein Tau, der die Verlassenen tröstet. Er sei wie die Regenluft, die die Ermatteten aufrichtet und sie mit Liebe erfüllt wie Hungernde.

Hildegard von Bingen (1098 - 1179), deutsche Mystikerin, Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, katholische Heilige

 

Kommentare: 1
  • #1

    Eva Schmelzer (Dienstag, 02 Dezember 2014 12:33)

    Wie wunderschön beschreibt Hildegard von Bingen diese Pflanze mit dem für meine Ohren so schönen Namen. Auch Erikas Illustration ist besonders gut gelungen. Ich könnte ihn jetzt übrigens gerade gut gebrauchen mit meiner Bronchitis. Danke Monika, dass Du ihn uns vorgestellt hast.