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Unter dieser Rubrik möchte ich künftig Produkte vorstellen, die sich durch besondere Nachhaltigkeit auszeichnen.

Ressourcen schonen, die Natur entlasten, Chancengleichheit fördern, das alles kann die Menstruationstasse Ruby Cup

Ihr wollt endlich ernst machen mit dem nachhaltigen Lebensstiel? Kein Plastik mehr, keine Naturzerstörung? Dann gibt es hier neue Produkte, welche Ihr auf Eure Liste setzen könnt.

Tropical Freaks

Die Kaffee-TrinkerInnen entscheiden darüber, ob die 100.000 km² Kaffee-Anbaufläche ein naturnaher Lebensraum für Kolibris und viele andere Tiere ist -- oder Monokultur, die ohne Rücksicht auf die Umwelt billigen Kaffee produziert.

Kanwan

Ist Fisch eine Alternative?

Fisch
Rainer Sturm/pixelio.de


Pangasius:
90% des Pangasius Bedarfs wird in Vietnam, im Mekong Delta „produziert“. Millionen Liter Abwasser aus Fischkot, Krankheitserregern, Antibiotika, Chemikalien und Pestiziden zerstören das Ökosystem des Deltas, der Lebensader Vietnams. (Quelle: NDR „Die Pangasius Lüge“)

Lachs:
der größte Anteil des Lachses, den wir essen, stammt aus Aquakulturen. Aquakultur ist Massentierhaltung unter Wasser. Merkmale der Aquakultur sind, so verdrecktes Wasser, dass die Tiere kaum noch atmen können. Ein großes Gedränge im Becken, dass die Tiere zu Kannibalismus treibt, auch weil sie keine natürlichen Hierarchien ausbilden können. Mangelernährung und ein schwaches Immunsystem. Ein weiteres Problem sind die Lachsläuse (parasitäre Kleinkrebse) die in dem verdreckten Wasser besonders gut gedeihen (30 000 mal mehr, als in freier Wildbahn). Sie nagen sich durch die Haut der Fische, sodass sich Geschwüre bilden. Manchmal fressen sie sich durch bis zu den Gesichtsknochen. Das wird in der Fischindustrie als „Todeskrone“ bezeichnet.
Bei dieser Art der Fischzucht wird ein Schwund von 30% als guter Schnitt angesehen. Auf dem dann folgenden 7-10 Tage dauernden Transport müssen die Tiere hungern, damit sie nicht so viele Exkremente produzieren und werden dann in aller Regel bei vollem Bewusstsein geschlachtet, wo sie sich rasend vor Schmerzen winden und zucken. Fische haben ein gut ausgebildetes Nervensystem, genau wie der Mensch, und empfinden Schmerzen ebenfalls genau wie der Mensch. Es gibt für Fische kein Gesetz, das eine humane Schlachtung vorschreibt. (Jonathan Safran Foer)


Lachsfarmen:
Weil in Europa die Umweltgesetze zu streng sind, lagern einige Betreiber von Lachsfarmen ihre „Produktion“ aus, z.B. nach Chile. Dort werden jedes  Jahr 100 Millionen Lachse gemästet. Durch den Dreck der Lachsfarmen, Exkremente und Futterreste (so viel wie die einer Millionen-Stadt), erstickt der Meeresboden und die Ökosysteme. Lachsfarmen breiten sich aus, wie Pilze bei Regen und haben schon weite Teile der Küste in Südchile verseucht.


Thunfisch:
Der Rote Thun oder Blauflossen Thun steht vor dem Aus. 2012 könnte er im Mittelmeer ausgerottet sein, lt. einer Studie des WWF. Es besteht also ein hohes Risiko, dass der Rote Thun bald ausgestorben ist, weshalb von der EU ein zeitlich begrenztes Handelsverbot angestrebt wird. Griechenland, Spanien, Malta u. Zypern haben sich allerdings dagegen ausgesprochen. Thunfisch ist sehr teuer, darum gibt es auch einen florierenden Schwarzhandel.

Zudem fallen beim Thunfischfang 145 andere Arten als Beifang an.


Hai:
Jedes Jahr landen 100 Millionen (!)  Haie in den Kühlhäusern der Welt zum Verkauf. Dabei ist das Fleisch von Haien hoch belastet mit Toxinen und Schwermetallen, weshalb es praktisch als Sondermüll anzusehen ist.
Ein weiteres großes Problem ist das Finning.  Haie werden in großem Stil gefangen. Ihnen werden bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten, welche auf dem asiatischen Markt hohe Preise erzielen. Der Hai wird dann, immer noch lebend, ins Meer zurück geworfen, wo er elendig zugrunde geht, da er ohne Flossen bewegungsunfähig ist.

Fischerei:

Viele Wissenschaftler sagen die völlige Auslöschung aller gefischten Arten in weniger als 50 Jahren voraus. Unsere Lage ist so ernst, dass Forscher  vom Fisheries Centre der University of british Columbia behaupten, unser Umgang mit Fischerei Ressourcen (auch Fisch genannt) gleicht einem Vernichtungskrieg.

Langleinenfischerei.
Man schätzt, dass Tag für Tag 27 Millionen Haken ins Wasser gehängt werden. Eine Studie kam zu dem Ergebnis, das dabei jedes Jahr 4,5 Millionen Meerestiere als Beifang getötet werden.


Schleppnetzfischerei.
Schleppnetzfischerei ist wie Brandrodung unter Wasser. Bei einem durchschnittlichen Schleppnetzeinsatz werden 80-90% der gefangenen Meerestiere als Beifang tot wieder über Bord geworfen.
Z.B. um ein Pfund Garnelen zu erhalten, falle 12 Kilo Beifang an! ( Jonathan Safran Foer)

UNO befürchtet Meerfisch-Ausrottung bis 2050

Die Meeresfische könnten gemäss UNO-Experten bis 2050 verschwunden sein Eine Katastrophe droht ohne fundamentale Restrukturierung der Fischerei.

Kein Fisch stirbt einen guten Tod! Man muss sich nicht fragen, ob der Fisch, den man auf dem Teller hat wohl gelitten hat. Er hat. Auf jeden Fall. (Jonathan Safran Foer)

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Kommentare: 4
  • #1

    Elke (Samstag, 03 März 2012 08:02)

    Wahrscheinlich werden die Meeresfische verschwunden sein, mein Vertrauen in die verantwortlichen Behörden hält sich diesbezüglich in engen Grenzen, Profitgier geht immer noch vor Vernunft. - Leider -

    VG Elke

  • #2

    Ursula (Donnerstag, 08 März 2012 17:30)

    Überfischung, versuchte Meere und Gewässer, letzendlich wird der Mensch den Preis dafür bezahlen, das er Raubbau an der Natur betreibt.

    LG
    Ursula

  • #3

    Ronald Hörstmann (Sonntag, 28 September 2014 14:37)

    Hier am Bodensee finden die Berufsfischer den See als zu sauber. Die Felchen wachsen statt früher in zwei Jahren heute nur noch in fünf Jahren "schlachtreif". Die Fischerei möchte einen "dreckigeren" See und jährlich 500 Tonnen Phosphor einbringen, damit die Algen wachsen können. Dieser Schwachsinn wird sogar von dem grünen Landtagsabgeordneten unterstützt. So ein Schwachsinn. Natürliche Nischen, in denen die Fische ihre Jungen hochbekommen gibt es rund um den See und auch in den zulaufenden Alpen und Voralpenflüssen nicht. Meist sind sie kanalisiert und Altarme für die Aufzucht zu renaturieren. Die Österreicher haben bisher als einzige so was an der Neuen Rhein - Mündung geschaffen. Das genügt aber bei weitem nicht. Ich glaube ich muss ein Buch schreiben, so ähnlich wie "Als ich lernte, kein Fleisch zu essen" Jetzt eine Ergänzung: "Als ich lernte, keinen Fisch mehr zu essen"

  • #4

    Eva Schmelzer (Montag, 03 November 2014 12:51)

    Lange habe ich mich dagegen gewehrt, mir den Zahn ziehen zu lassen, dass Fisch eine Alternative ist. Klar, war schon lange jeglicher Thunfisch, Hai, Pangasius für mich tabu, hab die gefährdeten Arten gemieden. Ich habe hin und wieder Seelachs und Hering gegessen, wenn auch nicht ohne ein zumindest mulmiges Gefühl. Jetzt, nachdem ich die Zusammenfassung der wichtigsten Argumente gegen Fisch hier noch mal gelesen habe (vor allem über ihr Schmerzempfinden), werde ich es ganz lassen. Es würde mir keinen Genuss mehr bereiten – genußvoll und gesund satt werden kann ich auch von anderen Dingen, die mein Gewissen nicht belasten. Danke für den Beitrag.