Folge mir auf Facebook

Folge mir auf Twitter

EU bastelt an Einheitssorten bei Nutzpflanzen

Die Europäische Union plant einen Anschlag auf die Sortenvielfalt in der Landwirtschaft. Über eine Novelle des Saatgutzulassungsrechts möchte man „europäische Einheitssorten“ schaffen, andere Nutzpflanzen und deren Saatgut wären dann verboten bzw. in der Praxis nicht mehr möglich. Durch eine verpflichtende Registrierung möchte die EU erreichen, dass Landwirte, Erwerbsgärtner und Privatpersonen künftig unregistiertes Saatgut weder kommerziell vertreiben noch freiwillig tauschen dürfen. Nicht zugelassene Sorten und deren Verbreitung stünden unter der Sanktion von Verwaltungsstrafen. Institutionen, wie die Arche Noah in Niederösterreich wären dann unmöglich.

Neue Saatgutverordnung macht „alte Sorten“ illegal

Durch die bürokratische Mühle eines „europäischen Zulassungsverfahrens“ möchte die Europäische Union Pflanzen- und Saatgut zu hundert Prozent kontrollieren und reglementieren. Ziel ist die Einheitsnutzpflanze. Alle verkehrsfähigen Sorten sollen in Zukunft registriert und zugelassen werden. Wesentliche Grundlagen im Hauptzulassungsverfahren sollen „Uniformitätskriterien“ sein. Biologische Vielfalt und genetische Breiten, wie sie vor allem alte und seltene Sorten im traditionellen Obst- und Gemüseanbau haben, soll es laut EU in Zukunft nicht mehr geben.

Institutionen, wie etwa die Arche Noah im niederösterreichischen Schiltern könnten dann bald der Vergangenheit angehören, da ihre Aktivitäten einem EU-weiten Verbot unterliegen.

Nach massiven Protesten ist die neue Verordnung erst Mal vom Tisch

Die EU hat auf den Druck der Bürger reagiert, die sich nicht vorschreiben lassen wollen, welches Obst und Gemüse sie in ihren Gärten anbauen wollen: Die EU wirft sich mit der neuen Saatgut-Verordnung vor den Hobby-Gärtnern förmlich in den Staub. Doch erst wird der Entwurf durch die Hände der Lobbyisten von Monsanto & Co. gehen. Für die Bürger ist weiter höchste Wachsamkeit geboten.

Bitte hier weiter lesen:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/06/nach-protest-sturm-bruessel-blast-zugriff-auf-private-gaerten-ab/comment-page-1/

 

Das EU-Parlament in Straßburg hat am 11. März mit einer Mehrheit von 511 Stimmen gegen 130 Stimmen beschlossen, die EU-Saatgutverordnung zurück zur Kommission zu schicken. Zwei Monate vor der EU-Wahl erteilten die EU-Abgeordneten diesem umstrittenen Regelwerk die Absage.Bis zum letzten Moment war der Ausgang der Abstimmung offen geblieben. Doch der Apell der BürgerInnen hat gewirkt: in der vergangenen Woche haben rund 50.000 Menschen E-Mails an das Parlament geschrieben und eine Zurückweisung gefordert. Diese Beispiel zeigt: Wir alle können EU-Gesetzgebung mitgestalten, wenn wir uns rechtzeitig einbringen.Die EU-Kommission muss nun beim nächsten Entwurf die Vielfalt zum anerkannten Standard machen.Medieninhaber:Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, Neustiftgasse 36, 1070 Wien
Tel: +43/1/812 57 30, Fax: +43/1/812 57 28, E-Mail: office@global2000.at, www.global2000.at

Die EU-Saatgutverordnung war am 6. Mai 2013 unter heftigem Protest der Öffentlichkeit und lautem Jubel der Industrie veröffentlicht worden. EU-weit unterschrieben rund 800.000 Menschen Petitionen gegen die Verordnung, allein in Österreich unterstützen rund 400.000 Menschen die Petition „Freiheit für die Vielfalt“

Kommentare: 0