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Schwermetall Rasen

Text und Scherenschnitte: Erika Bulow-Osborne

12.o6. 2015

Auf Bergen, wo früher Erzbergbau betrieben wurde, wuchsen neue Pflanzengruppen heran, welche sich dem verseuchten Boden anpassten. Und solche, wie das Taubenkropf Leimkraut, die beim Abbau der schädlichen Stoffe aktiv eingesetzt werden konnten.

So entstand eine Galmei-Flora im Dreiländereck um Aachen und eine Grasnelken Flur im Harz und Siegerland. Die Grasnelken waren ursprünglich in den Salzwiesen der Küsten beheimatet und wurden durch Kupfer Importe dorthin gebracht. 

Sie wachsen am besten auf sandigem, durchlässigem Boden. Die Stängel der Galmei Grasnelke sind kahl und lederartig, mit Wachs bezogen gegen Verdunstung.

Der große Botaniker Albrecht von Haller(1708-1777) beobachtete als erster wie im Harz

Pflanzenreste, angewehte Feinerde erste Flechten ansiedelte.

Rohhumus und mehr Feinerde ließen Flechten und Moose wachsen. Danach kamen Gräser und erste Strauchpflanzen. Ehemalige Blei-Zink und Kupfer Halden brachten spezialisierte Pflanzen. Doch nur wenige Pflanzen können verseuchte Böden vertragen, deshalb ist die Pflege solcher Pflanzengesellschaften so wichtig. Birke,Kiefer und Salweide wachsen dort nur als Kümmerform.

Im Harz, seinem Vorland und seinen Flußtälern, sowie im Osnabrücker Hügelland gibt es solche wertvollen Pflanzengesellschaften.

(Quellen: Schwermetall Rasen Google) 


Naturschutzgebiet Schlangenberg

Text und Fotos: Andreas Koch

13.06.2015

(c) Andreas Koch Galmei Grasnelke, Galmei Techelkraut, gelbes Galmei Veilchen
(c) Andreas Koch Galmei Grasnelke, Galmei Techelkraut, gelbes Galmei Veilchen

In meiner Heimatregion Aachen wurde durch die Eiszeit das Schwermetal Galmeierz freigelegt und so hat sich hier die Galmeiflora entwickeln können. Das Bild zeigt die Galmei-Grasnelke, das Galmei-Techelkraut und das gelbe Galmeiveilchen zusammen auf einen Standort.

(c) Andreas Koch Galmei Grasnelke
(c) Andreas Koch Galmei Grasnelke

Galmai-Grasnelke um eine Pinge. An diesen Pingen wurde nach Galmeierz gesucht. Schon die Kelten und die Römer haben hier nach dem Erz gegraben. Diese Pinge stehen hier als Bodendenkmal unter Schutz.

(c) Andreas Koch Gelbes Galmei Veilchen, Galmei Frühlingsmiere
(c) Andreas Koch Gelbes Galmei Veilchen, Galmei Frühlingsmiere

Hier blüht neben dem Veilchen die Galmei-Frühlingsmiere, auf belgische Seite ist das Vorkommen dieser Pflanze auf wenige Quadratmeter geschrumpft, hier bei uns kommt diese Pflanze auch nur noch in zwei Naturschutzgebiete vor.

(c) Andreas Koch Gelbes Galmeiveilchen
(c) Andreas Koch Gelbes Galmeiveilchen

An dieser Stelle dürfte noch ein sehr hohes Galmeierzvorkommen in der Erde ruhen, das zeigt die Masse der Galmeiveichen an diesen Stellen an.


(c) Andreas Koch Taubenkropf-Leimkraut
(c) Andreas Koch Taubenkropf-Leimkraut

Das Zierliche Taubenkropf-Leimkraut welches auf den Galmeiflächen wächst, hat einen kriechenden Wuchs,

(c) Andreas Koch
(c) Andreas Koch
Kommentare: 2
  • #2

    Eva Schmelzer (Sonntag, 05 Juli 2015 11:06)


    Es ist überwältigend, wie die Natur sich selbst schlechtesten Bedingungen anpassen und sich umstellen kann, auch damit fertig zu werden und etwas entstehen zu lassen, sich durchzusetzen, das, was der Mensch verdorben hat, auszugleichen. Vielen Dank an die unerschöpfliche Künstlerin Erika für die Bereicherung des Textes mit ihren hier besonders anmutigen Scherenschnitten und an Andreas Koch für die herrlichen Fotos.

  • #1

    Hartmann Marion (Samstag, 13 Juni 2015 14:01)

    Ich finde es beachtlich, was Erika an Wissen und künstlerischen Kreationen vermittelt.
    Es ist wieder hoch interessant zu lesen.