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Fuck the System

Text und Foto: Alexander Kaspareit

13.01.2017

https://www.tropical-freaks.de/

 

Teil 1: Der Kapitalismus

Der Kapitalismus, unser derzeitiges Wirtschaftssystem, ist der Grund für fast jedes Übel auf unserem Planeten. Der Kapitlismus ist ein schwarzes Loch was alles und jeden in sich aufsaugt und aussaugt. Es verlangt immer mehr und mehr. Und umso mehr es absorbiert, umso gefräßiger wird es. 

Klingt wie aus einem Horrorfilm aber es ist die Realität. 

Kapitalismus ist der Tumor des Planeten und wird diesen zerstören.

Ich erklär`s gerne in wenigen Sätzen: 

Kapitalismus ist eine Wirtschaftsform, die sich das Wachstum zum Leitprinzip gemacht hat. 

Jedes Unternehmen, und in der Summe die verschiedenen Länder streben somit einen immerwährenden Wachstum an. Wachstum entsteht aus Profit. Und wenn ein jedes Unternehmen jeden Monat, Quartal und Geschäftsjahr einen größeren Gewinn generieren muss, ist es eine Frage der Zeit, bis es anfängt unmoralisch zu handeln.

 

Wenn über die Jahre alle ehrbaren, moralischen und legalen Mittel erschöpft sind, dann drängt das System diese Unternehmen in Grauzonen auszuweichen. Wenn auch diese erschöpft sind und der Kapitalismus ein jedes Unternehmen zu noch mehr Wachstum drängt, dann wird`s schlicht und ergreifend illegal.

 

Glaubt ihr nicht? 

Dann schauen wir uns doch einfach mal die größten Unternehmen der Welt an! 

Apple: Jeder will es, jeder hat es! Das iphone und natürlich jedes andere Apple-Produkt. Damit Apple auch noch den letzten Cent aus seinen Kunden raus pressen kann lässt es die Geräte in einer Firma namens Foxconn in China produzieren, welche so unmenschliche Arbeitsbedingungen hat, das sich dort zahllose Menschen bereits das Leben genommen haben. 

Selbstverständlich gehört Steuern zahlen, wie es jeder kleine Arbeiter tun muss, nicht zu den Tugenden von Apple. Sie zahlen nämlich so gut wie gar keine! Steuertricks sei Dank.

 

Selbiges gilt auch für Coca Cola. Nicht nur, dass das Getränk als solches schon verboten werden sollte weil es im höchsten Maße toxisch ist. Die weltweiten Arbeitsbedingungen sind ebenso skandalös. In vielen Ländern wird 12Stunden am Tag, 7Tage die Woche gearbeitet und kaum Gesundheitsvorkehrungen getroffen. Z.b. wird in Indien das Grundwasser, in der nähe von Coca Cola Anlagen so stark verschmutzt, dass die Menschen dies dort nicht mehr trinken können. 

Sie mögen den Weihnachtsmann erfunden haben, aber der Grinch wäre passender ;-) 

 

VW: Kundenverarsche und Abgasskandal war ja allseits bekannt. 

 

Shell: für die Kontamination der Luft und der Wasserwege im Niger Delta und der Vertreibung von eingeborenen Ogoni Dorfbewohnern durch die Bedrohung ihrer Gesundheit, Sicherheit und Besitzes. 

Dies trifft natürlich auch auf alle anderen Ölfirmen zu.

BP z.B. hat mit dem Blowout der Deepwater Horizon für die größte Umweltkatastrophe jemals gesorgt. Tiefseebohrungen wurden bewilligt, nachdem entsprechende Ämter großzügig „beschenkt“ wurden. Exxon ist ebenso ein Sauverein und hat in Alaska unbeschreiblichen Schaden verursacht.

 

Nike: für die Ausbeutung von Arbeitern in Sweatshops, das Versagen für sichere Arbeitsbedingungen zu sorgen und für Verträge mit Baumwolllieferanten die nachweislich auf Sklavenarbeit zurückgreifen.

 

Nestle: für die unsinnige Vermarktung von Babynahrung an stillende Mütter, der Verkauf von abgefülltem Wasser und das Versagen die Kinderarbeit auf den Kakaofeldern zu unterbinden. 

 

Deutsche Bank: Das Geschäft mit Waffen und Krieg. Auf weit über 6 Milliarden Dollar werden ihre Kredite und Beteiligungen, an Waffenhersteller und Kriegsprofiteure geschätzt. 

 

Diese Liste würde nie enden. Am besten googelt ihr selber mal ein bisschen.

 

Was benötigt der Kapitalismus:

 

  1. Eine gekaufte Regierung die der Wirtschaftslobby jeden Wunsch erfüllt sei er auch noch so grausam.

  2. Soldaten, die weltweit die Ressourcen sichern und dies unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe.

  3. Konsumenten die ohne darüber nachzudenken sich einfach jeden verdammten Scheiß kaufen der ihnen angeboten wird.

 

Wir gaukeln unseren Kindern vor, dass die Welt in Ordnung ist. Wir wollen sie ja nicht desillusionieren also leben wir ihnen eine Lüge vor. Und anstatt ihnen im fortgeschrittenen Alter die Augen zu öffnen, pressen wir sie ebenso in das System. Bloß nirgends anecken. Was sollen sonst die Nachbarn sagen. Die Kinder werden geprägt von ihren Eltern und ihren Freunden, Spielkameraden und Schulfreunden. Und was ist es, was sie in ihrer kleinen Welt lernen? Das man sich nur über Konsum und Besitz in der Welt behaupten kann. Nur dann wird man anerkannt, als einer von ihnen akzeptiert. Und selbst wenn das Umfeld des Kindes es nicht schaffen sollte, eine kapitalistische Grundeinstellung zu erzeugen, dann wird es der Fernseher schaffen. Süße Stimmen Flüstern ihnen Wünsche ein und verwenden perfide Psychologie, damit das Kind diese Befehle als ihre eigene Überzeugung wahr nehmen.
Und wir Eltern machen diesen Beschiss auch noch mit. Wollen wir doch die kleinen Kinderherzen glücklich machen und ehe man sich versieht verwandeln sich unsere Süßen Zwerge zu Konsummonstern. Mission komplett
Aber ich verstehe das, es ist schwer im System zu leben, ohne Teil des Systems zu sein.

 

Teil 2: Die Gesundheit- und Lebensmittellüge

 

Viele Menschen arbeiten beständig auf ihren eigenen körperlichen Verfall hin. Und wenn er dann eintrifft, fallen sie aus allen Wolken weil sie nicht verstehen können warum das passiert. Wenn sie zum Beispiel an Krebs erkranken oder an einer Stoffwechselkrankheit geben sie Gott oder dem Schicksal die Schuld. Sie heben die Hände zum Himmel und fragen: Warum ausgerechnet ich? Womit habe ich das verdient?
Die Antwort ist einfach: Diese Menschen haben beständig darauf hin gearbeitet diese Krankheit zu bekommen. Natürlich nicht absichtlich. Keiner hat gerne Krebs. Viele Menschen wissen einfach nicht, dass sie durch ständige Fehlernährung tödliche Krankheiten bekommen können.
Natürlich können auch andere Faktoren daran mitwirken. Zum Beispiel starker Stress, Rauchen, giftige Umwelteinflüsse wie Smog, Strahlungen jeglicher Art oder einfach Genetik.
Gegen äußerliche Einflüsse kann man leider wenig machen, aber man kann seinen Körper im Kampf gegen die Schadstoffe und freien Radikalen unterstützen.
Und wie? Eigentlich ganz einfach: Indem man sich gesund ernährt.

Vor hundert Jahren erkrankte jeder achtzigste Mensch an Krebs. Heute ist es fast jeder 3. Und 2020 wird es so gut wie jeder sein.

Woran liegt das?
In einem Wirtschaftssystem indem jeder Unternehmer den größtmöglich Profit anstrebt, wird selbstverständlich die Lebensmittelindustrie keine Ausnahme darstellen. Im Gegenteil. Sie hat erkannt, dass der tägliche Bedarf an Nahrung eine wundervolle Geldmaschine sein kann. Außerdem hat sie begriffen, dass Menschen immer mehr essen als es ihnen eigentlich gut tut. Und ganz besonders dann, wenn man eine große Portion Zucker mit rein rührt. Zucker hat nämlich den positiven Effekt, dass dieser stark süchtig macht und man seine Kunden wie ein Drogendealer, meist für ewig an sich bindet. Natürlich konkurrieren die verschiedenen Hersteller mit immer neuen, ausgefallenen „Lebensmitteln“ welche sich im Zuckergehalt stetig überbieten. Um die Produktionskosten weiter zu senken, werden viele chemische statt natürliche Zutaten mit rein gerührt was den meisten Endverbrauchern völlig egal ist, Hauptsache man hat am Ende einen Zuckerrausch. 

Nach dem Zuckerflash fühlt man sich natürlich total im Eimer, aber das war es schließlich wert. Und weil's so geil ist, hört man am besten gar nicht mehr auf mit dem Gefresse. 

Dies hat den blöden Nebeneffekt, dass man sich damit ganz gehörig sämtliche innere Organe zerstört und den bösen Krebszellen Tür und Tor öffnet. 

Der Konsument fällt nun aus allen Wolken und begreift den Zusammenhang gar nicht. Aber das muss er auch gar nicht, irgendein Arzt erzählt ihm was von „erblich bedingt... bla bla bla“ aber alles halb so wild. Man erhält zu all dem Gift was man sich über die Jahre rein gepfiffen hat eine unglaublich zerstörerische Chemiebombe serviert, welche im besten Fall hauptsächlich den bösen Krebs zerstören oder zumindest zurück drängen soll. Natürlich will die Pharmaindustrie keine geheilten Patienten, deswegen machen sie einfach ein Geheimnis daraus, wie es zu diesem unerwarteten Zwischenfall mit dem Tumor kommen konnte und erwarten den Kunden in wenigen Jahren erneut. Ist ja auch viel besser, als nur einmal verdienen. Richtig viel Glück hat die Pharmaindustrie wenn das Subjekt für viele Jahre mit dem Tumor ringt und permanent Medikamente benötigt. 

Ebenfalls freuen sich die Medikamentenhersteller, wenn sich bei den Konsumenten andere lästige Nebenerscheinungen, wie Bluthochdruck oder Diabetes einstellt. Da kann man herrlich dran verdienen. Das ist alles so total geil wenn man sich einfach durch ein Kaufhaus treiben lässt und so viele coole Toxine mit nach Hause bringt und diese auch noch isst. Auf diese Weise kann man unglaublich vielen Wirtschaftszweigen enorme Dienste leisten.

Teil 3: Zukunft der Arbeit – Kann man ohne Arbeit glücklich sein?

 

Vor einiger Zeit gab es bei der ARD das Thema: Zukunft der Arbeit. Welche Jobs jetzt schon wegen Automatisierungen in Gefahr sind und welche noch folgen. Es wurden Beispiele genannt für bedingungsloses Grundeinkommen usw. Das fand ich ganz interessant.

 

Passend dazu hörte ich neulich im Autoradio eine Dame die sich für ihren Job stark machte. Sie ist gelernte Glas und Gebäudereinigerin und wünscht sich mehr Anerkennung und Dank für Ihre Tätigkeit. Sie liebt ihren Job und hat sich bewusst für diesen entschieden. Sie fürchtet jedoch, dass sie diesen Job bald nicht mehr machen kann, da dieser womöglich irgendwann von Putzrobotern übernommen werden wird.

 

Selbstverständlich verdient ein solcher Job Respekt und sollte nicht belächelt werden. Jemand räumt anderer Leute Müll weg, beseitigt fremder Leute Dreck. Jeder Mensch sollte dankbar dafür sein, dass es andere Menschen gibt, die Jobs machen (aus welchen Gründen auch immer) für die man sich selber zu schade ist. Dazu zählen zahllose Jobs wie Putzkräfte, Tatortreiniger, Klärwerkstaucher, Tierkadaver-Entferner, Kammerjäger oder Arbeiter für Tesco in Fukushima, NACH dem Super GAU. Über 20.000Menschen sind nach dem Supergau dort beschäftigt gewesen von denen viele bereits Krebs bekommen haben.

 

Noch mal: Es sind wichtige Jobs und verdienen den aller höchsten Respekt!

 

ABER: Wenn ich höre, dass es deren Traumjob sei und sie sich keinen besseren vorstellen können... Tja, dann kann ich das nicht so ganz glauben.

 

Würdet diese Leute diesen Job auch machen, wenn sie dafür keinen Lohn bekommen würden? Einfach weil es ihre Leidenschaft ist? Wohl kaum. Es sei denn sie sind masochistisch veranlagt oder leiden an sonstigen Psychosen.

 

Ich finde "normale" Jobs ja schon blöd und sehe darin keine Bereicherung für mein Leben. Welch

Existenznot treibt Menschen dazu Klärwerkstaucher zu werden und in fremden Exkrementen zu baden?

 

Und gleichzeitig höre ich die besorgten Bürger, welche sich fürchten, fremde Roboter nehmen ihnen in der Zukunft die Arbeitsplätze weg ;-))

 

"Heute tolerant, morgen fremd im eigenen Klärbecken" – Zuviel der Liebe für die Farbe braun... ihr wisst was ich meine.

 

Meine Meinung dazu:

 

Man sollte den Fortschritt nicht künstlich aufhalten! Wenn es Roboter, Maschinen und Software gibt, die einem die Arbeit erleichtern oder sogar ganz abnehmen: Ist doch super!

 

Warum sollte sich ein gesunder und normal denkender Mensch zum Beispiel an ein Laufband stellen und Dinge sortieren, was ebenso gut, und wahrscheinlich viel besser, eine wie auch immer geartete Maschine übernehmen könnte.

 

Dieser Mensch wäre auf einmal frei. Er müsste sich nicht mehr jeden Tag von früh bis spät knechten. Eine triviale Tätigkeit ausüben als wäre sein Leben für nichts anderes zu gebrauchen als Dinge zu sortieren.

 

Aber wovon soll er dann bitteschön leben? Das ist doch die entscheidende Frage.

 

Es geht von Anfang an nur um die finanzielle Existenz.

 

Es geht um Leben was gelebt werden will. Doch zum Leben gehört Geld. Und Geld bekommt man nur für Arbeit.

 

Macht uns also wirklich die Arbeit glücklich, oder ist es doch ehr das Geld was man mit der Arbeit verdient? Und auch nicht das Geld, sondern die Dinge die man sich davon kauft... Aber eigentlich auch nicht mal diese.... später dazu mehr.

 

Menschen fürchten sich vor dem technologischen Fortschritt, weil ihre Existenz bedroht ist. Das ist schlicht und einfach der Grund.

 

Keiner fürchtet sich wirklich vor dem T1000 und Skynet weil die Maschinen die Menschheit versklaven wollen.

 

NEIN!

 

Arbeit versklavt uns. Und das immer hungrige Wirtschaftssystem welches in ihrem grenzenlosen Kapitalismus alles und jeden verschlingt. Den Fortschritt, zumindest auf den Arbeitssektor, am liebsten anhält, damit man bloß weiterhin die Kaufkraft behält, dass sinnlose Konstrukt dieses Systems aufrecht zu erhalten.

 

Der Fortschritt ist also nicht das Problem, sondern das System welches unsere Existenz in Geiselhaft hält.

 

Von den täglichen 24 Stunden die einem gegeben sind verpennt man i.d.R. 8 und weitere 8 gehen für die Arbeit drauf. Ziehen wir Mahlzeiten, WC-Zeiten und Fahrzeiten ab, bleibt ein Häufchen bemitleidenswerte FREIZEIT übrig. Und für dieses bisschen Freizeit werfen wir Jahre unseres Lebens weg. 

 

Wenn fast alles automatisiert werden könnte, wäre es dann nicht an der Zeit die Menschheit aus der Sklaverei zu befreien?

 

Könnte man dann nicht den skrupellosen Kapitalismus ablösen und zu einer ressourcenbasierten Wirtschaft wechseln?

 

Wenn es kein Sinn macht arbeiten zu gehen, weil Maschinen einem diese Zeit verschwendende Tätigkeit nun mal abnehmen, wir dieses nur noch tun, damit wir an die lebensnotwendigen Ressourcen kommen, die ebenfalls automatisiert abgebaut werden, weil jemand dafür Geld verlangt? 

 

Wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen mit einer 5 bis 10 Stundenwoche nicht eine sinnvolle Lösung zum Übergang zu einer ressourcenbasierten Wirtschaft? Also einer Wirtschaftsform welche alle verfügbaren Ressourcen frei zur Verfügung stellt ohne direkte Bezahlung. 

Natürlich wäre das irgendwann die logische Konsequenz wenn keiner mehr arbeiten braucht, bzw. kann, weil alles automatisiert ablaufen würde. 

Ebenso natürlich ist es, dass unsere derzeitigen, übermächtigen Platzhirsche sich ungern vom Kapitalismus trennen da ihr geliebtes Geld dann nichts mehr wert wäre. 

 

Bist du also wirklich „glücklich“ mit deinem Job oder macht du ihn nur weil du auf das Geld angewiesen bist?

Es gibt sicherlich viele Menschen die tatsächlich glücklich mit ihrem Job sind. Das sind dann aber auch die Menschen, die diesen auch ohne Geld machen würde. Ein Maler würde immer malen. Ein Musiker immer Musik machen, einfach weil es ihm Spaß macht. Oder auch Pflegeberufe oder Lehrer. Diese Stellen wurden sicher nicht vergeben, weil die Bezahlung im Mittelpunkt stand. Der Wunsch Gutes zu tun, war es wohl ehr. Auch gibt es sicher viele Handwerker, die ihr Talent nicht nur wegen der Bezahlung ausführen. 

Was wäre also so schlimm daran, wenn ein Großteil unserer Arbeit automatisiert erledigt werden würde und wir uns um die wirklich essenziellen Dinge im Leben kümmern würden? Natürlich müsste jeder seinen Teil für eine gesunde Gesellschaft beitragen, dies muss aber nicht in trivialer Versklavung enden, sondern kann ganz individuell entschieden werden. Und vor allem muss man dafür nicht von morgens bis abends irgendeinen Blödsinn machen, nur um zu überleben. 

 

Als Beispiel könnte jeder Mensch sich jeden Monat für 20 Stunden für eine Tätigkeit seiner Wahl zur Verfügung stellen. (Kinderbetreuung, Krankenpflege, Blumen pflanzen ect.)

In der kompletten übrigen Zeit dürfte man sich einfach um die Dinge kümmern, auf die man Lust hat. 

Ein reichhaltiges Angebot an sinnvoller Bildung sollte Bestandteil der neuen Gesellschaft sein. Die Menschen könnten also frei und ungezwungen sich in den für sie interessanten Vorlesungen einschreiben. Nur das Wissen aufnehmen, für das sie sich auch wirklich interessiert. Keine auferlegten Seminare welche die Produktivität steigern soll. So wird das lernen nämlich auch wieder Spaß machen. Und wenn man selbst über eine Gabe oder Wissen verfügt, diese kostenlos an weitere Interessierte vermittelt. Sich frei macht von materieller oder monetärer Bezahlung. 

Geben was man hat und bekommen was man braucht. Auf freiwilliger Basis. Weil man erkannt hat, dass es nur so funktionieren kann. 

Lebensnotwendige Dinge einfach bekommen. 

Die eigene Persönlichkeit entwickeln und nicht mit Protz und Luxus vertuschen, dass man eigentlich gar keine hat. 

 

Die ganzen Berufsgruppen, welche alle überhaupt keine Daseinsberechtigung mehr haben. Sei es die Werbeindustrie, die Banken, die Kaufleute, Börsenmakler, Lobbyisten und Versicherungen. All diese Menschen können sich nicht mehr hinter ihren hübschen Anzügen verstecken und sollten erkennen, dass die Zeit vorbei ist, Gott zu spielen. Diese Gruppe von Menschen ist es leider auch, die so ein nachhaltiges System nicht akzeptieren würde.

 

Was wären sie denn ohne Geld? Wenn man sein ganzes Leben und seine Persönlichkeit einzig allein auf ein Zahlungsmittel aufbaut, dann bricht eine Welt für sie zusammen. Solange jedoch das Geld regiert und Menschen das sagen haben, die nicht moralisch handeln, sondern ihre Meinungen und Taten einzig allein durch die Geldmenge verändern, wird es nur ein Tagtraum bleiben.

Was bereuen Menschen wenn sie auf dem Sterbebett liegen und dem Tod ins Auge schauen?

 

Das Wunder der Existenz erkennen die meisten Menschen leider erst dann, wenn es schon zu spät ist. Und das bedauern darüber, dass man nicht das Leben gelebt hat, welches man sich doch eigentlich gewünscht hatte. Den Zorn und die Enttäuschung darüber, dass man nicht den Mut gehabt hat, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und immer nur das getan hat, was von einem erwartet wurde. Keine Risiken eingegangen und nichts gewonnen. All die Sicherheit, welche einem so wichtig war, gegen Glück, Zufriedenheit und Selbstbestimmung eingetauscht. Doch die Sicherheit schützt nicht vor dem Tod. Und was bringt einem ein langes und sicheres Leben wenn man das Leben nicht auch mit Leben gefüllt hat?

 

Eine Sache wurde meines Wissens noch nie auf einem Sterbebett bedauert: Zu wenig gearbeitet zu haben!

 

Klar kann man an die Reinkarnation glauben und hoffen, dass man all seine Versäumnisse nachholen kann... man kann aber auch an den Weihnachtsmann glauben.

 

Dem täglichen Hamsterrad entfliehen

https://www.youtube.com/watch?v=3Z2fGTTFz-4

Kommentare: 11
  • #11

    Alexa (Montag, 16 Oktober 2017 18:11)

    Hallo,
    Viel von dem was du hier gesagt hast ist richtig, aber du hast meiner Meinung nach ein paar wichtige dinge vergessen:
    - Wie soll unsere Welt funktionieren wenn sie auf Maschinellen Stützen steht? Irgendwer muss die Roboter und Maschinen ja herstellen, wie soll dass denn gehen wenn niemand mehr richtig arbeiten soll?
    -Die Arzneiindustrie ist nicht darauf aus so viel Geld wie möglich aus einem Kunden heraus zu pressen. Ich glaube daran dass es noch gute Menschen gibt die wirklich helfen bzw. heilen wollen. Mag sein dass es Menschen gibt die auch hier Dollar Zeichen in den Augen haben, aber dass sind sicher nicht viele.
    - Wir Menschen sind nicht dafür gemacht zu teilen, also ohne Geld zu leben, alles zu bekommen was Lebensnotwenig ist. Wir leben seit Uhrzeiten mit dem Handel. Erst waren es Tauschgeschäfte, dann hat irgendwer die Bezahlung mit Münzen (heutzutage mit Scheinen/Creditkarten) erfunden. Kann etwas dass die Urväter der Menschheit schon gemacht haben so falsch sein? Ich denke nicht.

    Unsere Welt ist, also die Natur ist wunderschön. Wir Menschen sind Monster, haben unser System geschaffen indem wir alle Leben, von dem jeder von uns ein Teil ist, ob es ihm gefällt oder nicht. Wir können unser System nicht so ändern wie es einer Minderheit von uns passen könnte. Aber wir können dafür sorgen dass unsere Mitmenschen und Nachkommen in einer Welt leben für die es sich zu kämpfen lohnt. Wir können ihnen unsere Lebensweise vorleben, ihnen zeigen was wir für richtig und falsch halten. Wir können ihnen zeigen wie es ist eigenständig zu handeln und nicht eine Klippe herunter springen weil es alle tun.
    All das können wir ihnen zeigen, aber entscheiden müssen sie selbst. Wenn wir ihnen vorschreiben wie sie ihr Leben zu leben haben zwingen wir ihnen auch ein "system" auf.

  • #10

    Proggulli (Sonntag, 16 Juli 2017 16:08)

    #1
    Der Beitrag betrifft ein relevantes Thema.
    Bei der Kapitalismuskritik wurde der Punkt exakt erfasst, Kapitalismus bezeichnet eine spezielle (und die seit langem schon so gut wie einzige) Markttheorie mit oder den (oder vielmehr die) dazugehörigen normativen (philosophischen) Vorstellungen. Eine vorsichtigere und weniger eigenwillige Formulierung hätte dem Artikel dennoch gut gestanden. Man sollte sich bei diesem Thema vielleicht nicht dazu verleiten lassen, Verallgemeinerungsaussagen aufgrund der eigenen Lebenseinstellung oder emotionalen Hingerissenheit zu tätigen, aber emotional hingerissen bin auch ich. Mit bestimmten gesteigerten Formulierung überzeugt man manche andere aber schwer, es lässt aus meiner Erfahrung unglaubwürdig wirken, selbst wenn die Überlegung neben der Wertung stimmt.

    Beim Thema Arbeit und Technischen Fortschritt sehe ich leider aber noch bisschen Verständnisbedarf im Artikel. Der Kapitalismus lebt ja gerade (auch ideologisch und in der Theorie) vom Konsummotiv und vom technischen Fortschritt (es ist ja gerade seine größte strategische Komponente, die Leute in Bann zu ziehen), daher steht Apple gerade an der Spitze. Der Technische Fortschritt - und im Speziellen Progessivismus - ist das Steckenpferd des Kapitalismus, weil dieser ihm seine Grenzen und Möglichkeiten weiter verschiebt, wobei wir doch wissen, dass mehr Möglichkeiten auch immer zum Missbrauch verleiten, mindestens bei bestimmten Typen von Menschen. Durch den Technischen Fortschritt ändert sich ja nicht die Einsicht zu mehr Zurückhaltung/Genügsamkeit oder zu weniger Ausreizung eigener Möglichkeiten, d.h. "Freiheiten". Der Grundgedanke hinter der "Erfindung" des Technischen Fortschritts ist ein wirtschaftlicher Gedanke und zwar die Steigerung des Konsums. Das Problem, dass ich im Technischen Fortschritt im Bezug zum Kapitalismus sehe ist die Machtverschiebung durch die Privatisierung/Besitz von Maschinen - es ermächtigt Besitzer um die Arbeitskraft, die andere aufgrund fehlender Anstellungsmöglichkeiten verlieren (wenn auch nicht physikalisch). Fast schon (oder unbewusst) zynisch wird von Theoretikern erwartet oder gesprochen, dass die Leute doch einfach Arbeit suchen sollen, die durch die Technologisierung dazukommt, wobei missachtet wird, dass viele Menschen keine Geeks, Nerds, Superhirne oder sonst was sind, denen die neue Arbeit einfach nicht liegen würde und dass man Leuten so einfach nur die Wahl ihrer Arbeit und ihrer Fähigkeitsnutzung nimmt. Zu so einer Empfehlung lassen sich nämlich nur diejenigen verleiten, deren Stellung nicht durch Maschinen/Automatisierung bedroht ist, was Wirtschaftstheoretiker nun mal bisher noch sind. Denn eins ist bislang eine völlige Weltneuheit: In der Kapitalismustheorie hatte Kapital die Eigenschaft der Akkumulierbarkeit, während Arbeit diese gerade nicht haben sollte. Mit Technischem Fortschritt könnten diese Umstände aufgeweicht und Arbeit zu Kapital werden mit denkbaren Konsequenzen (exponentielle Machtausweitung durch freie Akkumulierbarkeit). Wenn wir es nicht rechtzeitig im Rechtssystem schaffen, Gesetze und Regeln zu erschaffen, welche die Akkumulierung von technologischer Arbeitskreift einschränkt, dann könnte die Zukunft weit schlimmer aussehen, weil sich das Ungleichheitsprinzip (als Motor des Wachstums) noch steigern wird. Während Besitz bei bestimmten Dingen im Leben Sinn ergibt, halte ich Besitz von zu hoher technologischer Macht für unsinnvoll, genauso wie Waffen, die im Prinzip auch nur ein Macht-bestücktes Gut sind, welche die eigenen Möglichkeiten erweitern - als auch gewissermaßen eine Form der Technik.

    Die Vorstellung, das wir uns alle uns faul zurücklehnen könnten und uns die Roboter wie Haustiere versorgen, ist auch keine sonderlich nachhaltige. Der Ressourcenverbrauch wird dadurch nicht sinken. Wenn man (wie ich) weiß, was diese Technik physikalisch bedarf, dann will man sich fragen, wo wir die ganzen Ressourcen und Arbeitskraft für den Bau überhaupt herbekommen wollen. Arbeitskraft durch Roboter zu ersetzen, das können wir uns gar nicht leisten. Voraussichtlich wird Indium beispielsweise der erste Rohstoff sein, der für Halbleiterbauelemente komplett versiegen wird.

  • #9

    Proggulli (Sonntag, 16 Juli 2017 16:08)

    #2
    Das soll nicht herablassend wirken, aber ich sehe auch eine leicht Faulheit anmutende Negativ-Einstellung gegenüber Arbeit/Unangenehmheiten und Anstrengung nicht so sinnvoll oder einfühlsam. "Leid" in Form von Anstrengung sollte für jeden zum Lebensverständnis dazugehören und nicht auf andere umverteilt werden. Nach einer gerechten Aufteilung tut es sicherlich auch weniger weh. Dass Leute für ihre Arbeit leben, muss ja nicht sein, aber dass man zur Belohnung eine Tätigkeit ausführt (die allgemein nützlich ist) halte ich nicht für falsch (vermutlich hat der Artikel das nicht ganz so drastisch gemeint), was ja auch heißen kann, dass Leute - wenn sie sich entscheiden können - dann lieber mit ihrer favorisierten Tätigkeit Geld verdienen als mit anderen. Es ist nicht die Arbeit, die versklavt, sondern die Arbeitsbedingungen, die irgendwelche Chefs aufgrund ihrer im Voraus priviligierten Stellung festlegen können oder einflussärmere Chefs aufgrund der kapitalistischen Marktvorstellungen nehmen müssen. Eine gesichertes Grundeinkommen heißt auch keineswegs, dass man sich nicht mehr für Geld betätigen kann/darf/würde. Es gilt jetzt vielmehr das Prinzip, das man für mehr Konsum/Lebensstandard eben arbeiten muss aber nun auch kann ohne davon völlig abhängig zu sein oder in Machtunverhältnisse (auch von Leuten gerne als moderne Sklaverei bezeichnet) gezwungen werden zu können. Grundversorgung heißt nicht Luxus! (Den wir uns bei der Bevölkerungszahl an sich auch nicht leisten können dürften.) Es kann trotzdem dazu führen, dass man für Geld eine von anderen subjektiv-gesehen unschöne Arbeit erledigt, eben jetzt nur völlig freiwillig (der gelangweilte Mensch hat sonst doch auch viel zu wenig zu tun) und ohne sich unter missbräuchliche Arbeitsbedingungen zwingen lassen zu müssen. Der Mensch muss immernoch Mensch bleiben können und nicht wie eine Maschine behandelt werden. Auch das Grundeinkommen heißt nicht, dass man das Steuersystem nicht noch verändern könnte.

    Ganz witzig finde ich zuletzt noch den Zusammenhang (Zitat aus Artikel):
    "Die Menschen könnten also frei und ungezwungen sich in den für sie interessanten Vorlesungen einschreiben."
    Weil sie das auch jetzt schon könnten und auch tun sollten, zumindest mache ich es so. Nur, man macht es nicht wegen dem Arbeitszwang sondern wegen des Geldes, wegen dem Glauben an einen unverhältnismäßigen Lebensstandard, wegen den Glauben an ein bisschen Reichtum (man hört wieder von Altersarmut), nicht weil man dazu gezwungen wird.

    Ansonsten teile ich viele Kritikpunkte mit diesem Artikel.
    Freundliche Grüße!

  • #8

    Friedrich (Dienstag, 14 Februar 2017 15:57)

    Lieber Alex, ich sehe vieles so wie du, und will das hier nicht wiederholen. Bis vor ein paar Stunden hätte ich auch in puncto bedingungslosem Grundeinkommen sofort zugestimmt. Jetzt bin ich allerdings ins Nachdenken gekommen. Anlass ist ein Interview mit Prof. Butterwege (auf Youtube). Er hält das bedingungslose Grundeinkommen für problematisch, ja eigentlich lehnt er es ab. Es würde den Reichen genauso wie den Armen zugute kommen, der Staat würde sich wahrscheinlich aus seiner sozialen Verantwortung entlassen, weil ja für jeden gesorgt ist. Er favorisiert eine grundlegende Umgestaltung unseres Steuersystems und eine solidarische Bürgerversicherung. Wohl wissend, dass es dafür im Moment wohl kaum parlamentarische Mehrheiten gibt.

  • #7

    Alex (Sonntag, 05 Februar 2017 21:14)

    Auch dir einen lieben Dank @Friedrich für deine netten Worte.

    Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied. Ich für meinen Teil habe aufgegeben auf Politiker zu setzen die uns aus der Dunkelheit führen wollen.
    Die Menschen die tatsächlich gegen das System sind, sind zahlenmäßig leider total unterlegen. (Diese Annahme beruht auf meiner eigenen Hochrechnung anhand persönlicher Erfahrung mit Mitmenschen)
    Ich habe mich und werde mich immer wieder kritisch zu dem bestehenden System äußern. Allerdings nicht mehr innerhalb des Selbigen. Als digitaler Nomade werde ich versuchen regionale und globale Missstände aufzudecken. Ich hoffe auf viel Resonanz und weniger Ignoranz. ICh fühle mich zumeist wie auf der Titanik kurz vor dem Untergang. Die Kapelle spielt, die Menschen sind vergnügt und ignorieren die Tatsachen.
    Wenn die Masse einen neuen Weg einschlagen würden, welche ohne Zweifel zur Freiheit führen würde, könnte sich auch die Obrigkeit davor nicht mehr schützen, denn das Wirtschaftssystem würde wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.
    Es ist wie mit folgendem Spruch: "Was wäre wenn ein Krieg ausbricht und keiner macht mit?"
    Die Wirtschaft zu Fall bringen, kann keine Partei, egal wie motiviert. Das können nur die Massen.
    Boykott ist die Antwort auf alle Fragen!!
    Erst wenn das erreicht ist, können wir beginnen kollektiv neue Wege zu finden. Bedingungsloses Grundeinkommen ist ein erster Schritt im neuen System.
    Ein weiterer wäre: https://www.tvp-deutschland.de/

    Liebe Grüße
    Alex

  • #6

    Friedrich (Samstag, 04 Februar 2017 20:56)

    Ich finde den Beitrag sehr gut. Er verweist auf eine Reihe grundlegender Probleme in unserer Gesellschaft. Es gibt auch andere kritische Stimmen dazu. Meines Erachtens werden sie kaum gehört, zumindest nicht von den wirtschaftlich und politisch Etablierten. Klar, sie würden ja denn den Ast absägen, auf dem sie selbst sitzen. Von ihnen ist also keine Lösung zu erwarten. Die Menschen, die nach Alternativen suchen müssen sich verbinden und dann immer mehr werden, um ein politisches Gewicht zu erlangen. Die Frage des bedingungslosen Grundeinkommens scheint mir dabei im Moment eine Schlüsselposition einzunehmen. Nur das kann auf die Dauer soziale Unruhen vermeiden. Ich bin gespannt, ob diese Sache von einer Partei zum Bundestagswahlkampf thematisiert wird. Auch im Sinne der Umwelt brauchen wir einen Paradigmenwechsel. Aber sind die Menschen reif dafür? Wenn nicht, wird es leider so weitergehen wie bisher. Das heißt: Die Konflikte werden auf allen Gebieten zunehmen. Was dabei rauskommen kann, wage ich mir nicht auszumalen.

  • #5

    Alex (Donnerstag, 02 Februar 2017 09:08)

    Wow, vielen Dank liebe Eva und liebe Sybille. Es freut mich sehr, dass euch der Artikel gefallen hat. In meinem jetzigen Umfeld stoße ich zumeist auf ablehnende Reaktionen. Hier fehlt das Verständnis für einen notwendigen Wandel.
    Schön zu hören, dass andere ebenso denken wie ich. Dies motiviert mich weitere Artikel in dieser Richtung zu schreiben.
    Vielen Dank für eure Worte

    p.s. vieleicht werde ich deinen Sohn mal in Ko Chang besuchen und mit ihm tauchen gehen ;-)

  • #4

    Sybille (Mittwoch, 01 Februar 2017 16:53)

    ich möchte mich nur für das Geschriebene bedanken, du sprichst mir aus der Seele, lieber Alex

  • #3

    Eva Schmelzer (Mittwoch, 01 Februar 2017 13:31)

    Schon Marx und Engels beschrieben die kapitalistische Gesellschaft als "Gesellschaft des Elends, der Ausbeutung und der Entfremdung" (damals durch die industrielle Revolution). Ich habe mich schon in jungen Jahren damit beschäftigt, da ich in einem der (damals noch nicht verbotenen) KPD nahe stehenden Umfeld aufgewachsen bin. Die Geschichte der Kapitalismuskritik reicht also zurück bis ins 19. Jahrhundert, und statt daraus gelernt zu haben, füttern wir die gefräßige Bestie mit immer mehr, dass sie noch grausamer und größer werden kann.
    Ich habe mich riesig gefreut, Deinen Artikel zu lesen, Alex. Er spricht mir in jedem Satz aus der Seele! Seit der Entstehung der Umweltbewegung ist zur Kapitalismuskritik früherer Zeiten nun auch der ökologische Aspekt hinzugekommen, den Du ja auch an einigen Beispielen deutlich machst. In diesem Rahmen stehen vor allem die Gewinnmaximierung und der Zwang zum Wirtschaftswachstum in der Kritik, da darin ein Konflikt zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und ökologischer Stabilität gesehen wird. Ich zitiere aus der 2006 erschienenen Generationenbilanz des Berlin-Institutes wo es auf die Frage „Wer bringt dem Kapitalismus die Nachhaltigkeit bei?“ heißt: „Bislang gibt es auf diese Frage keine überzeugende Antwort, bestenfalls verschiedene Modelle, die allesamt fehlerhaft sind. Der derzeitige Kapitalismus basiert auf einer Kultur, die investiertes Kapital in Gewinn verwandelt, daraus neues Kapital erwirtschaftet, das unter steigender Produktivität weitere Gewinne und zusätzliches Kapital erbringt. Dieser Kapitalismus hat einen Haken - er funktioniert nicht ohne Wachstum. Er kennt nur das Anhäufen von Vermögen, das sich aus sich selbst vermehrt. Er kennt kein Zurück durch Schrumpfen.“ Aber eigentlich sagst Du ja genau das sinngemäß auch in Deinem Artikel.
    Ja, Alex, Du hast recht, dass es schwer ist, im System zu leben, ohne Teil des Systems zu sein. Aber Du gibst hier viele Denkanstöße, wie man sich durch sein Verhalten dem System zumindest entgegenstellen kann.
    Wie ernst Du es meinst, habe ich auf der Tropical-Freaks-Seite gesehen. Ich bin eine olle Heulsuse und es hat mich sehr gerührt, wie ernst Ihr es meint, aus dem Hamsterrad auszubrechen, welche Vorbereitungen Ihr bereits getroffen habt, indem Ihr Euch von materiellem Ballast zu befreien. Um so mehr, als mein Sohn vor 6 Jahren ähnlich gehandelt hat und jetzt in Thailand (Ko Chang/Ranong) lebt, dort als Tauchlehrer arbeitet, was ihm den dortigen Lebensunterhalt sichert, und ein extrem minimalistisches, glückliches Leben führt. Allerdings hat er keine Familie, so wie Du, da ist so ein Schritt auszubrechen, natürlich sehr viel leichter. Aber trotz der anfänglichen Schwierigkeiten gebt Ihr Euren Kindern etwas ungeheuer Wertvolles mit für ihr Leben. Ich hab Eure Seite gerade erst mal nur kurz überflogen, freu mich aber schon auf mehr.

  • #2

    Alex (Sonntag, 15 Januar 2017 23:47)

    Vielen Dank für die Veröffentlichung auf deiner tollen Seite ;-)

    Zum Thema Krebs: Ob nun die Chemo das ultimative Mittel gegen Krebs ist oder nicht kann ich nicht sagen. Ich fürchte auch, dass ein objektiver Vergleich zu alternativen Heilungsmethoden fehlt. Und selbst wenn es diesen gibt wird er wohl aufgrund der zahlenmäßigen Unterlegenheit zur schulmedizinischen Chemotherapie wohl nicht repräsentativ gewertet werden können. Was ich jedoch weiß ist, dass der Krebs zu einer Epidemie geworden ist. Und dies ist keine Übertreibung. Die Todesrate durch Krebs ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Und ob es nur an den genannten Gründen liegt oder evtl. an bisher nicht genannten, weiß ich nicht.
    Was wir wissen ist: Die Menschheit wird durch diese Todesursache stark dezimiert.
    Und: Bis es zum Ableben durch den Krebs kommt verdienen Pharmaunternehmen sehr viel Geld durch den Krebs.
    Das eine Chemotherapie durchaus viele Menschen gerettet hat, will ich nicht bestreiten. Hätte eine pflanzliche (gesunde) Therapie evtl. eine bessere Performance wenn man sie nur verwenden würde? Weiß man nicht.
    Ich bin in einer Phase meines Lebens in der ich viele Dinge skeptisch hinterfrage, die von der Masse als die einzig wahre Methode angesehen wird.
    Würde ich heute an Krebs erkranken: Ich würde mich keiner Chemotherapie unterziehen sondern auf eine natürliche Heilungsmethode setzen. (auch wenn Steve Jobs diese auch nicht überlebt hat) Man sollte das machen, was sich für einen richtig anfühlt und nicht in Panik verfallen und sein Gefühl für sich selbst dabei verlieren.
    Nicht falsch verstehen, ich bin nicht grundsätzlich gegen moderne Schulmedizin. Sollte ein Krebs operativ entfernt werden können, ist diese Methode natürlich die 1. Wahl.

    Interessantes Video zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=CmsAHfKP8bI&t=1829s

    und auf einer meiner Lieblingsseiten ist auch ein toller Artikel:
    https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krebs-statistiken-ia.html

    Ich danke dir vielmals für die Veröffentlichung meines Artikels.

    Liebe Grüße,

    Alex

  • #1

    Gudrun (Freitag, 13 Januar 2017 13:49)

    Hi Alex,
    ich sehe die derzeitige Situation genau wie Du und wenn wir als Menschheit nicht die Notbremse ziehen, wird es übel enden.
    Allerdings möchte ich zu Deinen Ausführungen über den Krebs noch etwas anmerken:
    Krebs hat viele Ursachen. Etliche verschulden ihre Erkrankung selbst durch ihren Lebenswandel, wie z.B. Lungenkrebs bei Rauchern. Dann gibt es genetische Dispositionen z.B. bei einer speziellen Brustkrebsart bei Frauen. Manche Krebsarten werden auch von Virusinfektionen verursacht, z.B. Leberkrebs nach einer Hepatitis C Infektion. Die überwiegende Zahl der Krebserkrankungen werden allerdings durch ungesunde Ernährung (Darmkrebs) und Umweltgifte verursacht und das Alter. Krebszellen entstehen ständig im Körper, aber unser Immunsystem elemeniert sie sofort wieder, doch mit zunehmendem Alter verlangsamt oder verliert sich diese Eigenschaft und ein Krebsgeschwür kann entstehen. Ärzte versuchen dann zu helfen und raten u.U. eine Chemotherapie an (die heute schon recht gut sind, im Vergleich von vor 40 Jahren) Sie rettet die Patienten oder verschafft ihnen noch einige Jahre des Weiterlebens, sodass der Patient noch seine Angelegenheiten regeln kann. Die Chemo ist nicht angenehm, aber ohne Chemo endet der Krebs häufig in einem elendiges Verrecken.
    Die sog. sanfte Medizin kann den Krebs nicht heilen (sehr wohl aber vorbeugen) darauf zu vertrauen ist gefährlich (siehe Steve Jobs) Bei Krebs, wenn man ihn besiegen will muss man leider aggressiv ran, mit OP und/oder Chemotherapie. Besser ist eine gute Prävention. Krebs ist zu 100% heilbar, wenn er frühzeitig erkannt wird.