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Bhutan

Text: Gudrun Kaspareit

10. 06. 2014

Tigernest Bhutan
payyaq_pixelio.de

 

Das Königreich Bhutan liegt versteckt im Himalaja. Hier wird das Bruttoglücksprodukt gemessen. (Tatsächlich!) Tourismus soll für noch mehr Zufriedenheit der Bürger sorgen und der Naturschutz ist festgeschrieben. Doch schon vor dem offiziellen Schutz, wurden alle Unternehmungen, egal ob Landwirtschaft, Tourismus oder Wirtschaft, dem Umweltschutz untergeordnet. Bereits in der Schule wird den Kindern Umweltbewusstsein beigebracht. 26% des Landes stehen unter Naturschutz.

Staatsreligion ist der Mahayana-Buddismus.

Alle wirtschaftlichen Interessen des Landes, werden dem Naturschutz untergestellt, deshalb ist die Naturbelassenheit des Landes einzigartig auf der Welt.

Die großen und oft unberührten Wälder Bhutans beherbergen viele Tierarten, die andernorts vom Aussterben bedroht sind. Tiger, Leoparden, Schneeleoparden, Nebelparder, Bären-Arten, Waran-Arten, Hirsch-Arten, Blauschaf, Asiatische Elefanten.

Bhutan verfügt über mehrere Klimazonen. Im Tal ist es tropisch und jede Höhenstufe hat ihre eigene artenreiche Flora und Fauna. So gibt es in jeder Klimazone einen erstaunlichen Artenreichtum. Tropische Zone: Tiger und Elefant. Gemäßigte Zone: Hirscharten und Wolf. Hochgebirgszone: Schneeleopard und Wildschafe. Dazu kommen diverse Reptilienarten, z.B. Warane, Königskobra und Lochotter. Vogelkundler interessieren sich für die vielfältigen Fasanen-Arten, Kranich-Arten und Geier-Arten.

Sehr große Areale Bhutans wurden als Nationalparks ausgewiesen.

Im Phibsoo Wildlife Sanctuary gibt es Tiger, Nebelparder, Goldlangur (Affenart) den Gaur, das größte Wildrind der Erde, Asiatische Elefanten und viele Nashornvogel-Arten.

Der Jigme-Dorji-Nationalpark beherbergt u.a. Schneeleopard, Blauschaf, Kragenbär, Takin, Serau, kleiner Panda und Tiger.

Der Jigme-Singye-Wangchuck-Nationalpark beheimatet Nashornvogelarten, Tiger, Kragenbär, Goldlangur, Nebelparder, Kranicharten.

Der grenzüberschreitende Royal-Manas-Nationalpark liegt teilweise in Indien, dort gibt es neben Tigern, Leoparden , Gaur, Kragenbären, Asiatische Elefanten noch eine stabile Population des Panzernashorns.

Im ThrumshingLa-Nationalpark leben Serau, kleiner Panda, Tiger Kappenlangur, Kragenbär und Nashornvögel.

Das Bumdeling Wildlife Sanctuary ist Heimat für den Kragenbären, das Blauschaf, verschiedene Nashornvögel, Leoparden, kleiner Panda, Tiger, Kappenlangur und diverse Kranich-Arten.

 

In Bhutan laufen Nutztiere frei herum und nur die Gärten sind eingezäunt. Die zentralen Werte in Bhutan sind Frieden, Toleranz, Mitgefühl und Harmonie im Zusammenleben mit Mensch, Tier und Pflanze. (Und Zigaretten sind verboten)

 

Ist das Paradies doch schon auf Erden zu haben? Sollte sich die Welt nicht ein Beispiel an Bhutan nehmen? Ich finden das ist ein schöner Gedanke.

Kommentare: 1
  • #1

    Eva Schmelzer (Dienstag, 01 Juli 2014 17:58)

    Danke, dass Du diesem im wahrsten Sinne des Wortes wunderbaren Land einen Platz hier einräumst. Als ich das erste Mal davon hörte, dachte ich gleich, dass es das sagenhafte paradiesische fiktive Shangi-La sein muss, das irgendwo im Himalaya sein soll.
    Ich kann Deinen Beitrag sogar noch etwas ergänzen, denn Bhutan plant, das erste Land der Welt zu werden, welche seine Landwirtschaft vollständig nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet. Pestizide und Kunstdünger soll es nicht mehr geben. Gedüngt wird mit Mist und Kompost. Die Entscheidung, sagt Bhutans Agrarminister, sei praktischer und philosophischer Natur gewesen: In dem bergigen Land würden Pestizide leicht fortgespült und schädigten das Wasser. Und jetzt kommt ein sooo schöner, wortlich wiedergegebener Satz von ihm:

    „Zugleich sind wir Buddhisten. Wir glauben an ein Leben in Harmonie mit der Natur. Tiere haben dieselben Rechte wie wir, und wir mögen es, wenn Pflanzen und Insekten glücklich sind.“

    Die Regierung erwartet, dass man so sogar langfristig quantitatv mehr Lebensmittel erzeugen kann und qualitativ auch mehr nach Indien, China und anderen Ländern exportieren kann.
    Der Minister, wie die meisten Mitglieder des Kabinetts, ist selber Bauern und hat die westlichen Anbaumethoden in Neuseeland und der Schweiz studiert.