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Kräuter

Blumenwiese mit altem Baum

Mit dieser Seite möchte ich Neugier und Interesse wecken, an unserer Natur und was da so wächst und in wiefern wir das Nutzen können. Viele heimische Kräutlein haben mehr drauf in Sachen Geschmack und Inhaltsstoffen, als so manches gezüchtetes Gemüse. Und dabei sind das oft „Allerweltskräuter“ oder gar „Unkräuter“. Natürlich ist Unkraut ein Unwort, denn es gibt keine Unkräuter, das ist eine künstliche Wortschöpfung, die gewisse Pflanzen abwerten soll. Doch da tut man ihnen bitter Unrecht. Löwenzahn hat z.B. 5 mal so viel Eiweiß, 8 mal so viel Vit C, und doppelt soviel Kalium, Magnesium und Phosphor wie Kopfsalat. Oder Holundersaft (o.k. das ist jetzt kein Kraut, sondern ein Busch) ist 50 (!) mal gesünder als Apfelsaft.

 

Beim Kräutersuchen, Beeren pflücken, Nüsse und Pilze sammeln komme ich zur Ruhe. Und gleichzeitig schärft es meine Sinne. Das Mädesüß duftet, die Lerche singt, es summt, brummt und gaukelt. Der blassblaue Himmel kontrastiert mit dem tiefgrünen Waldrand und der hellgrünen Wiese, dazwischen gelbe Farbtupfer und glitzernde Wasserflächen. Die Sonne wärmt die Seele und das die Natur so bereitwillig herschenkt gibt tiefen Frieden.

 

Die Beschäftigung mit dem Kräutersammeln in der Natur lenkt die Aufmerksamkeit aber auch auf die größeren Zusammenhänge (zumindest hoffe ich das). Z.B. die Lebensgemeinschaften auf einer Wiese, auf die Bienchen und Blümchen und warum wir derzeit ein beängstigendes Bienensterben erleben. Oder wir stellen den Rückgang wilder Wiesen fest zugunsten von Maiswüsten für unsere Biogasanlagen und das dadurch bedingte Verschwinden der Wiesenbrüter, wie Lerche und Kiebitz.

Unsere Sinne werden also geschärft für die Schönheit aber auch die Nöte der Natur. Und das soll in uns den Wunsch wecken, sie, unsere Mutter Natur, zu beschützen.

(Gudrun Kaspareit)

 

Butterblumengelbe Wiesen

Löwenzahnwiese
Löwenzahnwiese

 

Butterblumengelbe Wiesen, sauerampferrot getönt, -
o du überreiches Sprießen, wie das Aug dich nie gewöhnt!
Wohlgesangdurchschwellte Bäume, wunderblütenschneebereift -
ja, fürwahr, ihr zeigt uns Träume, wie die Brust sie kaum begreift.

(Christian Morgenstern)

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Kommentare: 3
  • #1

    Marion Hartmann (Montag, 17 Juni 2013 21:34)

    Ich finde auch, daß die Beschäftigung mit der Natur beim Zusammenstellen wilder Sträuße, Sammeln von Beeren und Wildkräutlein die zivilisatorisch bedingte Trennung von Mutter Natur wieder in das Gegenteil zu verkehren in der Lage ist, dienlich der seelischen Gesundung und der geistigen Belebung! Vielen Dank, liebe Gudrun, für diese wunderbare Einführung! LG Marion Hartmann

  • #2

    Senta (Freitag, 05 Juli 2013 20:58)

    Ein schöner Beitrag, kann ich nur unterschreiben, ich liebe meinen Garten und alles was darin blüht, summt & wächst. Zum Glück ist besonders das Thema Kräuter wieder in den letzten Jahren sehr am kommen. Wünsche allen noch einen schönen Sommer!!!

  • #3

    Vera Creutz Fotografie (Freitag, 18 Oktober 2013 16:28)

    Gudrun,
    ein wundervoller Beitrag, so wie zu den weiteren interessanten Temen, zu den Kräutern.
    Ich schließe mich meinen Vorschreibern an.
    LG Vera