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Unter dieser Rubrik möchte ich künftig Produkte vorstellen, die sich durch besondere Nachhaltigkeit auszeichnen.

Ressourcen schonen, die Natur entlasten, Chancengleichheit fördern, das alles kann die Menstruationstasse Ruby Cup

Ihr wollt endlich ernst machen mit dem nachhaltigen Lebensstiel? Kein Plastik mehr, keine Naturzerstörung? Dann gibt es hier neue Produkte, welche Ihr auf Eure Liste setzen könnt.

Tropical Freaks

Die Kaffee-TrinkerInnen entscheiden darüber, ob die 100.000 km² Kaffee-Anbaufläche ein naturnaher Lebensraum für Kolibris und viele andere Tiere ist -- oder Monokultur, die ohne Rücksicht auf die Umwelt billigen Kaffee produziert.

Kanwan

Fleisch

Text: Gudrun Kaspareit

01.01.21

Wiki meat
Wiki meat

Die ganz frühen Menschen (Australopithecus anamensis, Australopithecus afarensis, Australopithecus africanus und Homo rudolfensis) sind vermutlich Pflanzenesser gewesen, dass kann man aus ihrem Zahnstatus und dem Abrieb an den Zähnen schließen. Vor ca.2,4 Millionen Jahren begannen die Menschen auch Fleisch zu essen, zunächst Aas, später, als sie das Feuer beherrschten und ihre Nahrung damit aufschließen konnten, gingen sie auch vermehrt auf die Jagd. Fleisch zu essen war praktisch, so konnte man schnell und ohne viel Aufwand große Mengen Eiweiß zu sich nehmen.


Aber die Menschen vermehrten sich und um alle mit Fleisch zu versorgen, erfand man letztlich die Massentierhaltung. Doch damit kamen auch massive Probleme auf die Menschen zu. Zum Einen machten die Kalorien den Umweg über das Tier und so geriet die gesamte Energiebilanz durcheinander und produzierte den Welthunger.
(Um 1kg Fleisch zu erzeugen braucht man 16 kg Getreide. Von 1kg Fleisch werden 2 Menschen satt, von 18 kg Getreide werden 20 Menschen satt). Dort, wo die Menschen ihr eigenes Gemüse anbauen könnten, wächst nun das Futter für unser Mastvieh. Zum Anderen produzierten diese Massen an Tieren Unmengen an Gülle. Niemand wusste so recht wohin damit, sie wurde und wird auf die Äcker ausgebracht und der Überschuss sickert ins Grundwasser und verseuchte es mit Nitrat. (Für Säuglinge ist eine Überdosierung tödlich ,für Erwachsene krebserregend. Durch braten  (Hitze) in Verbindung mit Eiweiß (Fleisch oder Käse) entsteht gefährliches und krebserregendes Nitrit)
Um all das ganze Vieh bei uns zu ernähren, wird anderswo ,am Amazonas zum Beispiel, Soja angebaut, auf Flächen, auf denen vorher Regenwald stand. Das heizt die Klimaerwärmung ordentlich an, zusätzlich zu der enormen Menge an Klimagasen, die durch die Massentierhaltung erzeugt werden.


Was bei den Steinzeitmenschen vielleicht eine gute Idee war, hat jetzt völlig überdimensionierte Formen angenommen. Anstatt gelegentlich den Speiseplan durch Fleisch zu ergänzen, essen die Menschen heute dreimal täglich Fleisch. Morgens als Belag auf dem Brötchen, Mittags die schnelle Currywurst und abends dann ein gepflegtes Schnitzel. Doch soviel Fleisch ist ungesund. Das Fett im Fleisch macht fett und das ungesunde Cholesterin verstopft die Gefäße. Die Folge: Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gicht und Krebs. Wir essen die Erde auf, wir essen den Regenwald auf und wir erzeugen so viel Tierleid, daß wir es nie werden sühnen können.
( Massentierhaltung, Kastenstände , Kükenschreddern, Ferkelkastration ohne Betäubung, qualvolle Enge in Geflügelställen, Tiertransporte, Schlachtung im Akkord usw. )

Proteine werden aus Aminosäuren gebildet. Essentielle Aminosäuren, sind solche, die der Körper nicht selber herstellen kann, die ihm von Außen zugeführt werden müssen. Davon gibt es 8: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, und Valin.

Alle Hülsenfrüchte sind reich an gesundem Eiweiß. Die besten Eiweiß Liferanten darüber hinaus sind:
Haferkleie (eine der besten Eiweiß Quellen)
Hanfsamen (haben alle 8 essentielle Aminosäuren)
Weiße Bohnen (haben 7 essentielle Aminosäuren)
Kartoffel (haben ein sehr ausgeglichenes Verhältnis von Aminosäuren. In Kombination mit Ei haben sie alle 8.)
Süßlupine (8 essentielle Aminosäuren)
Spinat(8 essentielle Aminosäuren)
Brokkoli (8 essentielle Aminosäuren )
Kürbiskerne (sehr eiweißreich)
Brennnessel ( neben vielen anderen Vitalstoffen hat sie auch viel Eiweiß.)
Buchweizen (hoher Eiweiß Anteil)
Soja (alle 8 Aminosäuren)
Leinsamen (neben Omega 3 Säure auch viel Eiweiß. )
Pistazienkerne (haben ein ausgeglichenes Eiweiß Verhältnis)
Quinoa und Chiasamen (sind auch sehr eiweißreich, aber müssen einen weiten Weg zurücklegen, bis zu uns ins Einkaufregal, deshalb nicht ökologisch und besser durch Leinsamen ersetzen)

Der große Vorteil am pflanzlichen Eiweiß ist, es nimmt nicht den klimaschädlichen und mit schlechter Energiebilanz behafteten Umweg über das Tier. Er ist frei von schädlichem Cholesterin, hat dafür viele gesunde, ungesättigte Fettsäuren.
Wer auf den Geschmack von Fleisch dennoch nicht verzichten will , den Tieren aber unnötiges Leiden ersparen möchte, kann zu Fleischersatzprodukten greifen, die auch sehr lecker sind und inzwischen so gut gemacht, daß man den Unterschied kaum noch schmecken kann.
Fleisch zu essen ist obsolet und wer auf den Fleischgenuss nicht verzichten kann und es in Ordnung findet ein Lebewesen zu töten, für ein 10 Minuten Geschmackserlebnis, sollte noch mal in sich gehen.

Kommentare: 3
  • #3

    Gudrun (Freitag, 19 März 2021 19:32)

    Hallo Realität,
    wir hatten uns ja schon auf Facebook ausgiebig ausgetauscht. Ehrlich gesagt wie Du Deine Schweine mästest, schlachtest und was Du verdienst ist für mich nicht wirklich interessant, denn ich wollte fleischlose Alternativen aufzeigen.
    Aber auch hier wiederhole ich meine Argumente gerne noch mal:
    Um ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen, werden 6 bis 16 Kilogramm Getreide oder Soja benötigt; 89 bis 97 Prozent der eingesetzten Futterenergie gehen dabei verloren. Die deshalb betriebene Abholzung von Wäldern für den Anbau von unvorstellbaren Mengen an Futtermitteln und zur Gewinnung von Weideland führt zu einem Freiwerden des in den Bäumen gespeicherten CO². 30 bis 50 Prozent der weltweiten Getreideernte und sogar 80 Prozent der Weltsojaernte werden an Tiere verfüttert. Dies führt dazu, dass in armen Regionen Menschen neben vollen Feldern verhungern, da deren Ernte zu Dumpingpreisen als Tierfutter exportiert wird. Weltweit verbraucht die Landwirtschaft 70 Prozent der vorhandenen Ressourcen an Frischwasser. Der Großteil wird zur Futtermittelproduktion und zum Tränken von Nutztieren eingesetzt. Selbst nach konservativsten wissenschaftlichen Kalkulationen verbraucht zum Beispiel die Erzeugung von Rindfleisch 18-mal so viel Wasser wie die Erzeugung von Weizen. Im Durchschnitt isst jeder Deutsche pro Woche etwa ein Kilogramm Fleisch und Wurst (Stand 2008) – das entspricht etwa 3 bis 4 Schnitzeln. Der hohe Fleischkonsum erhöht das Risiko an Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes und Krebs zu erkranken. Zum Beispiel das Magenkrebsrisiko kann dagegen durch eine vegetarische Ernährung gesenkt werden. Eine ausgewogene, überwiegend pflanzliche Kost verlängert nachweislich die Lebenserwartung. Ein Schnitzelweniger ist gut für alle: Menschen,Tiere und die Umwelt

    Scheinbar bemühe ich andere Studien als Du. Trotz alledem kann man seinen Fleischkonsum überdenken, um nichts anderes habe ich gebeten. Und vielleicht ein wenig Respekt vor dem Tier. Das ist nicht nur Fleisch, sondern ein Lebewesen.
    Liebe Grüße, Gudrun

  • #2

    Realität (Donnerstag, 18 März 2021 08:43)

    Guten Tag, ja ich bin Tierhalter. Ja, ich verstehe mein Handwerk, daher finde ich den Artikel oben so schlecht. Es stehen dort einfach Unwahrheiten die nur der Meinungsmache dienen. Würde man wirklich 18 kg für 1 kg Fleisch verfüttern, dann wäre das Geschäft komplett unrentabel und gar nicht realisierbar. Vor allem kann man Tiere gar nicht ausschließlich mit Getreide ernähren. Aber rechnen wir doch einmal nach. In der Schweinemast werden sogenannte Läufer mit etwa 30 kg Gewicht zu Beginn der Mast eingestellt. Ein Läufer kostet ca. 70 €, je nach Marktlage. Die Läufer wird dann bis etwa 120 kg Lebendgewicht gemästet. Bezahlt wird auf dem Schlachthof aber nur das Schlachtgewicht. Das Schlachtgewicht bei diesem Schwein liegt bei ca. 100 kg. Der aktuelle Preis pro kg SG lieg bei 1,50 €. Für das Schwein bekommt der Mäster auf dem Schlachthof also 150 € (exkl. MwSt.) 70 € hat er für den Läufer bezahlt, ihm bleiben also noch 80 € um alles Weitere zu bezahlen. Wir haben bei dem Schwein einen Gewichtszuwachs von 90 kg. Das Schwein bring 100 kg Fleisch auf den Teller. Wenn dieser Artikel stimmt, brauchen wir für dieses eine Schwein also 1800 kg Getreide oder 1,8 Tonnen für ein Schwein. Futtergetreide liegt aktuell etwa bei 200 € die Tonne. Die Futterkosten pro Schwein würden also bei 360 € liegen, dazu kommt der Läufer mit 70 €, das wären dann Kosten von 430 €, dazu kommt der Stall, das Wasser die Energie, der Lohnansatz usw. Das rechne ich jetzt einfach mal ganz pauschal mit 25 € an. Das heißt also, wir haben Kosten für ein Schwein von 455 € bei einer Einnahme von 150 €. Das gibt ein MINUS von 305 € für jedes gemästete Schwein. Fällt euch da was auf? Wenn man wirklich 18 kg Getreide für ein kg Fleisch brauchen würde, dann würde man eher das Getreide verkaufen, als Schweine zu halten. Die Futterverwertung bei Schwein liegt bei etwa 1:3, das bedeutet für ein kg Zuwachs muss man 3 kg Futter geben. Außerdem besteht die Ration nicht nur aus Getreide. Das Getreide, das an Tiere verfütter wird, hat außerdem nicht die geforderte Qualität, um es zu Lebensmittel für Menschen zu verarbeiten. Weitere Futtermittel sind Abfallprodukte aus der Ölgewinnung. Man kann gegen Fleischverzehr sein, aber man sollte trotzdem bei der Wahrheit bleiben.

  • #1

    Eva Schmelzer (Montag, 15 März 2021 15:36)

    Sehr wichtig, das Thema „Fleisch essen oder Verzicht“ einmal primär von der gesundheitlichen Seite für den Menschen zu betrachten, und zwar angefangen beim Futteranbau für das Vieh, das er später isst, wobei für den Menschen lebenswichtige Wälder und andere Naturflächen vernichtet werden.
    Sehr wichtig auch der Hinweis auf die sogenannten Fleischersatzprodukte vor allem für Menschen, die keine Lust haben, ihre Essgewohnheiten plötzlich auf vegetarisch oder gar vegan umzustellen, jedoch einsehen, dass es für sie selbst und die Welt besser wäre. Zumindest für den Übergang zur Umstellung auf neue Essgewohnheiten für die, die denken, dass fleischlos essen nur bedeutet, Fleisch und Wurst wegzulassen bis sie festgestellt haben, dass eine vegetarisch/vegane Küche sehr viel mehr ist und eine ebensolche Vielfalt bietet wie die fleischlastige. Ich hoffe hier, wie auch bei vielen anderen Themen, auf die nachfolgende Generation, die dem offener und flexibler gegenübersteht. Bei den Alten ist es halt noch fest verankert, dass bei der Frage „was essen wir heute?“ geantwortet wird: Sauerbraten. Oder Kotelett. Oder Schweinebraten. Oder Hühnchen usw. Was es dazu gibt an Gemüse z.B. sind nur zu vernachlässigende Sättigungsbeilagen. Auch war früher ein Gemüseeintopf kein richtiger, wenn er nicht auf Markknochen und Suppenfleisch angesetzt wurde und ordentlich fette Wurst enthielt, und ein Grünkohl musste glänzen vom Schweineschmalz.
    In den letzten Jahren findet man auf jeder Speisekarte eines Restaurants übrigens ein zunehmend größeres Angebot unter der Rubrik „Vegetarisch“. Und bei mir schräg gegenüber hat ein veganer Dönerimbiss (türkisch) aufgemacht, der nächste vegane Imbiss (Libanese) ist nur zehn Fußminuten entfernt.
    (Ganz persönlich hat mir die Aufstellung der wertvollen Produkte gefreut, weil ich sie bis auf ganz wenige täglich zu mir nehme.)