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Der Ackerrand Streifen

Text und Scherenschnitte: Erika Bulow-Osborne

13.03.2016

(c) Erika Bulow-Osborne Wachtelkönig
(c) Erika Bulow-Osborne Wachtelkönig

 

Felder und Äcker werden bestellt, sie brauchen zusätzliche Düngung und werden kontrolliert durch Pflanzenschutzmittel. An den Außenseiten aber liegt ein unverdorbener Streifen, ohne jede extra Düngung, naturbelassen. Das ist der wichtigste Teil, der Ackerrand-Streifen, für den die Bauern entschädigt werden.

Dieser Streifen ist noch ein Rückzugsgebiet von Knoblauchkröte,Wachtel und Wachtelkönig, Rebhuhn, Kiebitz, Lerche, Hamster und Hase.

Die Wiesenralle oder Wachtelkönig ist größer als die Wachtel mit schön gefärbter Oberseite. Die Männchen haben eine bläuliche Hals und Wangenfärbung. Sie fliegen kurz auf und landen schnell wieder. Im Gras sind sie sehr flink. Ihre Rufe erklingen nächtlich zwischen 22 Uhr und Sonnenaufgang. Die Jungen trillern oder zirpen wie kleine Spatzen, es sind Nestflüchter Sie werden nur ein paar Tage gefüttert und die Mutter führt sie. Ihre Nahrung sind Käfer, Heuschecken, Fliegen, Libellen, Samen und Grünes.

Ich las, dass sich an der Fassade des Rathauses in Nürtingen eine Skulptur des Wachtelkönigs befindet. Bürger, die sich besonders hervorgetan haben, werden mit dem"Ei der Heckenschärre" ausgezeichnet.

Am Ackerrand-Streifen ist die Natur sich selbst überlassen, voller Ackerunkraut (Segetalpflanzen), eine Fundstelle selten gewordener Vielfalt. Ich habe mit meinen Scherenschnitten ein solches Paradies zusammengestellt. Nicht überall trifft man die gleichen Pflanzen, aber das ist der Reiz unverhoffter Entdeckung.

Kommentare: 2
  • #2

    christine (Samstag, 09 April 2016)

    Zu schön, liebe Erika, dankeschön!

  • #1

    Eva Schmelzer (Samstag, 02 April 2016 12:12)

    Danke, liebe Erika, für die wunderschönen Darstellungen des Pflanzen-Paradieses der Ackerränder und das bekannt machen mit seiner Majestät Wachtelkönig und seinen Jungen. Ganz neu war mir, dass er nachts ruft, viele Vögel gibt es ja nicht, die das tun. Deine Beschreibung der Ackerrand-Streifen zeigt, wie bitter nötig ihr Erhalt ist und unbedingt von den Landwirten beachtet werden müsste, zumal sie ja entschädigt werden dafür, was ich nicht wusste, mich erstaunt und natürlich sehr freut. Das kleine bisschen, was sie in Anbaufläche verlieren steht in gar keinem Verhältnis zu ihrem großen Nutzen für die Tierwelt. Auch bieten die Wildpflanzen (die Du so schön dargestellt hast), die sich dort ansiedeln können, ja auch wiederum Nahrung für Vögel und Insekten.