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Drama am Rio Xingu

Im Amazonas Gebiet Mato Grosso soll der Mega Staudamm Belo Monte (schöner Berg) gebaut werden. Dazu müssten 235 Hektar Urwald gerodet, ein Gebiet so groß wie der Bodensee überschwemmt, und 20.000 indigene Menschen umgesiedelt werden.

Der Stammeshäuptling der Kayapó, Chief Raoni, geht nun mit seinen Leuten vom Xingu River an die Öffentlichkeit und macht mit allerlei Aktionen auf sein Anliegen aufmerksam. Prominente Unterstützung hat er dabei von Bischoff Kräutler. So konnte er schon 600.000 Unterschriften gegen das Mega Projekt sammeln. Er sagt; solange er lebt und solange auch nur ein Baum noch steht, wird er für seine Heimat kämpfen und sie nicht aufgeben. Obwohl Brasilien mit seiner Präsidentin Dilma Roussef den Ureinwohnern eine Entschädigung von 570 Millionen Euro angeboten hat, wollen die Kayapó vom Xingu River ihre Heimat nicht verlassen. Organisationen wie Xingu-Vivo und viele Prominente, u.a. Sting, Sigourney Weaver oder James Cameron stehen hinter den Xingu People.

Die saubere, regenerative Energie, die man durch den Staudamm gewinnen würde, hebt sich durch dieVernichtung wertvollen, klimabestimmenden, artenreichen Regenwaldes auf.

(Gudrun Kaspareit)

Regenwald

Pure Verzweiflung. Chief Raoni von den Xingu. Wenn die Regierung das Staudammprojekt durchsetzt, verlieren er und seine Leute ihre Heimat

Amazonas-Indianer gegen Staudamm-Projekt

Die brasilianische Regierung plant ein gigantisches Staudammprojekt am Rio Xingu, einem der Zuflüsse des Amazonas. Der Bau des Belo Monte Damms würde ein großes Stück Regenwald zerstören und über 20.000 Menschen aus ihrer Heimat vertreiben.

Verschiedene indianische Völker protestieren gegen Staudammprojekt

Der Rio Xingu ist einer der Hauptzuflüsse des Amazonas. Die Kayapó-Indianer, die am Rio Xingu leben, sagen, dass ihn zu stauen ihre Lebensweise zerstören, Tiere und Fische, auf die sie angewiesen sind, töten und ihre Gesundheit erheblich beinträchtigen würde. Die Ikpeng sagten in einer Stellungnahme: "Wir sind ein indigenes Volk des Xingu und wir wollen diesentaudamm an unserem Fluss nicht. Wir wollen die Fische und die Flora und die Fauna, wir wollen, dass der Fluss sauber ist. Wir wollen Wasser, das uns ernährt und das unseren Durst stillt. Wir halten den Fortschritt des Landes nicht auf. Wir verteidigen unser Recht auf Leben, auf unser Land und unsere Lebensweise" Stellungnahme des Ikpeng Volkes zu den geplanten Staudämmen am Rio Xingu

Unterstützung durch Popstar Sting

1989 wiesen die Kayapó und andere Stämme des Xingu Beckens bei einer historischen Versammlung in Altamira, die Pläne der brasilianischen Regierung für den Bau von sechs hydroelektrischen Staudämmen am Fluss zurück. Als Folge kündigte die Weltbank einen Kredit für die Staudämme und alle Pläne, den Xingu zu stauen, wurden für mehr als ein Jahrzehnt auf Eis gelegt. Bei dem Treffen von 1989 waren auch Popstar Sting und Body Shop Gründerin Anita Roddick anwesend. In den letzten Jahren haben Brasiliens Energieplaner erneut ihr Augenmerk auf das Stauen des Amazonas gerichtet, darunter auch auf den Bau des Belo Monte am Xingu, der der drittgrößte Staudamm der Welt wäre.

Insgesamt sind 70 Staudämme geplant

Insgesamt sind bis zum Jahr 2030 70 riesige Staudämme im Amazonasbecken geplant. Anderenorts in Brasilen widersetzt sich auch der abgeschiedene Enawene Nawe Stamm im Bundesstaat Mato Grosso Plänen zum Bau eines hydroelektischen Staudammes am Rio Juruena, der ihrem Land vorgelagert ist. Die 420 Enawene Nawe, die kein rotes Fleisch essen, sagen, dass wenn die Dämme gebaut werden, die Fische, auf die sie angewiesen sind, ihre Laichgründe nicht mehr erreichen können.

Verstoß gegen UN-Erklärung

2007 verabschiedete die Vollversammlung der Vereinten Nationen nach mehr als 20 Jahre andauernden Verhandlungen eine Erklärung zu den Rechten indigener Völker. Sie beinhaltet das Recht von Ureinwohnern auf Selbstbestimmung und Verfügungsgewalt über ihr Land und die dort liegenden Bodenschätze. Die Deklaration wurde am 13. September 2007 mit den Stimmen von 143 der 192 UNO-Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, angenommen.

Staudammbau und Menschenrechte

Die geplanten Staudämme verstoßen gegen das von der UNO erklärte Recht indianischer Völker auf Selbstbestimmung über die Nutzung der natürlichen Ressourcen. Im Namen eines fragwürdigen Fortschritts drohen sie, Zerstörung, Krankheit und Vertreibung in die indianischen Dörfer zu tragen, die seit Jahrhunderten im Regenwald Amazoniens zu Hause sind.

Informationen zu den Protesten:

Über die Proteste der indigenen Völker gegen die Staudamm-Projekte berichtet die Nicht-Regierungsorganisation Survival International:

 

Ein trauriger Tag für die Xingu People

Es ist ein trauriger Tag für den Xingu Riverund seine Menschen! Die brasilianische National Development Bank (BNDES) bewilligte größte Kredit überhaupt um Belo-Monte-Damm zu bauen. Begleiten Sie uns bei der Suche nach Gerechtigkeit jetzt! Sign here:  http://salsa.democracyinaction.org/o/2486/p/dia/action/public/?action_KEY=11870 

(Übersetzt von Bing)

 

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Kommentare: 4

  • JimdoPro
    #1

    Gudrun Kaspareit (Mittwoch, 28 November 2012 00:54)

    Bitte alle die Petition unterschreiben, danke!

  • #2

    Dan Rose (Mittwoch, 05 Dezember 2012 21:13)

    Leute tut etwas, jetzt !!!

  • #3

    Marion Hartmann (Dienstag, 18 Juni 2013 06:45)

    Ich halte solche Projekte für regelrechten Völkermord.
    Für diese Menschen sind die Flüsse heilig, wie alle andere Schöpfung.
    Keine Umsiedlung und keine Entschädigung, so hoch sie auch wäre, könnte ihre Seelen retten, die eng an ihre eingestammten Lebensräume gebunden sind! Es ist namenlos, was dort und anderswo getrieben wird. Danke, Gudrun, für diesen wichtigen Artikel der Aufklärung! Marion Hartmann

  • #4

    Anja (Sonntag, 27 Oktober 2013 14:19)

    Ich helfe gerne mit!!! Bitte Liebe besucher der Honepage, helft mit! Betet! Helft wo und wie ihr könnt.

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