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Upcycling Mode

Garnrolle
RainerStur_pixelio.de

Eben noch hipp und heute ausgemustert. Die Modebranche diktiert halbjährlich neue Trends.

Das bedeutet u.a. jede Menge Müll ca. 500 000 t pro Jahr. Ein Teil wandert in die Altkleidersammlung, der Rest in die Mülltonne, obwohl er theoretisch noch tragbar wäre.

Doch einige kreative Designer haben sich vorgenommen, dies zu ändern. Sie fertigen Recycling, bzw. Upcycling Mode aus unseren alten Klamotten. Jedes Stück ein Unikat.

Der Trend, aus alt mach neu wird hoffentlich anhalten. Die Berliner Stadtmission hat es vorgemacht. Aus Kleiderspenden haben sie neue Sachen kreirt.

Obwohl die Stücke in der Regel für Obdachlose bestimmt sind, hat die kirchliche Einrichtung ein eigenes Modelabel gegründet. Aufwerten, statt wiederverwerten, Upcycling statt Recycling ist ihr Credo. Dazu brauchen sie nichts weiter als Kleiderspenden. Sie nennen ihr Label „Water to Wine“ und demnächst sollen die Sachen in einem eigenen Shop verkauft werden. Die Einnahmen kommen der Stadtmission zugute. Auch das finnische Upcycling-Modelabel „ Globe Hope“ wird ihre Sachen in dem „Water to Wine“ Laden verkaufen. Ganz günstig ist diese Mode nicht, da alles Unikate sind und von Hand angefertigt werden.

Das Label ist durchaus Gewinn orientiert, möchte aber gleichzeitig ein Zeichen für Umwelt und Nachhaltigkeit setzen. Aus alten Wäschesäcken werden Mäntel, aus Gardinen Handtaschen, aus alten Jeans Pantoffeln, die Kreativität kennt keine Grenzen.

Die Modemarke Aluc fertigt kunterbunte Hemden, mit abknöpfbaren Kragen. „Kragen nutzen immer besonders schnell ab und können so einfach ausgewechselt werden,“ so die Mitbegründerin Luise Barsch

Eine andere Modefirma verarbeitet unter dem Namen „Feuerwear“ alte Feuerwehrschläuche zu Taschen, Geldbeuteln, Gürteln, Handytaschen oder auch Autorollos. „Wir haben von Anfang an Gewinn gemacht,“ so Martin Klüsener, Firmengründer und Bekleidungstechniker.

Die Idee ist nicht ganz neu, in Krisenzeiten oder in den armen Gegenden der Welt ist die Technik des Upcyclings gang und gäbe.

Für Aluc wird übrigens in Behinderten-Werkstätten genäht, denn auch das gehöre zur Nachhaltigkeit, findet Luise Barsch.

Upcycling funktioniert auch in anderen Bereichen. Luxus Desiger-Möbel aus Treibholz oder Altholz z.B. Handtaschen aus alten Ledersofas, Bilderrahmen und Spiegelrahmen aus altem Holz, der Beispiele gibt es viele und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Hier gibt es auch schöne Beispiele: http://www.brigitte.de/gruen/mode/upcycling-mode-1173050/

Hier findest Du die 10 schönsten Upcycling Modelabels: http://www.zehn.de/die-10-schoensten-recycling-mode-labels-deutschlands-8985601-0

 

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Hier könnt Ihr Euch ein kostenloses E-Book herunter laden, wenn Ihr gerne Upcyclingmode selber herstellen möchtet.

https://www.mona.de/fashion-diy-upcycling-ideen-und-anleitungen/

Kommentare: 2
  • #2

    Eva Schmelzer (Sonntag, 03 Dezember 2017 16:16)

    Toll, ganz toll! In dem Beitrag ist ja auch erwähnt, dass die Idee nicht ganz neu ist, und mich hat es spontan an die Erzählungen (und teilweise eigene Erfahrungen) aus der Nachkriegszeit bis in die 50er Jahre erinnert: Damals wurden alle Textilien soweit umgeändert, bis sie wirklich nur noch Lumpen waren. Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Ich erinnere mich an ein kariertes Kinderkleidchen, das meine Mutter aus den Resten alter Bettwäsche genäht hatte, mit Spitze aus einer alten Gardine besetzt. Sie wendete zerschlissene Kragen an Oberhemden meines Vaters, ribbelte Pullover auf und strickte oder häkelte Neues daraus.
    Wunderbar, dass man sich jetzt im Überfluss in vielen Ländern der westlichen Welt darauf besinnt, dass man achtsam mit allem umgehen und nicht vorzeitig aus Bequemlichkeit wegwerfen sollte. Das vorgestellte Projekt umfasst erfreulicherweise ja auch Produkte aus allen möglichen Bereichen und nicht nur Textilien, ich finde das fantastisch.

  • #1

    Erika Bulow-Osborne (Freitag, 01 November 2013 12:33)

    Neues fuer ein Unikat aus alten Sachen. Ich freue mich sehr ueber die kreative Wiederverwendung von abgelegter, nicht mehr modischer Kleidung.
    Muessen wir uns eigentlich wirklich von Mode her diktieren lassen, was tragbar ist?
    Spass beiseite.
    Sehr schoen koennte durch diese Unikate das noetige Geld fuer gute Zwecke gewonnen werden. Auch fuer kleine, erst im Aufbau befindliche Taetigkeiten Einzelner, waere es ein guter Start.
    Nur bitte nicht so vieleenglisch klingende 'Labels', Deutsch klingt ebenso gut.